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Österreich: Gastgeber reden sich Niederlage gegen Kroatien schön - EM 2008

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EM 2008 - Österreich  

Österreich redet sich stark

09.06.2008, 16:07 Uhr | dpa

Blickt optimistisch auf die kommenden Spiele: Roman Kienast (Foto: Reuters)Blickt optimistisch auf die kommenden Spiele: Roman Kienast (Foto: Reuters) Die einen suchten die Schuld beim Schiedsrichter, die anderen redeten sich stark: Nach der verpatzten EM-Premiere verdrängte Gastgeber Österreich seine eigenen Schwächen und trat die Flucht nach vorne an. "Jetzt schlagen wir halt Polen und die Deutschen", sagte Stürmer Roman Kienast nach der Auftaktpleite gegen Kroatien: "Wir sind nicht die schlechteste Mannschaft der EM."

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Ivanschitz: "Haben noch eine zweite Chance"

20 starke Schlussminuten nach einer phasenweise EM-unwürdigen Leistung reichten, um beim krassesten Außenseiter der EM-Geschichte Zuversicht für die kommenden Aufgaben gegen Polen und Rekord-Europameister Deutschland zu wecken. "Diesen guten Fußball hat von uns niemand erwartet", sagte Mittelfeldspieler Andreas Ivanschitz: "Die EM ist für uns noch nicht vorbei. Wir haben noch eine zweite Chance."

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Herzog sieht Leistung positiv

Dass der Weltranglisten-92. vor allem in der ersten Halbzeit schlimmste Befürchtungen bestätigte und nur dank der Passivität der Kroaten nicht höher zurücklag, ignorierten die Austria-Kicker geflissentlich. "Wir hätten dieses Spiel gewinnen müssen", behauptete der Bremer Bundesliga-Profi Martin Harnik: "Es zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Spiele: Wir bringen gute Leistungen, und stehen am Ende mit leeren Händen da." Teammanager Andreas Herzog sagte gar: "Man hat gesehen, dass Österreich wieder über Klassespieler verfügt."

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Österreicher hadern mit dem Schiedsrichter

Diese "Klassespieler" hatten allerdings bereits nach gut drei Minuten den keineswegs überzeugenden Kroaten den Führungstreffer geschenkt: Der Salzburger Rene Aufhauser rannte im Strafraum den Hamburger Ivica Olic über den Haufen, ein "patschertes Foul", wie der "Standard" schrieb. Und Jungstar Luka Modric verwandelte den Elfmeter, den viele Österreicher in Zweifel zogen. "Pfeift ein Schiri so einen Elfer gegen Deutschland oder Italien, bekommt er international kein Spiel mehr", behauptete Mittelfeldspieler Joachim Standfest. Und England-Legionär Emanuel Pogatetz ergänzte: "Ich glaube, wir hätten diesen Elfmeter nicht bekommen." Selbst am Tag danach schimpfte noch ein Radio-Reporter über die angebliche Fehlentscheidung des Niederländers Pieter Vink und verkündete: "Wir kriegen auch noch seine Adresse raus."

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Aufmunternder Applaus der Fans

Trotz der Schiedsrichterschelte und der übertrieben positiven Selbsteinschätzung blieb am Ende der Eindruck, dass der Co-Gastgeber froh war, auf den Tag genau 100 Jahre nach der höchsten Länderspielpleite (1:11 gegen England) kein Debakel erlebt zu haben. "Österreich hat sein erstes EM-Endrundenspiel der Geschichte knapp, aber keineswegs blamabel verloren", schrieb der "Standard". Trainer Josef Hickersberger war damit zufrieden, dass sein Team "bis zur 90. Minute topfit war - das macht mich zuversichtlich". Die etwa 25.000 Österreicher unter den 51.428 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion, die zwischenzeitlich erschrocken verstummt waren, verabschiedeten Ivanschitz und Co. mit aufmunterndem Applaus.

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Krankl: Österreich hat zu spät gewechselt

Hickersberger musste sich nach dem misslungenen Start aber auch unangenehme Fragen gefallen lassen. Warum er erst in der Schlussphase Altstar Ivica Vastic und den Neu-Frankfurter Ümit Korkmaz brachte, die prompt für Schwung sorgten, begründete er mit der Klasse des Gegners: "Gegen so viel Erfahrung und Klasse kann man nicht von Beginn an so viel Risiko spielen." Österreichs Fußball-Idol Hans Krankl verstand die Vorsicht nicht. "Ich behaupte, dass wir viel zu spät auf Offensive umgeschaltet haben", schrieb der Held von Cordoba in der Tageszeitung "Österreich", die Einwechselungen seien "zu spät" vorgenommen worden.

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