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Nachsitzen bei den Standards | EM 2008 - Deutschland

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EM 2008 - Deutschland  

Nachsitzen bei den Standards

04.06.2008, 10:47 Uhr | t-online.de

Aus Ascona berichten Patrick Brandenburg und Norman Gosch

Bundestrainer Joachim Löw (li., mit Michael Ballack) will an den Standardsituationen arbeiten lassen. (Foto: ddp) Jetzt beginnt der Feinschliff. Die deutsche Nationalmannschaft trainiert zum ersten Mal auf dem satten Grün inmitten des nationalen Jugendsportzentrums in Tenero. Zum Auftakt heißt es auf einem der zwölf Rasenplätze: Warmmachen, leichte Gymnastik, Koordinationsübungen und dann endlich ran an den Ball. Die Zeit bis zur EM wird immer knapper, und mindestens ein großes Defizit will Bundestrainer Joachim Löw mit seinem Team in letzter Minute noch minimieren: "In der letzten Woche vor der EM werden wir auch an den Standards arbeiten." Freistöße, Ecken - da hat die DFB-Elf noch Nachholbedarf.

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In den letzten Monaten vernachlässigt

"Da muss ich mir an die eigene Nase fassen", sagt der Bundestrainer, "das haben wir in den letzten Monaten schleifen lassen." Schon Vorgänger Jürgen Klinsmann wollte sich diesem Problem nähern, doch stets waren andere Dinge dazwischen gekommen: Personalprobleme, zeitliche Engpässe bei den kurz gehaltenen Zusammenkünften des stets neuen Kaders. Oder es gab andere Prioritäten - etwa die, eine Wackelabwehr zu festigen.

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Kaum Treffer aus Standardsituationen

Nachdem die aktuelle Mannschaft im ersten Teil der EM-Vorbereitung schon "die eine oder andere Einheit" (Löw) mit Standards verbracht hat, bieten sich die Tage kurz vor Turnierbeginn für weitere Übungsstunden an. Das ist auch dringend nötig: Die DFB-Elf hat in der jüngeren Länderspiel-Geschichte kaum einen Treffer durch eine ruhende Situation erzielt. Michael Ballacks fulminanter Freistoß gegen Serbien war die Ausnahme, nicht die Regel. So blieb aus dem Länderspieljahr 2007 fast nur Kevin Kuranyis wuchtiger Kopfballtreffer nach Ecke von Torsten Frings in Erinnerung, der beim EM-Qualifikationsspiel in Tschechien die Führung brachte.

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Gute Freistoßschützen sind eigentlich dabei

Verschenkte Ressourcen, denn an präzisen Freistoßschützen wie Ballack, Frings, Lukas Podolski, Piotr Trochowski oder Bastian Schweinsteiger mangelt es im Team nicht. Selbst die Variante Brechstange hat das DFB-Team in Person von Thomas "The Hammer" Hitzlsperger im Repertoire.

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Indirekte Freistöße müssen besser genutzt werden

Dabei hat Löw nicht unbedingt direkt verwandelten Schüsse im Hinterkopf, wenn er Fortschritte anmahnt. "Es ist unglaublich, wie viele Tore statistisch gesehen durch Freistöße von der Seite fallen", warnt der Bundestrainer seine Abwehr schon seit langem vor Fouls auf Höhe des Strafraums. Was eine Gefahr fürs eigene Team darstellt, kann natürlich auch für die eigene Offensive genutzt werden.

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Es bleibt noch viel zu tun

Ansatzweise hat sich der WM-Dritte von 2006 schon weiterentwickelt und einige zaghafte Varianten probiert. Etwa gegen Weißrussland und Serbien, als Schweinsteiger Freistöße in die zentrale Position schaufelte und Frings per Volley zu vollenden versuchte. Aber da bleibt noch viel Arbeit.

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Ecken sind ein großes Defizit

Genau wie bei den Ecken. Hier hat sich noch nicht einmal ein eindeutiger Schütze herausgestellt. Beim Remis gegen Weißrussland versuchte Hitzlsperger einige Male erfolglos sein Glück, nur um dann von Frings abgelöst zu werden. Gegen Serbien war dann Schweinsteiger dran, doch keine einzige seiner Hereingaben fand einen Abnehmer.

Geheimtraining in Tenero

Ganz böse ist der Bundestrainer allerdings nicht über die Versäumnisse. Zum einen spricht es für die Entwicklung des Teams, dass gut drei Viertel aller Treffer aus dem Spiel heraus fallen. Und zum anderen sollen "die Standards ja vor allem ein Überraschungsmoment sein". Brandneu eingeübte Tricks und Täuschungsmanöver - das erwartet nun wirklich kein EM-Gegner von der deutschen Mannschaft. Der Haupttrainingsplatz in Tenero ist vorsorglich gegen Spione abgezäunt.

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