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Leichtathletik: Tobias Unger konzentriert sich auf die 100 Meter

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Leichtathletik - Sprint  

Tobias Unger: "Konzentriere mich auf die 100 Meter"

08.05.2008, 16:24 Uhr | Das Interview führte Arne Henkes, t-online.de

Deutschlands Sprinthoffnung Nr. 1: Tobias Unger (Foto: imago)Deutschlands Sprinthoffnung Nr. 1: Tobias Unger (Foto: imago) Tobias Unger ist Deutschlands größte Sprinthoffnung. Mit dem siebten Platz im 200-Meter-Finale von Athen etablierte sich der gebürtige Münchner in der Weltspitze. Nach anhaltenden Problemen mit der Achillessehne bereitet sich der 28-Jährige derzeit mit seinem Trainer Micky Corucle auf die Olympischen Spiele in Peking vor. Im T-Online Interview spricht Unger über seine Verletzung, daraus resultierenden Umstellungen und wie häufig er bei einem 100-Meter-Lauf atmet.

Frage: Wie ist Ihre Gemütslage im Hinblick auf die Olympischen Spiele? Wacht man morgens auf und denkt daran, wie viel Tage es sind, bis es losgeht?
Unger: So schlimm ist es noch nicht, aber man denkt schon dran. Aber es ist auch noch ein weiter Weg, ich muss erstmal alle Qualifikationsnormen schaffen. Das wird kein Selbstläufer, aber man hat die Spiele natürlich im Hinterkopf.

Welche Wettkämpfe werden Sie jetzt in nächster Zeit bestreiten?
Unger: Ich werde in Regensburg laufen und beim ISTAF-Meeting in Berlin über 100 Meter an den Start gehen. Ich will mich erstmal auf die 100 Meter konzentrieren und da die Norm schaffen. Wegen meiner Achillessehnen-Probleme musste ich das Training ein bisschen umstellen. Gerade das Kurvenlaufen bei den 200 Metern tut mir nicht gut, von daher konzentriere ich mich erstmal auf die 100 Meter.

Haben Sie aus diesem Grund auch in der Halle etwas weniger Präsenz gezeigt?
Unger: Bei den deutschen Meisterschaften hatte ich nach den 60 Metern eigentlich schon genug, wollte am nächsten Tag gar nicht mehr starten, weil ich die Achillessehne schon gespürt habe. Danach habe ich mich mit meinem Trainer zusammengesetzt und wir haben gesagt, wenn es mit der Achillessehne so nicht geht, konzentriere ich mich eben auf die 100 Meter.

Was für Auswirkungen hat das auf Ihre Trainingsarbeit, gerade im Kraftbereich?
Unger: Ich mache ein bisschen mehr Krafttraining. Dafür mache ich etwas weniger lange Tempoläufe, keine 300-Meter-Läufe mehr sondern höchstens 200-Meter-Läufe.

Ist die Konkurrenz im 100-Meter-Bereich nicht größer?
Unger: Ja, das ist schon so. Aber ich will für mich eine anständige Zeit laufen. Ich habe über 200 Meter viel erreicht, über 100 noch nicht so viel.

Wie häufig atmen Sie auf der 100-Meter-Strecke?
Unger: Vielleicht drei, vier Mal. Selber bekommt man das ja gar nicht mit. So nach 30, 40 Metern atme ich das erste Mal. Die 100 Meter sind auch etwas relaxter als die 200, da ist man schneller fertig (lacht).

Sie arbeiten im Training auch mit Video-Analysen. Was ist das für ein Gefühl, sich beim Sprinten zuzusehen?
Unger: Wenn man sich das anguckt, sieht das immer ziemlich langsam aus. Es kommt einem beim Laufen wesentlich schneller vor. Ein paar Schlüsse kann man daraus ziehen, ob die Schrittlänge stimmt oder ob man in der Antrittsphase noch etwas rauskitzeln kann.

In welcher Phase des Laufes sehen Sie ihre Stärke?
Unger: Eher hinten raus, so nach 30, 40 Metern. Ich brauche immer ein bisschen, bis ich richtig in Schwung komme. Aber daran arbeiten wir auch noch.

Haben Sie Angst, dass Ihre Verletzung Sie auf dem Weg nach Peking aufhalten könnte?
Unger: Wenn es nicht sein soll, dann soll es nicht sein. Ich mache mich da nicht verrückt, ich habe das nicht in der Hand. Ich gehe regelmäßig zur Physiotherapie, besuche regelmäßig meinen Arzt, der mir dann noch irgendwelche Sachen verordnet. Mehr kann ich nicht tun, ich hab dann alles probiert.

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