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EM 2008: Arne Friedrich im Interview

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EM 2008 - Interview  

"Wenn ich Gas gebe, spiele ich bei der EM"

07.05.2008, 19:31 Uhr | Das Interview führte Sebastian Schlichting, t-online.de

Nationalspieler Arne Friedrich (Foto: imago)Nationalspieler Arne Friedrich (Foto: imago) Arne Friedrich (28) hat im August 2002 – nach nur zwei Bundesligapartien - sein erstes Länderspiel bestritten. Inzwischen hat er 56 Einsätze für die Nationalmannschaft absolviert. Im Interview mit t-online.de spricht der Kapitän von Hertha BSC über das Gefühl, einmal Lothar Matthäus zu sein, die Europameisterschaft in der Schweiz und in Österreich und sein farbloses Image in der Öffentlichkeit. 

t-online.de: Herr Friedrich, wie war es, als Lothar Matthäus aufzutreten?
Arne Friedrich: Sie meinen den Werbespot?

Genau. In der neuen Nutella-Werbung spielen Sie Lothar Matthäus.
Das war wirklich ein netter Dreh. Wir hatten viel Spaß zusammen. Aber ich war froh, dass ich nicht die ganze Zeit mit einem dicken, flauschigen Bart rumlaufen musste wie Kevin Kuranyi, da es ziemlich warm war.

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Kuranyi gibt den Paul Breitner. Marcell Jansen spielt Horst Hrubesch, Tim Borowski ist Günter Netzer. Haben Sie sich Matthäus ausgesucht?
Nein, das war so vorgegeben. Aber ich konnte damit gut leben.

Im Werbespot tragen Sie eine Perücke mit Vokuhila-Frisur. Diese Frisur werden Sie aber nicht in den Alltag übernehmen?
Nein, nicht wirklich.

Matthäus ist Welt- und Europameister. Holen Sie jetzt im Juni ihren ersten Titel?
Natürlich sind wir einer der Favoriten. Aber gerade eine Europameisterschaft ist sehr schwer zu gewinnen. Was da passieren kann, war ja 2004 gut zu sehen….

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Als Griechenland für die Sensation sorgte…
Womit vorher kaum jemand gerechnet hatte. Aber dann sind alle Favoriten ausgeschieden und plötzlich war Griechenland Europameister.

Wer ist für Sie diesmal außer Deutschland heißer Anwärter auf den Titel?
Die Italiener, auch die Niederländer.

Die beide mit Frankreich in einer Gruppe gelandet sind. Nach der Auslosung hieß es, Deutschland hätte wieder Losglück gehabt. Ist die Gruppe ein Glücksfall?
Natürlich hätte es uns schlimmer treffen können. Die Gruppe mit Italien, Frankreich und den Niederlanden ist der Hammer. Aber wir sollten uns davor hüten, zu glauben, dass es für uns ein Selbstläufer wird.

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Wer ist der stärkste Gegner?
Die Kroaten sind sehr, sehr stark. Für mich sind sie ein Geheimfavorit. Aber auch die Polen haben sich in letzter Zeit unglaublich gesteigert.

Und Österreich?
Wir müssen jeden auf der Rechnung haben. Aber dass Österreich nicht der größte Anwärter aufs Weiterkommen ist, weiß jeder.   

Bernd Schneider wird bei der Europameisterschaft fehlen. Wie schwer wiegt das?
Wir haben reichlich Spieler, die sich aufdrängen, aber Bernd Schneider ist ein unglaublich wichtiger Spieler für uns. Er hat sehr viel Erfahrung und ist ein hervorragender Fußballer. Wie gesagt, wir haben einige in der Hinterhand, aber er ist ein großer Verlust.

Am 8. Juni geht es für die deutsche Mannschaft gegen Polen los. Mit Ihnen in der Startelf?
Das entscheidet letztlich der Bundestrainer. Ich muss Gas geben und mich anbieten. Dadurch liefere ich Argumente, mich aufzustellen. Gelingt mir das, werde ich spielen.

Beim Testspiel in der Schweiz gehörten Sie nicht der Startformation an…
Das war kein Problem für mich. Es war mit Joachim Löw so abgesprochen. Ich wusste vorher, dass er Alternativen in der Abwehr ausprobieren wollte. 

Sie haben bisher 56 Länderspiele bestritten. Dabei waren Sie fast immer Stammspieler. Warum gelten Sie, wenn es um die Startelf geht, trotzdem immer als erster Streichkandidat?
Ach, da wird in den Medien immer viel geschrieben und berichtet. Ehrlich gesagt interessiert mich das nicht. Wichtig ist mir, dass ich das Vertrauen des Trainers habe und das umsetze, was er von mir verlangt.

Und das ist der Fall?
Ich bin jetzt seit knapp sechs Jahren dabei und habe dabei immer meine Leistung gebracht. Wie Sie schon gesagt haben: Ich habe jetzt 56 Länderspiele, da kann ich zumindest nicht alles falsch gemacht haben.

Bei ihrem Verein Hertha BSC hat Trainer Lucien Favre viel experimentiert und Sie auf verschiedenen Positionen eingesetzt. Ein Problem im Hinblick auf die Nationalmannschaft, wo Sie zuletzt meist rechts gespielt haben?
Nein, ich spiele da, wo es der Trainer für richtig hält und ich der Mannschaft helfen kann.

Eine Zeit lang haben Sie aber vehement drauf gedrängt, bei Hertha BSC in der Innenverteidigung zu spielen.
Es ist richtig, dass ich mich da am Wohlsten fühle. Dort kann man mehr Einfluss aufs Spiel nehmen als außen. Aber wenn ich woanders gebraucht werde, spiele ich auch da.

Mit der Nationalmannschaft sind Sie Titelanwärter. Bei Hertha läuft es bescheidener.
Wir wussten, dass diese Saison für uns schwer wird. Wir haben einen neuen Trainer, viele Spieler sind gegangen, viele gekommen. Es war ein richtiger und wichtiger Umbruch.

Große Fortschritte sind bisher jedoch nicht erkennbar.
Wir haben ganz sicher nicht über unsere Verhältnisse gespielt. Aber wir haben Ansätze gezeigt. Jetzt geht es auch darum, sich in den letzten Spielen bereits für die neue Saison einzuspielen.

Ist die jetzige Saison schon abgehakt?
Nach unten kann nichts mehr passieren und nach oben eh nicht. Aber wir haben die Verpflichtung gegenüber den Fans, uns ordentlich zu präsentieren.

Manager Dieter Hoeneß hat angekündigt, dass die Mannschaft in der nächsten Spielzeit um die Uefa-Cup-Ränge mitspielt. Kann sie das?
Solche Prognosen sind immer schwierig. Wir wollen wieder international spielen. Aber ob es nächste Saison schon klappt oder übernächste, müssen wir abwarten.

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