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Großer Preis von Kanada: BMW-Sauber auf dem Weg in den siebten Himmel

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GP von Montreal  

BMW-Sauber auf dem Weg in den siebten Himmel

09.06.2008, 10:46 Uhr | t-online.de

Aus Montreal berichtet Elmar Brümmer

Freut sich über seinen Sieg in Montreal: Robert Kubica (Foto: Reuters)Freut sich über seinen Sieg in Montreal: Robert Kubica (Foto: Reuters) Deutschland gegen Polen 2:0, Deutschland mit Polen auch: Robert Kubica und Nick Heidfeld haben dem Rennstall BMW-Sauber beim Großen Preis von Kanada den ersten Sieg in der noch jungen Teamgeschichte beschert – und die Formel 1 hat plötzlich einen neuen Favoriten bekommen. Nur 29 Anläufe brauchte der 23-Jährige aus Krakau, um sich nicht nur im siebten Rennen der Saison und im eigenen Team auf die Nummer-Eins-Position zu schieben, sondern auch in der Weltmeisterschafts-Wertung. Um Chaos und Spannung gleichermaßen zu produzieren, braucht diese Formel 1 eigentlich gar keinen Max Mosley.

Fotos, Fotos, Fotos Die besten Bilder vom Rennen in Montreal

Rennen in Montreal Doppelsieg für BMW-Sauber - Kubica triumphiert
Ergebnisse Das Rennen im Überblick

Glanzvolles Rennen von Nick Heidfeld

Für das Hochgefühl bei BMW-Sauber und vor allem beim WM-Führenden gibt es eine ganz einfache Begründung: Kubica macht einfach weniger Fehler als alle anderen und steht deshalb zu Recht an der Spitze. Am Sonntag blieb der Pole erneut fehlerfrei, so wie in den Rennen zuvor. Wenn die Mischung aus Strategie und Rennglück dann noch stimmt, kommt ihm selbst Nick Heidfeld nicht bei, der im Übrigen ein ebenso glanzvolles Rennen unter schwierigen Bedingungen abgeliefert hat, aber am Ende mit der kleineren Blumenvase vorlieb nehmen musste. Ein bittersüßer Moment für die treue Seele aus Mönchengladbach.

Fahrerwertung Kubica übernimmt die Führung
Teamwertung Ferrari noch knapp vorne

Hamilton spielt BMW in die Karten

Die Schützenhilfe für den BMW-Erfolg kam ausgerechnet vom Rivalen McLaren-Mercedes. Lewis Hamilton, der auf der Strecke seines ersten Grand-Prix-Sieges nach dem ersten Renndrittel wieder wie der sichere Sieger aussah, hatte das Geschehen in der Boxengasse einmal mehr nicht im Griff. Das hat ihn im letzten Jahr in Shanghai schon den Titel gekostet, diesmal bringt ihm die verunglückte Aktion in Runde 19 zusätzlich Häme ein – und beim nächsten Rennen eine Rückstufung um zehn Startplätze. Ohne es richtig zu begründen und ohne einen großen Ausdruck des Bedauerns war er nach dem Boxenstopp während der Safety-Car-Phase dem Ferrari von Kimi Räikkönen ins Heck gebrettert. Der Finne hatte – wie Robert Kubica – die blinkende Ampel an der Ausfahrt gesehen und gehalten. Hamilton sah das Rot erst, als er schon im Getriebe des Weltmeisters steckte. Kubica, der bei aller Nüchternheit im Tun und im Ausdruck um keinen Witz verlegen ist, sagte später: "Ich muss mich bei Lewis bedanken, dass er sich Kimi ausgesucht hat und nicht mich."

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Kubica: "Ich muss mit gar nichts fertig werden"

Es ist eine dieser wunderbaren Kurven des Motorsport-Schicksals, die Kubica ausgerechnet an der Stelle triumphieren lassen, an der er im Vorjahr fast sein Leben gelassen hätte. Dem mentalen Druck, der bei der Wiederbegegnung vor allem von außen auf ihn ausgeübt wurde, begegnete er mit einer nicht gespielten Gleichgültigkeit: "Ich muss mit gar nichts fertig werden", sagte er vor dem Rennen. Hinterher tilgte der Erfolg auch die restlichen Erinnerungen. Nur sein Vorgesetzter Mario Theissen hat eine Veränderung seit dem Horror-Crash ausmachen können, eine zutiefst positive: "Robert ist schneller geworden seit damals, ich glaube, dass sein Vertrauen in die Sicherheit des Autos gestiegen ist." Sein eigenes Gemüt scheint ohnehin aus Kohlefaser zu bestehen.

Foto-Show Kubicas Horror-Crash
Archiv Videos zur Formel-1-Saison 2008

Gewinn des Weltmeistertitels ist möglich

Trotzdem ist sich der BMW-Motorsportdirektor ganz sicher, dass der neue Stern am Formel-1-Himmel - der erste, der im Osten Europas aufgegangen ist - sich auch durch den Überraschungs-Erfolg nicht vom Weg abbringen lässt: "Dazu gehört, dass er sich nicht von seinem Weg abbringen lassen will", sagt Theissen und ist sich dessen bereits sicher: "Robert wird morgen nicht anders aufstehen als heute. Er wusste, dass der Sieg passieren kann. Jetzt ist es passiert - und basta." Ablenkungen kennt er nicht, und wenn er mal Urlaub macht, verbringt er den auf der Kartbahn. Robert Kubica steht jetzt erstmals da, wo er sein ganzes Leben lang hin wollte - und er wird alles tun, um dort zu bleiben. Der letzte Meilenstein für BMW ist der Gewinn des Weltmeistertitels. Der steht zwar erst für 2009 auf dem Marschplan, aber die neue Nummer eins hat am eigenen Leib erfahren: "In der Formel 1 ist alles möglich." Und falls mal nicht, scheinen sich in München und in Hinwil Menschen zusammengefunden zu haben, die es möglich machen.

Ergebnis Qualifying in Montréal
Ergebnis Drittes Training in Montréal
Ergebnis Zweites Training in Montréal
Ergebnis Erstes Training in Montréal

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