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Sportgeschichte: Deutschland trifft bei der EM 2008 zum 16. Mal auf Polen

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Deutschland - Polen  

In Klagenfurt soll es übrigens wieder regnen...

06.06.2008, 13:12 Uhr | t-online.de

1:0 gegen Polen: Bernd Hölzenbein (li.) freut sich bei der WM 1974 mit Torschütze Gerd Müller über den Finaleinzug (Foto: imago)1:0 gegen Polen: Bernd Hölzenbein (li.) freut sich bei der WM 1974 mit Torschütze Gerd Müller über den Finaleinzug (Foto: imago) Wer an deutsche Auseinandersetzungen mit Polen denkt, bekommt automatisch feuchte Füße. Unweigerlich geht die Erinnerung zurück bis ins Jahr 1974 und die WM im eigenen Land. Als "Wasserschlacht von Frankfurt" ging das abschließende Treffen in der zweiten Finalrunde in die Geschichte ein. Den Kampf um den Platz im Endspiel gewannen die Gastgeber dank eines Tores von Gerd Müller knapp. 32 Jahre später gastierte die WM wieder im eigenen Land. Wieder ging es gegen die Polen um alles oder nichts. Zum Ende der Vorrunde war diesmal Dortmund der Schauplatz, und Deutschlands Anhang lag nach einer erneut knappen Entscheidung Oliver Neuville zu Füßen. Die waren trocken geblieben. Denn ein Regen wie seinerzeit am Main kommt nicht alle Tage vor.

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1972 gegen Polen auf dem Weg zum glanzvollen ersten EM-Triumph

In Klagenfurt bestreiten die Polen ihr erstes EM-Endrundenmatch überhaupt gegen den kleinen Nachbarn. Diese Einschätzung bezieht sich selbstverständlich auf die Geographie, keinesfalls auf das sportliche Kräfteverhältnis. Und doch führte eine EM-Auslosung den damaligen WM-Dritten schon einmal mit Polen zusammen. 1974 bereitete der Sieg über Polen den zweiten deutschen WM-Titelgewinn vor. Schon zwei Jahre zuvor aber standen 180 Minuten gegen die ehemals kommunistische Republik am Beginn des beeindruckenden Weges zum ersten EM-Triumph einer DFB-Auswahl.

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Maiers Fehler schnell korrigiert

Mit einem 3:1 in Warschau, als Keeper Sepp Maier durch einen schweren Fehler Robert Gadochas 1:0 ermöglichte, legte die Elf des Bundestrainers Helmut Schön am 10. Oktober 1971 die Grundlage fürs Viertelfinale. Fünf Wochen später genügte der mit Wolfgang Overath für den verletzten Günter Netzer aufgelaufenen deutschen Mannschaft im stürmisch-ungemütlichen Hamburg ein 0:0. Das Viertelfinale gegen England war erreicht. Wieder gab es ein 3:1 in der Fremde und ein 0:0 daheim. Doch diese Revanche für das WM-Finale von 1966 ist eine ganz eigene, legendäre Geschichte.

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Als Hoeneß erstmals versagt

Die zwischen Deutschen und Polen ging auf dem Fußballfeld schon während der WM 1974 weiter, das am 3. Juli in Frankfurt aber keines war. Trotz des unermüdlichen Einsatzes von mehreren Kilometern Feuerwehrschlauch und mehreren Wasserwalzen war von einem regulären Fußballspiel keine Spur. Die bärenstarken und vor allem technisch versierten Polen bewiesen, weshalb sie zwei Jahre zuvor in München Olympiasieger geworden und gegen Italien und Argentinien durch die WM-Vorrunde marschiert waren. Uli Hoeneß scheiterte - und das zwei Jahre vor Belgrad und seinem unvergessenen Fehlschuss im EM-Finale - nach 54 Minuten per Foulelfmeter. Hoeneß' Mannschaftskollege Gerd Müller erlöste in der 75. Minute letzten Endes die meisten der 62.000 Zuschauer. Schon zum 3:1 in Warschau drei Jahre zuvor hatte Müller einen Doppelpack beigesteuert.

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Unvergessen: Odonkor bedient Neuville

Deutscher Jubel nach einem 1:0 gegen Polen: Oliver Neuville 2006. Gerade hat er den polnischen Keeper Artur Boruc bezwungen. (Foto: imago)Deutscher Jubel nach einem 1:0 gegen Polen: Oliver Neuville 2006. Gerade hat er den polnischen Keeper Artur Boruc bezwungen. (Foto: imago) Oliver Neuville hieß der Erlöser am 14. Juni 2006 in Dortmund. David Odonkors schon legendäre Vorlage von der rechten Seite löste unter der Mehrzahl der 65.000 Beobachter im ehemaligen Westfalenstadion und landesweit eine Explosion der Gefühle aus. Dass die Energie aus diesem Nervenspiel nicht bis zum Titelgewinn trug, lag an italienischer Cleverness im Halbfinale - wieder in Dortmund.

Rohrkrepierer statt Feuerwerk zum Auftakt

Fast genau 28 Jahre vor dem dritten WM-Duell hatten Deutschland und Polen am 1. Juni 1978 die Welttitelkämpfe in Argentinien eröffnet. Dieser Langweiler zwischen dem Weltmeister und dem WM-Dritten vor 77.000 Zuschauern in Buenos Aires darf für den EM-Auftakt kein Maßstab sein. Und wenn, dann nur insofern, als sich jener "Fußball zum Abgewöhnen" nicht wiederholen sollte. Polens damaliger Nationaltrainer Jacek Gmoch traf mit seiner Analyse des 0:0 die Gefühlslage aller Beobachter. Sein Gegenüber Helmut Schön hatte es taktisch lediglich auf die Zerstörung der polnischen Angriffe abgesehen. Das gelang. Mehr aber auch nicht.

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Zahlen und Daten Infos zum polnischen Team

Die Länderspiele gegen Polen auf einen Blick

03.12.1933 in Berlin ............................ 1:0
09.09.1934 in Warschau ..................... 5:2
15.09.1935 in Breslau ......................... 1:0
13.09.1936 in Warschau ..................... 1:1
18.09.1938 in Chemnitz ...................... 4:1
20.05.1959 in Hamburg .......................1:1
08.10.1961 in Warschau .................... 2:0
10.10.1971 in Warschau .................... 3:1
17.11.1971 in Hamburg ..................... 0:0
03.07.1974 in Frankfurt ..................... 1:0 (WM)
01.06.1978 in Buenos Aires ............... 0:0 (WM)
13.05.1980 in Frankfurt/Main ............. 3:1
02.09.1981 in Königshütte ................. 2:0
04.09.1996 in Zabrze ......................... 2:0
14.06.2006 in Dortmund .................... 1:0 (WM)

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Gesamt

15 Spiele / 11 Siege / 4 Remis / 0 Niederlagen / 27:7 Tore

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