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Olympia 2008 - Irak  

Irak will um Olympia-Teilnahme kämpfen

06.06.2008, 13:51 Uhr | sid, dpa

Bei Olympischen Spielen können Sportler in Ausnahmefällen unter der Olympischen Flagge und nicht für einen Staat starten. (Foto: imago)Bei Olympischen Spielen können Sportler in Ausnahmefällen unter der Olympischen Flagge und nicht für einen Staat starten. (Foto: imago) Der Irak will um seine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Peking kämpfen. Bassem al-Husseini, der sportpolitische Berater von Ministerpräsident Nuri al-Maliki, sagte, eine Delegation werde demnächst nach Lausanne reisen, um das Internationale Olympische Komitee (IOC) noch umzustimmen. Das IOC hatte das Nationale Olympische Komitee (NOK) des Irak vorläufig suspendiert, weil die Regierung am 20. Mai das alte NOK aufgelöst und ein neues Komitee unter Leitung des Sportministers eingesetzt hatte. Dies verstößt gegen die Regeln der olympischen Charta.

Schicksal des früheren NOK-Präsidenten ungeklärt

Iraks NOK-Präsident Ahmed Al Samarrai war 2006 entführt worden, über sein Schicksal ist bis heute nichts bekannt. Der Eingriff der Regierung in die NOK-Autonomie sei jedoch unabhängig von der politischen Lage ein klarer Verstoß gegen die Olympische Charta, der in keiner Weise akzeptiert werde, befand die IOC-Exekutive. Erst kürzlich hatte der Fußball-Weltverband FIFA den irakischen Verband IFA aus ähnlichen Gründen ausgeschlossen. Dieser Beschluss wurde jedoch drei Tage später wieder aufgehoben, nachdem die irakische Regierung die alte IFA-Spitze wieder anerkannt hatte.

Jacques Rogge bereit für eine Lösung

IOC-Präsident Jacques Rogge signalisierte bereits die Bereitschaft zu einer Lösung. "Die Athleten sind unsere erste Priorität. Ich bin optimistisch, wir werden eine Lösung finden", sagte der Belgier in Athen, wo die IOC-Exekutive tagte. "Die Delegation wird die Entscheidung der Regierung erläutern und wir hoffen, dass das IOC positiv reagieren wird, damit der Irak in Peking teilnehmen kann", sagte Al-Husseini. Eine Wiedereinsetzung des alten NOK stellte er nicht in Aussicht.

Ost-Timor startete unter der IOC-Flagge

Der Irak hatte an den olympischen Sommerspielen 2004 in Athen teilgenommen. Die irakischen Athleten konnten damals allerdings keine Medaille erringen. Sollte die Regierung in Bagdad nicht einlenken, könnte der Irak nicht an den Sommerspielen teilnehmen. Denkbar wäre allerdings, dass irakische Sportler unter der IOC-Flagge starten. Eine entsprechende Regelung gab es zuletzt 2000 in Sydney für Ost-Timor.

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