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Zehn Kilometer bis zum Glück

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Zehn Kilometer bis zum Glück

10.02.2010, 07:21 Uhr | dpa

Angela Maurer ist in ihrem Element (Foto: imago)Angela Maurer ist in ihrem Element (Foto: imago) Angela Maurer im Siebten Himmel, Britta Kamrau-Corestein zu Tode betrübt: Als die 32-jährige Maurer als Siebte bei den Weltmeisterschaften der Langstreckenschwimmer im Sevilla jubelnd ihr Olympia-Ticket über zehn Kilometer feierte, flüchtete die viermalige Weltmeisterin Kamrau-Corestein nach Platz 39 tief enttäuscht ins Hotel. Der Olympia-Traum der Mitfavoritin aus Rostock war jäh geplatzt. "Das ist für mich wie in einem falschen Film. Ich weiß nicht, was ich machen soll", sagte sie Stunden später unter Tränen. Weltmeisterin wurde in 2:02:02 Stunden die russische Titelverteidigerin Larissa Iltschenko vor der Britin Cassandra Patten und Yurema Requena aus Spanien.

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Maurers fulminantes Comeback als Mutter

Angela Maurer, die nach der Geburt ihres Sohnes 2006 mit zwei EM-Titeln und als Weltmeisterin über 25 Kilometer ein tolles Comeback feierte, war nach großem Kampf im Wasser obenauf. "Es war ein hartes Rennen", sagte sie nach 2:02:13,6 Stunden, "ich bin total happy, dass ich in Peking dabei bin. Nur für Olympia bin ich nach der Schwangerschaft wieder zurückgekommen." Gerade die ersten Kilometer waren bei 23 Grad Wassertemperatur auf der Ruder-Regattastrecke des Rio Guadalquivir sehr schwer. Maurer: "Man kam nicht noch vorn, man hat immer eins drauf gekriegt."

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Kamrau-Corestein geht unter

Der Kampf der 51 Konkurrentinnen um die zehn Peking-Tickets beim Olympia-Debüt der Langstreckler war gnadenlos. Britta Kamrau-Corestein hatte das befürchtet. Am Ende ging sie unter und kam erst mit 3:25,1 Minuten Rückstand ins Ziel. Wortlos verließ die 29 Jahre alte Jura-Studentin die Strecke. Sie konnte es nicht fassen. Trainer Bartsch: "Das ist ein Tiefschlag hoch zehn." Die gesundheitlichen Probleme nach einem Infekt wollte Kamrau als Entschuldigung nicht geltenlassen. "Selbst mit 46 Grad Fieber hätte ich das schaffen müssen." Auch für Trainer Christian Bartsch brach eine Welt zusammen. "Das ist für uns beide der traurigste Tag unseres Lebens", sagte er, "das ist ein Tiefschlag hoch zehn."

Thomas Lurz freut sich auf das Duell mit Hackett

Am Sonntag kämpfen Thomas Lurz und Christian Hein um das Olympia-Ticket. "Es wird Zeit, ich freue mich darauf", sagt Lurz, mit fünf WM-Titeln erfolgreichster Langstreckenschwimmer der Welt. In 1500-Meter-Freistil-Olympiasieger Grant Hackett aus Australien bekommt er prominente Konkurrenz aus dem Becken. Aber Lurz ist selbstbewusst: "Der Streit mit den Beckenstars ist für mich eine neue Herausforderung. Angst habe ich auf keinen Fall."

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