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1860 München: Beeck folgt von Linde

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Fußball - 2. Liga  

1860 München: Beeck folgt von Linde

27.05.2008, 12:17 Uhr | dpa

Rainer Beeck ist der neue Präsident von 1860 München. (Foto: dpa)Rainer Beeck ist der neue Präsident von 1860 München. (Foto: dpa) Die Chaos-Tage sind vorbei: Unter dem neuen Präsidenten Rainer Beeck soll endlich Ruhe und Stabilität beim Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München Einzug halten. "Wir wollen fortan mit einer gemeinschaftlichen Stimme sprechen und den Verein komplett neu positionieren", kündigte Beeck bei seiner Vorstellung an. Der 45 Jahre alte Diplom-Betriebswirt wurde in einer fünfstündigen Aufsichtsratssitzung einstimmig als Nachfolger des umstrittenen Löwen-Chef Albrecht von Linde gewählt.

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Überraschung durch Hasenstab

Mit von Linde tritt auch Vize-Präsident Karsten Wettberg ab, dessen Posten überraschend der Investmentbanker Michael Hasenstab übernimmt. Als "Mann mit kreativem finanzwirtschaftlichem Potenzial" beschrieb Beeck den 38-Jährigen, der sich bei der Präsidiumsvorstellung wegen "wichtiger Geschäftstermine" entschuldigen ließ. Einzig Franz Maget bleibt der dreiköpfigen Vereinsführung als Vize erhalten. "1860 München schaut nur noch nach vorne", sagte der SPD-Fraktionschef, "1860 ist eine Marke, aus der man viel mehr herausholen kann."

Kapitalbeschaffung hat oberste Priorität

Für das neue Präsidium, das eine Delegiertenversammlung im September bestätigen muss, gibt es im krisengebeutelten Verein keinerlei Eingewöhnungszeit. Möglichst schnell muss das Vertrauen der Fans und Sponsoren zurückgewonnen werden, um die Finanzierung einer schlagkräftigen Profi-Mannschaft zu sichern. "Unsere wichtigste Baustelle ist die Kapitalbeschaffung, um unsere sportliche Zukunft so zu gestalten, wie wir uns das vorstellen", sagte Beeck. "Auch wir haben den Ehrgeiz, in Zukunft erstklassig zu sein."

Kein Ziffzer-Comeback

Durch von Lindes Ablösung endet nun auch das Wirken des zweiten Protagonisten des heftigen Streits zwischen Linde und Finanz-Geschäftsführer Stefan Ziffzer, dem vor zwei Wochen fristlos gekündigt worden war. Eine Rückkehr Ziffzers schloss der neue Präsident aus. Beeck kündigte an, mit Stefan Reuter als alleinigem Geschäftsführer weitermachen zu wollen.

Weiter in der Allianz Arena

Die bei den Fans ungeliebte Allianz Arena stellte Beeck als Löwen-Spielstätte ausdrücklich nicht zur Disposition: "Es gibt Verträge. Die Arena ist ein großer Fixkostenposten, mit dem wir umgehen müssen. Mit diesen Voraussetzungen hat Herr Ziffzer perfekte Arbeit geleistet."

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