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Bremen gewinnt hitziges Nord-Derby beim HSV | Fußball-Bundesliga - 32. Spieltag

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Hamburger SV - Werder Bremen  

Bremen gewinnt hitziges Nord-Derby

06.05.2008, 22:21 Uhr | dpa

Diego (li.) und de Jong im Kopfballduell (Foto: dpa)Diego (li.) und de Jong im Kopfballduell (Foto: dpa)Der SV Werder Bremen hat mit einem Derby-Sieg in Unterzahl den direkten Konkurrenten Hamburger SV aus allen Champions-League-Träumen gerissen und seine fünfte Teilnahme nacheinander an der Königsklasse fast schon gesichert. Die Bremer setzten sich in einem teilweise überhart geführten Nord-Duell mit 1:0 (0:0) beim HSV durch und eroberten am drittletzten Spieltag mit 60 Punkten wieder den zweiten Tabellenplatz in der Bundesliga vor dem FC Schalke 04 (58) zurück. Hugo Almeida machte mit seinem zehnten Saisontor in der 50. Minute den schwer erkämpften Erfolg perfekt. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Kapitän Frank Baumann (57./wiederholtes Foulspiel) brachten die Gäste den knappen Vorsprung über die Zeit. Der eingewechselte Jurica Vranjes sah in der 89. Minute bei den übermotiviert wirkenden Bremern wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Der HSV kämpft jetzt um die Qualifikation für den UEFA Cup.


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Jol vor Vertragsunterschrift

Kurz vor dem Anpfiff hatten die Hamburger Verhandlungen mit dem niederländischen Coach Martin Jol für die Nachfolge von Huub Stevens bestätigt. Wenn der Aufsichtsrat der Hanseaten sein Okay gibt, soll der 52-Jährige nach Pfingsten einen Zwei-Jahres-Vertrag bei einem Jahresgehalt von rund zwei Millionen Euro unterschreiben. "Wir werden am Dienstag über das gesamte Paket entscheiden", sagte Aufsichtsratschef Horst Becker.

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Bremen steigt hart ein

Die 57.000 Zuschauer in der ausverkauften Hamburger Arena erlebten ein packendes und leidenschaftliches Duell. Beide Teams waren sich im Kampf um die Champions-League-Millionen der Bedeutung des 88. Nord-Derbys bewusst, agierten nach einer ansehnlichen ersten halben Stunde aber zum Teil hart an der Schmerzgrenze - und deutlich darüber. Vor allem die Gäste aus Bremen fielen mehr durch Fouls als durch Spielkunst auf. Baumann (35.), Daniel Jensen (38.) und Markus Rosenberg (45.+1) sahen für ihr überhartes Einsteigen früh Gelb.

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Wiese gefährdet die Gesundheit von Olic

Glück hatte Werder-Torhüter Tim Wiese, der nach einem brutalen Kung-Fu-Tritt gegen HSV-Stürmer Ivica Olic an der Strafraumgrenze von Schiedsrichter Lutz Wagner ebenfalls nur verwarnt wurde - ein Platzverweis wäre die angemessene Strafe gewesen. "Das war schon fast ein kleiner Attentatsversuch", kommentierte "Premiere"-Experte Franz Beckenbauer Wieses Einsteigen kurz vor der Pause. Negativ aus der Reihe fiel aber auch Hamburgs Vincent Kompany, dessen Ellbogencheck gegen Diego (32.) ungeahndet blieb. Das Duell der Nord-Rivalen hatte ähnliche Brisanz wie vor zwei Jahren am letzten Spieltag, als Bremen in Hamburg (2:1) den Einzug in die Champions League perfekt machte und der HSV schließlich nur Dritter wurde.

Hamburg kann die Überzahl nicht nutzen

Fußball wurde auch gespielt an diesem sommerlichen Abend in Hamburg, echte Torchancen waren in den ersten 45 Minuten aber kaum zu bestaunen. Almeida (27.) hatte auf Bremer Seite noch die beste, scheiterte mit seinem Kopfball aber an HSV-Schlussmann Frank Rost. Nach dem Seitenwechsel sorgte der Portugiese Almeida für den ersten Glanzpunkt, als er aus 17 Metern den Ball unhaltbar für Rost in den rechten Winkel jagte. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Baumann beschränkten sich die Gäste auf Ergebnis-Verwaltung. Der HSV berannte das Werder-Tor. Aber Olic (48.) und Rafael van der Vaart (71.) scheiterten an Wiese, der eingewechselte Juan Pablo Sorin (74.) verfehlte per Kopf nur knapp. Mit Geschick und Glück retteten sich die Werder-Profis über die Zeit.

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