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EM 2008: Polnische Medien fordern Köpfe von Ballack und Löw

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Polen  

Polnische Medien fordern Köpfe von Ballack und Löw

05.06.2008, 11:23 Uhr | t-online.de

Foto-Monatage aus dem "Super-Express" (Foto: imago)Foto-Monatage aus dem "Super-Express" (Foto: imago) Es wird immer schlimmer. Wenige Tage vor dem EM-Spiel gegen Polen hetzen die Medien aus dem Nachbarland mit aller Macht gegen das deutsche Team. Dabei scheint jedes Mittel recht. Die Zeitung "Super Express“ hat jetzt für einen weiteren Skandal gesorgt. "Leo daj nam ich glowy” – übersetzt: "Leo, bring uns ihre Köpfe“, titelte das Blatt am Mittwoch. Garniert wurde der Text durch eine Foto-Montage, in der Polens Cheftrainer Leo Beenhakker die abgeschlagenen Köpfe von Bundestrainer Joachim Löw und Michael Ballack in den Händen hält. Ein weiterer Höhepunkt einer beängstigenden Entwicklung in den vergangenen Tagen.

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Gegner soll zerstört werden

Bereits zuvor zog die Zeitung "Fakt“ einen abstrusen Vergleich zu einer Schlacht von 1410. "Macht’s wie in Grunwald“, forderte das mit 500.000 Exemplaren auflagenstärkste Blatt Polens und schrieb dazu: "Wir müssen gewinnen, wir müssen! Jetzt oder nie! Beenhakker setzt gegen Deutschland auf Attacke, um den Gegner zu überraschen und zu zerstören.“

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Bei dieser anti-deutschen Hetze wollen scheinbar auch große polnische Fußball-Ikonen nicht schweigend zusehen. So beleidigte Zbigniew Boniek die deutschen Kicker: "Polnische Spieler sind 16-mal intelligenter als die deutschen.“

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Screenshot von der Foto-Monatage aus "Fakt".Screenshot von der Foto-Monatage aus "Fakt".

Gesine Schwan ist fasssunglos

Gesine Schwan, Beauftrage der Bundesregierung für deutsch-polnische Beziehungen, ist entsetzt. "Es wäre bedauerlich, wenn jetzt wieder nationalistische Sprüche vom eigentlichen Ereignis, dem Sport, ablenken würden. Fußball ohne Stil und Respekt – das geht gar nicht“, sagte Schwan in der "Bild“-Zeitung.

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Beenhakker distanziert sich

Nach den Verbal-Attacken Bonieks und den geschmacklosen Angriffen polnischer Medien auf die DFB-Auswahl platzte Trainer Beenhakker der Kragen: "Das ist Scheiße. Da sieht man, was für kranke Menschen es in dieser Welt gibt. Ich distanziere mich total“, polterte der Niederländer. Und auch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger bemühte sich die Wogen zu glätten. "Die Polen sind unsere Nachbarn und Freunde. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Das Spiel findet am 8. Juni auf dem Platz statt, alles andere passiert nur, weil alle auf diesen 8. Juni warten.“

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UEFA kritisiert Berichterstattung

Mittlerweile hat sich sogar die UEFA eingeschaltet. "Das ist sicherlich nicht etwas, was wir begrüßen. Wir meinen, man sollte über Fußball reden. Wir wussten seit der Auslosung, dass diese Begegnung eine gewisse Brisanz mit sich bringt. Wir hoffen aber, dass das Geschehen auf dem Platz im Mittelpunkt stehen wird", sagte UEFA-Sprecher Robert Faulkner in Basel. Für den polnischen Botschafter in Deutschland, Marek Prawda, ist die ganze Angelegenheit eine "idiotische Geschmacklosigkeit". Das äußerte er in der Tageszeitung "Die Welt". "Ich wünsche dieser Zeitung alles Schlechte, möchte aber darauf hinweisen, dass die seriösen polnischen Medien diese Entgleisung in ihrer Berichterstattung ebenfalls geißeln", sagte Prawda.

Noch nie gegen Deutschland gewonnen

Indes fiebert ganz Polen dem Spiel gegen Deutschland entgegen. Schließlich konnte man bisher noch nie gegen das DFB-Team gewinnen. 1933 gab es das erste Duell beider Teams. Damals siegte Deutschland 1:0 in Berlin. Insgesamt spielten beide Teams 15 Mal gegeneinander, dabei kassierten die Polen elf Niederlagen, vier Mal trennte man sich remis. Kein Wunder, dass die Gier nach dem ersten Sieg über Deutschland in Polen schier grenzenlos scheint.    

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