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Super Aguri muss vorerst draußen bleiben

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Super Aguri  

Super Aguri muss vorerst draußen bleiben

05.05.2008, 10:54 Uhr | Motorsport-Total.com, dpa, sid

Die Trucks von Super Aguri dürfen nicht an die Rennstrecke in Istanbul. (Foto: imago)Die Trucks von Super Aguri dürfen nicht an die Rennstrecke in Istanbul. (Foto: imago) Der Start des finanziell angeschlagenen Formel-1-Rennstalls Super Aguri beim Großen Preis der Türkei am kommenden Wochenende ist ungewiss. Hinter den Kulissen ist ein erbitterter Kampf um die Übernahme des Teams durch Investoren entbrannt. Dabei wird anscheinend auch mit harten Bandagen gekämpft. Erste sichtbare Konsequenz: Den Lkws, die das Material und das Motorhome nach Istanbul brachten, wurde die Zufahrt zur Rennstrecke verweigert. Eine Teamsprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht des Internetanbieters "autosport.com". Die Lkws stehen vorerst auf dem Parkplatz vor der Strecke, während die anderen Teams bereits mit dem Aufbau ihres Equipments begonnen haben. Bereits vor dem vierten Saisonrennen in Barcelona Ende April hatte Honda erst in letzter Minute weitere Hilfe zugesichert.

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Zwei potentielle Investoren

Für den Einstieg bei Super Aguri gibt es zwei interessierte Investoren, die britische Magma-Gruppe um Martin Leach und den deutschen Unternehmer Franz Josef Weigl. Honda-Geschäftsführer Nick Fry - Super Aguri ist bei dem Konkurrenzteam mit mindestens 50 Millionen Euro verschuldet - bevorzugt den Einstieg Leachs, eines alten Kumpels. Magma wollte zudem den gesamten Betrag auf einen Schlag auf den Tisch legen, während Weigls Angebot eine dreijährige Rückzahlung der Super-Aguri-Schulden an Honda in Raten vorsieht. Doch der Magma-Deal ist vorerst gescheitert, da Investoren aus Dubai absprangen.

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Weigl: "Schon immer beeindruckt vom Super-Aguri-Team"

Weigl selbst würde jedenfalls sehr gerne mit Teamchef Aguri Suzuki ins Geschäft kommen: "Wir haben uns vor zwei Jahren kennen gelernt", sagte der Deutsche. "Ich war schon immer beeindruckt vom Super-Aguri-Team. Das Team ist ein starker Kämpfer und gemessen an seinen finanziellen Mitteln sehr konkurrenzfähig. Mein Unternehmen und meine Investoren finden, dass Super Aguri - mit der Hilfe von Honda - überleben und erfolgreich werden muss."

Was passiert mit Takuma Sato?

Am Rande des Formel-1-Wochenendes in Spanien traf sich Weigl unter anderem mit Suzuki, Formel-1-Boss Bernie Ecclestone, der ebenfalls helfen will, und mit dem Generaldirektor von Hondas Motorsportabteilung. Diesem übergab Weigl sein Angebot, das auch eine Weiterbeschäftigung von Takuma Sato vorsehen soll. Weigl weiß, dass der Japaner ohne Super Aguri auf der Straße stehen würde - und Sato ist so etwas wie ein Honda-Wunschkind, ein Nationalheld im Land der aufgehenden Sonne.

Schon Erfahrungen mit Spyker gesammelt

Super Aguri wäre nicht das erste Engagement von Weigl in der Formel 1. Das Unternehmen hat auch schon mit Midland zusammengearbeitet, dem Force-India-Vorgänger Spyker. Das nötige Kleingeld für die Königsklasse wäre wohl vorhanden: Weigl erwirtschaftet an sieben Standorten in Deutschland einen Umsatz von über 130 Millionen Euro und beschäftigt knapp über 1.000 Mitarbeiter.

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