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Chancen der TuS auf Klassenerhalt stark gestiegen

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TuS Koblenz  

Chancen der TuS auf Klassenerhalt stark gestiegen

08.05.2008, 22:28 Uhr | dpa

Die Spieler der TuS Koblenz hoffen wieder (Foto: imago)Die Spieler der TuS Koblenz hoffen wieder (Foto: imago) Die TuS Koblenz wird wegen Verstößen gegen Lizenzierungsauflagen in dieser Saison nur mit sechs Punkten Abzug bestraft und schöpft neue Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg aus der zweiten Fußball-Bundesliga. Der Verein stimmte einem entsprechenden Vergleichsvorschlag des Liga-Vorstandes der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei der mündlichen Verhandlung zu und hat in der virtuellen Tabelle nun 37 Punkte auf dem Konto.



Ablehnung DFL weist Widerpruch von Koblenz ab
Abzug Drastische Strafe gegen die TuS

Rauball: "Jetzt ist der Fall erledigt"

"Bei der Entscheidung hat der sportliche Wettbewerb eine große Rolle gespielt. Der Liga-Vorstand hat die Angelegenheit intensiv geprüft. Wir haben es für wichtig erachtet, dass rechtzeitig vor dem Saisonende Klarheit über die Punkteverteilung herrscht. Jetzt ist der Fall erledigt", sagte Reinhard Rauball, Präsident des Liga-Verbandes.

Mittwochsspiele Gladbach feiert Aufstieg
Dienstagsspiele Lautern klettert vom Abstiegsplatz

Nun zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz

Koblenz liegt nunmehr zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz und kann mit einem Heimsieg gegen Erzgebirge Aue einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt tun. "Natürlich erscheint die Strafe immer noch sehr hoch, aber wir brauchten Klarheit im Saison-Endspurt. Der Trainer und die Mannschaft müssen disponieren", sagte Aufsichtsratschef Walterpeter Twer nach der mehrstündigen Sitzung.

Aktuell Tabelle und Ergebnisse der 2. Liga
Aktuell Torschützenliste der 2. Liga

Abzug von drei Punkten in der kommenden Saison

Nach dem neuen Urteil, das rechtskräftig ist, werden den Koblenzern zudem in der Saison 2008/09 weitere drei Punkte abgezogen. Zunächst war der Klub von der DFL-Geschäftsführung mit einem Acht-Punkte-Abzug zum Saisonende bestraft worden, weil Spielerverträge von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz nicht vorgelegt worden waren. Die ferner verhängte Vertragsstrafe in Höhe von 200 000 Euro hat Bestand.

Erhöhte Transferzahlungen nicht gemeldet

Rauball betonte, dass die Reduzierung der Strafe in der laufenden Saison im Rahmen der DFL-Statuten zulässig sei. An dem Verstoß der Koblenzer gegen die Lizenzierungsauflagen bestehe kein Zweifel. Der im Dezember entlassene TuS-Geschäftsführer Hermann Gläsner hatte die Transferzahlungen an Partizan Belgrad für die im Sommer verpflichteten Profis Marko Lomic und Branimir Bajic im Nachhinein deutlich angehoben, die DFL darüber aber nicht informiert. "Wir bedauern es, durch den formalen und alleinigen Verstoß des damaligen Geschäftsführers gegen die Lizenzordnung in diese Situation gekommen zu sein. Damit ist der Streit erledigt und die Sache abgeschlossen", sagte Twer.

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