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Podolskis Doppelpack zwingt Polen in die Knie

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Deutschland - Polen  

Podolskis Doppelpack zwingt Polen in die Knie

08.06.2008, 17:24 Uhr | t-online.de

Aus Klagenfurt berichtet Patrick Brandenburg

Podolski wird von seinen Mannschaftskollegen beglückwünscht (Foto: afp)Podolski wird von seinen Mannschaftskollegen beglückwünscht (Foto: afp) Es ist geschafft! Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einer überzeugenden Leistung und einem 2:0 (1:0)-Sieg gegen Polen erfolgreich in die EM gestartet. Vor 30.000 Zuschauern im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt dominierte die Elf von Bundestrainer Joachim Löw über weite Strecken das Spiel und feierte den ersten Sieg bei einer EM seit zwölf Jahren. Maßgeblich daran beteiligt war Lukas Podolski, der mit seinem Doppelpack (20., 72.) den Endstand herstellte. "Das gibt Sicherheit und Selbstvertrauen. Die Mannschaft hat sich diesen Sieg redlich verdient. Lukas hat zwei Tore gemacht und stark gespielt, aber die ganze Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt", sagte der Bundestrainer. Dieser Auftritt sollte Selbstvertrauen für das nächste Vorrundenspiel am Donnerstag gegen Kroatien geben. Bis dahin steht Deutschland auch an der Spitze der Tabelle in Gruppe B.

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Ballack: "Wichtig, mit einem Sieg zu starten"

"Wir waren hoch konzentriert und haben wenige Fehler gemacht. Wir haben das erste Tor gemacht, das war ganz wichtig. In der zweiten Halbzeit haben wir den Polen mehr Ballbesitz gestattet, aber dann haben wir das 2:0 gemacht und verdient gewonnen. Es ist immer wichtig, mit einem Sieg ins Turnier zu starten, das gibt Selbstvertrauen", sagte Kapitän Michael Ballack. Podolski warnte trotz aller Euphorie davor, sich jetzt schon im Viertelfinale zu wähnen: "Wir haben heute ein gutes Spiel hingelegt und jetzt muss es so weitergehen. Wir dürfen uns nicht ausruhen. Das war nur der erste Schritt." Polen-Coach Leo Beenhakker hat das Weiterkommen noch nicht abgeschrieben: "Natürlich sind wir enttäuscht, das ist aber normal. Ich habe einen Moment gedacht, dass wir unentschieden spielen könnten. Wir haben mental eine sehr starke Mannschaft. Das Turnier ist für uns noch offen."

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Schweinsteiger nur auf der Bank

Lange stand die Frage im Raum, wer die deutschen Außenpositionen im Mittelfeld besetzt. Löw ließ die Antwort bis kurz vor Anpfiff offen und entschied sich dann für die offensive Variante mit Lukas Podolski im linken Mittelfeld. Der Bremer Clemens Fritz kam auf der anderen Seite zu seinem ersten Einsatz bei einem großen Turnier. Leidtragender der Geschichte war zunächst Bastian Schweinsteiger, der sich trotz guter Leistungen im Training nur auf der Bank wiederfand. Neben dem gesetzten Miroslav Klose durfte Mario Gomez stürmen. Besonders die Hereinnahme von Podolski sollte sich auszahlen.

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Ballack und Co. machen sofort Druck

Das Wörthersee-Stadion, mit 30.000 Zuschauern ausverkauft, war fest in polnischer Hand. Auf dem Platz sah das ganz anders aus. Deutschland war sofort voll da, startete mit schnellem, druckvollem Offensivspiel. Die Kombinationen wirkten ballsicher, besonders Ballack zeichnet sich als übersichtiger Ballverteiler aus. Bereits in der fünften Minute hatte die DFB-Elf die große Chance auf die Führung. Nach einem Pass von Ballack in die Spitze war Klose frei durch. Doch der Münchner legte uneigennützig und zu steil aus Sturmpartner Gomez ab, der nicht mehr richtig an den Ball kam. Nur kurz darauf machte er seinen Fehler eindrucksvoll wieder wett: Nach einem schönen Steilpass von Gomez in der 20. Minute war Klose wieder durch, legte wieder ab, doch diesmal versenkte Podolski den Ball zur überfälligen Führung im Netz. "Wir haben einige Male ganz hervorragend in die Spitze gespielt", bemerkte auch Löw.

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Deutsche Defensive mit Anfangsproblemen

Was im Aufbau funktionierte, wirkte in der Hintermannschaft zunächst wenig sattelfest. In mehreren Szenen war die fehlende Abstimmung zwischen dem lange verletzten Metzelder und seinem Partner Mertesacker zu erkennen. Auch Lehmann wirkte zunächst unsicher. Smolarek hätte solch ein Abstimmungsproblem in der 14. Minute fast zur polnischen Führung genutzt, doch Lehmann klärte rechtzeitig mit dem Fuß. Ansonsten kam von den Polen herzlich wenig. Auch deswegen, weil sich die deutsche Defensive im Laufe der Spielzeit stabilisierte. Die beste Chance des Teams von Trainer Beenhakker in Hälfte eins resultierte aus einer unglücklichen Grätsche von Jansen (35.). Der Ball prallte zu Lobodzinski, dessen Hereingabe Zurawski aus sieben Metern am langen Eck vorbei schob. Lehmann hätte nicht eingreifen können.

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Polen nach der Pause im Vorwärtsgang

In der Halbzeitpause schien Beenhakker jedoch die richtigen Worte gefunden zu haben. Nach Wiederanpfiff hatten die Polen mehr vom Spiel, die Deutschen reagierten nur in der Defensive. Besonders den gebürtige Brasilianer Guereirro, der für Zurawski kam, sorgte für Schwung in der polnischen Offensive. In dieser Phase musste Löw auch den starken Fritz durch Schweinsteiger ersetzen (55.). Der Bremer hatte Rückenprobleme signalisiert. Die DFB-Elf verlor die Ordnung und gab das Spiel mehr und mehr aus der Hand. Vor allem Ballacks Leistung fiel gegenüber dem ersten Durchgang deutlich ab. "Ende der ersten Halbzeit haben wir uns zu weit fallenlassen und waren nicht mehr so kombinationssicher. Aber die Mannschaft hat viele Dinge hervorragend umgesetzt", sagte Löw.

Zahlen und Daten Infos zum deutschen Team
Zahlen und Daten Infos zum polnischen Team

Podolski ist "Man of the Match"

Doch dann war es der Gescholtene, der die DFB-Elf wieder zum Leben erweckte. Mit einem Hammer zwang der Kapitän den polnischen Schlussmann Boruc zu einer Glanzparade (70.). Nur zwei Minuten später wieder ein Hammer: diesmal von Podolski und diesmal ins Tor. Nach schöner Vorarbeit von Schweinsteiger und einem misslungenen Abschluss von Klose knallt der 23-Jährige den Ball aus etwa zwölf Metern mit links zum Endstand ins linke obere Eck. Der gebürtige Pole, der in der Bundesliga bei den Bayern meist nur auf der Bank saß, wurde nach dem Spiel zum "Player of the Match" gewählt.

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