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Ziffzer verliert Machtkampf bei den Löwen

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1860 München  

Ziffzer verliert Machtkampf bei den Löwen

12.05.2008, 12:17 Uhr | dpa

Im Clinch: Präsident von Linde (links) und Geschäftsführer Ziffzer. (Foto: imago) Im Clinch: Präsident von Linde (links) und Geschäftsführer Ziffzer. (Foto: imago) Mit dem Unentschieden gegen den VfL Osnabrück hat der TSV 1860 München auch die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt beseitigt. Doch das ist nur ein Randthema. Abseits des Rasens ist ein Machtkampf entbrannt, den Hauptgeschäftsführer Stefan Ziffzer wohl verloren hat. "Was Ziffzer gemacht hat, ist grob vereinsschädigend, eine schlimmere Aussage gibt es nicht. Ziffzer hat den Verein beschädigt, in einem Ausmaße, das nicht zu verzeihen ist", sagte Vizepräsident Karsten Wettberg gegenüber "abendzeitung.de". Nach Wettbergs Angaben sollte die schriftliche Kündigung noch am Montag erfolgen.

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Ziffzer: "Dieser Präsident ist eine Schande"

Ziffzer war seit gut zwei Jahren Geschäftsführer und hatte dazu beigetragen, den von der Insolvenz bedrohten Klub zu stabilisieren. Trotzdem gab es intern große Spannungen. Die Situation eskalierte nach dem Spiel gegen Osnabrück, als Ziffzer Präsident Albrecht von Linde auf einer Pressekonferenz mit überraschend scharfen Worten attackierte: "Der Fisch stinkt vom Kopf her, und bei uns ist der Kopf der Präsident." Er schloss mit dem vernichtenden Urteil: "Dieser Präsident ist eine Schande."

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Rückkehr an den Schreibtisch

Als Ziffzer wenige Minuten nach seinen Äußerungen in den VIP-Raum kam, trat ihm von Linde entgegen und sagte: "Sie sind fristlos entlassen." Trotzdem saß Ziffzer am Montag an seinem Schreibtisch, da eine Entlassung schriftlich erfolgen und von zwei der drei Präsidiums-Mitglieder abgesegnet sein müsse. Genau dies soll nun nach Angaben von Vizepräsident Wettberg so schnell wie möglich passieren

Sportdirektor Reuter macht weiter

Auslöser für die harte Kritik war offenbar die Tatsache, dass von Linde einem Bericht des Fachblatts "kicker" nicht energisch widersprach, nach dem Weltmeister Stefan Reuter vor der Ablösung als Sportdirektor stehe. Reuter sagte, dass ihn die Art und Weise der verbalen Attacke von Ziffzer überrascht habe. Gleichzeitig bekräftigte er, dass er weitermachen wird.

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