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EM 2008: Rückblick auf Bernard Dietz und die EM 1980

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EM 1980 - Bernard Dietz  

Dietz: "Für Matthäus täuschte ich eine Verletzung vor"

22.05.2008, 18:31 Uhr | t-online.de

Bernard Dietz (60) war Kapitän der Europameister-Mannschaft von 1980, die Belgien im Endspiel 2:1 bezwang. Er erzählt, wie er Lothar Mathäus sein erstes Länderspiel ermöglichte und nach dem Finale stundenlang bei der Dopingprobe brauchte.

Von Bernard Dietz

Bernard Dietz (links) mit Karl-Heinz Rummenigge auf der Ehrenrunde. Dietz bestritt 53 Länderspiele und 495 Bundesligaprtien für den MSV Duisburg und Schalke 04. Nach einigen Trainerstationen hat er sich aus dem Geschäft zurückgezogen und betreibt eine Fußballschule in Ahlen (Foto: imago)Bernard Dietz (links) mit Karl-Heinz Rummenigge auf der Ehrenrunde. Dietz bestritt 53 Länderspiele und 495 Bundesligaprtien für den MSV Duisburg und Schalke 04. Nach einigen Trainerstationen hat er sich aus dem Geschäft zurückgezogen und betreibt eine Fußballschule in Ahlen (Foto: imago) Die WM 1978 war ein Reinfall für uns. Da waren wir keine Mannschaft. Aber danach ging es richtig bergauf. Jupp Derwall wurde Trainer, das passte einfach. Und wir hatten ja 1980 bei der EM auch eine wirklich gute Mannschaft. Sehen Sie sich nur mal einige Namen an: Karl-Heinz Rummenigge, Bernd Schuster, Hansi Müller… #

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Auf der Bank ganz schön ins Schwitzen gekommen

Es war das erste große Turnier für Lothar Matthäus. Der war so heiß, der wollte unbedingt spielen. Als wir im zweiten Spiel gegen die Niederlande 3:0 geführt haben, haben sich alle Ersatzspieler warm gelaufen. Aber keiner wollte raus. Da hab ich eine Verletzung vorgetäuscht und mich auswechseln lassen. So kam Lothar zu seinem ersten Länderspiel. Sein Einstand war jedoch nicht glücklich. Er hat gleich einen Elfmeter verursacht. Meiner Meinung nach war das Foul weit vor dem Strafraum, aber der Schiedsrichter hat gepfiffen. Kurz danach haben wir auch noch das zweite Gegentor bekommen. Da sind wir auf der Bank ganz schön ins Schwitzen gekommen.  

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Ich konnte auf der Tribüne Eis essen

Kurios war die Situation vor dem letzen Gruppenspiel gegen Griechenland. Ich hätte nur gespielt, wenn es noch um etwas gegangen wäre, da ich mit Gelb vorbelastet war. Vor uns haben die Niederlande gegen Tschechien gespielt. Wir konnten deren Ergebnis abwarten, das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Ein Unentschieden und wir wären schon vor unserem Spiel durchgewesen. Ich hab mich normal warm gemacht. Als die Tschechen geführt haben, hieß es: Du musst spielen. Dann stand es Unentschieden und ich sollte doch nicht spielen. So blieb es und ich konnte mich auf die Tribüne setzen und Eis essen.

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Alles lief wie im Film ab

Ich war stolz darauf, Kapitän dieser Mannschaft zu sein. Aber ich kann mich noch erinnern, dass mir nach dem Finale gegen Belgien kurz das Herz in die Hose gerutscht ist. Wir waren bei den deutschen Fans und sind eine Ehrenrunde gelaufen. Dann wurde mir klar: Du musst ja gleich da hoch und den Pokal in Empfang nehmen. Rückblickend betrachtet ging das alles viel zu schnell. Das lief wie im Film ab. Erst später ist mir bewusst geworden, was eigentlich passiert ist.

Zwei Stunden bei der Dopingprobe

Nach der Siegerehrung mussten Uli Stielike und ich zur Dopingprobe. Das war ein Akt. Das Spiel, die Anspannung, es hat ewig gedauert, bis wir endlich alles erledigen konnten. Bestimmt zwei Stunden. Die anderen waren längst im Hotel. Als wir mit dem Taxi nachgekommen sind, waren alle schon in Stimmung. Es wurde eine lange Nacht, aber am nächsten Morgen hat es jeder geschafft, rechtzeitig zur Abfahrt zum Flughafen da zu sein.    

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