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1860 München: Hauptsponsor Trenkwalder droht mit Ausstieg

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TSV 1860 München  

Chaos-Löwen: Hauptsponsor droht mit Ausstieg

14.05.2008, 16:39 Uhr | dpa

Präsident von Linde (li.) und Vize-Präsident Wettberg (Foto: imago)Präsident von Linde (li.) und Vize-Präsident Wettberg (Foto: imago) Beim TSV 1860 München schrillen die Alarmglocken. Das Führungschaos bei den Löwen mit der fristlosen Entlassung von Geschäftsführer Stefan Ziffzer als unrühmlichen Höhepunkt kann den Zweitliga-Klub die Existenz kosten. Aus Sorge um seinen guten Ruf wird Hauptsponsor Trenkwalder sein vertraglich bis 2009 fixiertes und mit geschätzten 740.000 Euro jährlich dotiertes Engagement womöglich vorzeitig beenden. Der drohende Ausstieg des österreichischen Zeitarbeitsunternehmen könnte fatale Folgen für den Traditionsklub haben und sogar den Entzug der Lizenz bedeuten.

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Fragenkatalog für das Präsidium

Einen Tag nach dem Rauswurf von Ziffzer, der den Präsidenten Albrecht von Linde in einer Wutrede hart attackiert hatte, bekamen die Löwen die erwarte Quittung für die Peinlichkeiten der vergangenen Tage. In einem Offenen Brief an die Vereinsführung brachte Trenkwalder seine "tiefe Enttäuschung" über die Vorgänge zum Ausdruck und forderte das Präsidium in einem 14 Punkte umfassenden Fragenkatalog auf, bis zum kommenden Montag (12 Uhr) Informationen von "grundsätzlicher Bedeutung" über die finanzielle und personelle Situation zu liefern.

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Sponsor übt harsche Kritik

"Sollten die Informationen nicht in entsprechender Form und Umfang erfolgen, so sehen wir keine Basis für langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit miteinander und werden eine vorzeitige Auflösung des Hauptsponsorvertrags nach rechtlicher Prüfung in Erwägung ziehen", formulierte Hermann Mairhofer, Verwaltungsrats-Präsident des Unternehmens, in klaren Worten das Ultimatum an die Sechziger und übte harsche Kritik am 1860- Präsidenten.

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Imageschaden befürchtet

Von Linde musste sich vorwerfen lassen, den Sponsor nicht über die Vorgänge im Verein und mögliche Beeinträchtigungen in der Geschäftsführung informiert zu haben. "Unsere Erwartungshaltung an ein professionelles Präsidium ist eine andere", hieß es in dem Schreiben. Ohne eigenes Zutun sei der Hauptsponsor in eine Konfliktsituation geraten, durch die die Gefahr eines Imageschadens gegeben sei, "den wir nicht hinnehmen können. So baut man keinerlei Vertrauen für einen partnerschaftlichen Umgang miteinander auf."

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Ex-Geschäftsführer Ziffzer (li.) und Sponsor-Chef Mairhofer (Foto: imago) Ex-Geschäftsführer Ziffzer (li.) und Sponsor-Chef Mairhofer (Foto: imago)

Eine Million Euro benötigt

Ein Ausstieg des Personaldienstleisters (1 Milliarde Euro Jahresumsatz) könnte die Sechziger in höchste Not bringen. Um die von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) geforderte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Saison 2008/2009 sicherzustellen und damit die Auflage im Lizenzierungsverfahren zu erfüllen, muss der Klub bis Jahresende ein Eigenkapital von mindestens einer Million Euro beschaffen.

Wettberg gegen Ziffzer

"Es sind Verträge mit Sponsoren da und wir sind mit anderen Investoren im Gespräch. Das Sechzig vor dem Konkurs steht, das kann man vergessen", stellte Vize-Präsident Karsten Wettberg im Deutschen Sportfernsehen fest. Der gefeuerte Ziffzer, der mit der Kündigung auch Hausverbot beim TSV 1860 bekam, hielt im DSF dagegen: "Sechzig braucht bis Dezember eine Million Eigenkapital. Nur dann können wir uns das Monatsgehalt eines weiteren Spielers leisten, denn die Planung für die nächste Saison ist Spitz auf Knopf gestrickt."

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