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Die zurückgekaufte Meisterschaft

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Bundesliga - Saison 2007/08  

Die zurückgekaufte Meisterschaft

18.05.2008, 19:35 Uhr | t-online.de

Bayerischer Jubel: Andreas Ottl, Franck Ribéry und Luca Toni (v. li.) (Foto: imago)Bayerischer Jubel: Andreas Ottl, Franck Ribéry und Luca Toni (v. li.) (Foto: imago) Spätestens, als der FC Bayern München am zweiten Spieltag mit 4:0 das Bremer Weserstadion erstürmte (, war klar, wohin die Reise in der 45. Saison der Bundesliga gehen würde: immer hinter dem Rekordmeister her. Der neue französische Star Franck Ribéry narrte an der Weser öffentlichkeitswirksam Tim Wiese (per Elfmeter) und Christian Schulz (per sagenhaftem Gefühl im Fuß), und auch der neue Traumsturm mit Luca Toni und Miroslav Klose hatte nach vier Partien bereits jeweils drei Mal getroffen. Offen war nur der Zeitpunkt der Meisterfeier. Seit dem 0:0 in Wolfsburg am 31. Spieltag sind wir schlauer. An jenem 4. Mai 2008 wurde der VfB Stuttgart als deutscher Meister auch rechnerisch abgelöst.

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Bescheidener Start kostet letztlich den Platz im Europapokal

Die Schwaben, die durch die Gruppenphase der Champions League nicht viel mehr als eine europäische Sightseeingtour unternahmen, gingen schon nach vier Spieltagen und einem peinlichen 0:1 im Derby bei Aufsteiger Karlsruhe nur noch als gefühlter Meister durch. Dass der VfB trotz seines miesen Starts, eines ewig unsicheren Keepers Raphael Schäfer und der Belastung im Europapokal noch bis zuletzt um einen Platz im internationalen Geschäft mitkämpfte, ist als großer Erfolg zu werten.

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Kahn start zum Abschied nochmals voll durch

Als am vierten Spieltag auch der letzte Beobachter Notiz vom nur in der Hinrunde frechen Bundesligarückkehrer Karlsruhe nahm, atmete die Liga tief durch, da die Bayern durch ihr 1:1 in Hamburg doch wieder zu Menschen wurden (). Bis dahin hatte der personell hochgerüstete Primus von der Isar nur gewonnen und kein Gegentor kassiert. Etwas anderes ließ der Ehrgeiz des scheidenden Titans im Tor nie zu, und erst recht nicht in dessen 20. und letzter Saison als Profi. Oliver Kahn - befreit vom Druck, sich mit Jens Lehmann in der Nationalelf duellieren zu müssen - erlebte zwischen den Pfosten seinen dritten Frühling und wurde mit seiner achten Meisterschale belohnt.

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Nur die Bremer beweisen die nötige Konstanz

Um die redete ansonsten niemand ernsthaft mit, und einmal mehr erwies sich, dass in Sachen Verfolgung der Bayern nur auf deren hanseatischen Dauerrivalen aus Bremen Verlass ist. Die Grün-Weißen ließen sich Anfang März auch von einer Pleitenserie von vier Partien ohne Sieg nicht irritieren. Schalke - in der Champions League immerhin bis ins Viertelfinale vorgestoßen - beschloss auch sein 50. Jahr in Folge ohne Meisterschaft, weil das Sieger-Gen um Gelsenkirchen weiterhin einen Bogen macht, wenn es darauf ankommt. Außerdem verloren die Verantwortlichen sechs Begegnungen vor Saisonschluss die Nerven und trennten sich von Cheftrainer Mirko Slomka. Und auch der Liga-Dino Hamburger SV reüssierte unter dem im königsblauen Land verehrten Cheftrainer Huub Stevens lediglich in der ersten Halbserie. In der zweiten Saisonhälfte legte sich die ewig gestellte, weil ebenso ewig offene Frage nach dem Stevens-Nachfolger leistungslähmend nieder auf die Glieder des HSV-Personals.

Die Rückkehr des Chaos-Clubs - in die zweite Liga

Gehemmt und geblendet durch den unerwarteten Pokalsieg und die überraschende Rückkehr in den UEFA Cup realisierte der 1. FC Nürnberg - im Gegensatz zum Fight-Club aus Cottbus beispielsweise - zu spät, dass er doch wieder im Abstiegskampf steckte. Die Entlassung des Kulttrainers Hans Meyer kurz nach Rückrundenbeginn kam nicht nur zu einem nirgendwo verstandenen Zeitpunkt. Sie blieb - unter dem Strich - auch wirkungslos. Resultat: Beinahe Benfica Lissabon eliminiert, aber auch nur beinahe in der Liga geblieben. Nürnberg lieferte den Rekordabstieg Nummer sieben ab, den sich sonst die gerade noch geretteten Bielefelder auf die Fahnen hätten schreiben müssen.

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Magath macht Wolfsburg zum drittbesten Rückrundenteam

Andernorts sorgte jemand für die Befreiung von der jahrelang gewohnten Abstiegssorge, der einst den Club zurück in die 1. Bundesliga geführt hatte: Felix Magath, der neue starke Mann des VfL Wolfsburg. Zählte lediglich die Rückrunde, hätte sich der Aufsteiger von 1997 seinen Traum von der Champions-League-Teilnahme tatsächlich schon im ersten Jahr unter dem früheren Meistermacher des FC Bayern München erfüllt. Doch selbst mit dem Erreichen des UEFA-Pokals durfte in der VW-Metropole vor dem Start in die elfte Bundesligasaison der Wölfe niemand rechnen. Die Erfahrung mit den entscheidenden letzten 90 Minuten schlug sich im 4:2 in Dortmund gewinnbringend nieder. Das Nachsehen hatten Bayer 04 Leverkusen und der VfB Stuttgart.

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