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EM 2008: Hitzfeld will sich nicht zur Schweiz äußern

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Schweiz  

Hitzfeld will sich nicht zur Schweiz äußern

05.06.2008, 13:35 Uhr | dpa

Hitzfeld bei der offiziellen Vorstellung als Schweizer Nationaltrainer (Foto: imago)Hitzfeld bei der offiziellen Vorstellung als Schweizer Nationaltrainer (Foto: imago) Schweigen, lernen, loslegen. Ottmar Hitzfeld, der Schweizer Nationaltrainer in spé, hat sich während der Fußball-EM ein Schweige-Gelübde auferlegt. "Ich kenne die Schweizer Mannschaft nicht so gut", bekannte der bisherige Chefcoach des FC Bayern München. Bei der EURO wolle er deshalb die Chance nutzen, "die Spieler besser kennenzulernen". Hitzfeld will alle Partien der Eidgenossen, angefangen beim Eröffnungsspiel in Basel gegen Tschechien, im Stadion verfolgen. "Ich werde aber keine Kommentare abgeben", stellte er klar. Die erste Bewährungsprobe wird der große Trainer mit der kleinen Schweiz am 20. August beim Testspiel gegen Zypern haben.

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Frei: "Hitzfeld ist eine gute Wahl"

Dass die Autorität des Noch-Amtsinhabers Jakob Köbi Kuhn, der freiwillig seinen Rückzug nach der EM verkündet hatte, durch Hitzfeld Berufung leidet, glauben die Schweizer Spieler nicht. "Grundsätzlich ist es eine Entscheidung von Kuhn gewesen, nach der EM aufzuhören", sagte Kapitän Alexander Frei. "Es immer schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, wann einer aufhört und der neue bekanntgegeben wird." Kuhn habe immer noch Biss und sei hungrig auf Erfolg, Hitzfeld sei eine gute Wahl. "Er wird nicht nur die Nationalelf, sondern auch den Schweizer Fußball voranbringen", sagte der Dortmunder und gibt zu bedenken: "Hitzfeld trainiert aber erstmals eine Nationalmannschaft."

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Magnin freut sich auf Hitzfeld

Auch Ludovic Magnin (VfB Stuttgart) sieht Kuhn nicht als Auslauf-Modell. "Er hat in acht Jahren alles erreicht, was er erreichen sollte. Ich glaube nicht, dass es für die EM eine große Rolle spielt, dass danach jemand anderes kommt." Wichtig sei, dass die Schweiz nach dem legendären Köbi Kuhn "einen großen Trainer bekommt, der uns weiterentwickelt". Man könne froh sein, mit einem Mann zu arbeiten, der so viele Titel geholt hat. "Diese Möglichkeit haben nicht viele Mannschaften." Allerdings warnt Magnin vor zu hohen Erwartungen. "Als der Name Hitzfeld fiel, haben alle Schweizer gesagt: Jetzt werden sie Weltmeister, aber wichtig wird vor allem sein, dass frischer Wind hereinkommt." Im Betreuerstab ist das garantiert. Abgesehen von Kuhns Co-Trainer Michel Pont, der die Brücke zu den französisch sprachigen Profis schlägt, gibt es ein Revirement: Teammanager Adrian Knup wird ebenso gehen wie Torwarttrainer Erich Burgener und Medienchef Pierre Benoit.

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Enger Bezug zur Schweiz

"Jetzt bin ich doch noch Nationaltrainer geworden, weil auch der Zeitpunkt passte. Ich habe einen engen Bezug zur Schweiz", sagte Hitzfeld. Als Profi wurde er zweimal mit dem FC Basel Schweizer Meister (1972/73), spielte zudem beim FC Lugano und FC Zürich. Zudem begann beim SC Zug 1983 seine steile Trainerkarriere, die mit zwei Titelgewinnen (1990/91) bei Grasshopper Zürich ihren ersten Höhepunkt hatte. "Ich war 17 Jahre in der Schweiz tätig. Ich habe der Schweiz viel zu verdanken", meinte der 59-Jährige, der sein Aufgabe als Nationalcoach als "Herzensangelegenheit" bezeichnet.

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Riesiger Erwartungshaltung im Land

Und als Möglichkeit, auf hohem Niveau mit weniger Aufwand zu arbeiten. "Ich habe nur 15 und keine 60 Spiele mehr im Jahr, also kann ich mir die Kraft einteilen. Man wird ja auch älter", bekannte Hitzfeld. Aber er weiß, was von ihm erwartet wird: "Das Ziel ist die WM 2010. Die Erwartungshaltung ist jetzt riesig in der Schweiz, die kann ich fast gar nicht erfüllen." Das sei ein Risiko, "aber ich habe immer auch riskante Entscheidungen getroffen in meinem Leben."

Stichelei vom Kaiser

Dem Spott von Franz Beckenbauer ("Den WM-Titel wird er doch nicht auch noch holen!") begegnet Hitzfeld mit Humor: "Da hat er recht. Oder da wird er wahrscheinlich recht haben, sagen wir es so." Auf welcher Seite er emotional stehen wird, falls es zum EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und der Schweiz kommen sollte, ist für ihn eine schwierige Frage. "Ich bin immer noch deutscher Staatsbürger - und das will ich bleiben", antwortet er darauf diplomatisch.

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