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Klagenfurt: Nazi-Parolen trüben friedliche EM-Feiern

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EM 2008  

Nazi-Parolen trüben friedliche EM-Feiern

09.06.2008, 17:44 Uhr | sid

Die Polizei nimmt einen Störenfried in Gewahrsam. (Foto: dpa)Die Polizei nimmt einen Störenfried in Gewahrsam. (Foto: dpa) Die Nazi-Parolen deutscher Hooligans haben die weitgehend friedlichen und fröhlichen Fan-Feste am ersten EM-Spieltag in Klagenfurt getrübt. Insgesamt zogen die Behörden nach dem 2:0-Sieg der DFB-Elf gegen Polen aber eine positive Bilanz. "Die Sicherheitskräfte hatten die Lage überall im Griff, in und um das Stadion herum gab es keine besonderen Vorfälle. Wir sind insgesamt alle sehr zufrieden", sagte DFB-Sicherheitschef Helmut Spahn nach einer Lagebesprechung mit der Klagenfurter Polizei.

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Freigelassene Hooligans bleiben unter Beobachtung

Am Sonntagabend war eine Stunde vor dem Anpfiff eine größere Gruppe deutscher Hooligans durch die Innenstadt marschiert und hatte rechtsradikale und fremdenfeindliche Parolen gegen polnische Fans skandiert. Bevor die Situation eskalierte, schritt die Polizei ein. Insgesamt wurden nach Angaben der Klagenfurter Behörden 157 Personen, darunter 144 Deutsche und 10 Polen, festgenommen. Bis zum Montagnachmittag waren davon nur noch zwei Personen in Untersuchungshaft. Die freigelassenen Hooligans stünden aber weiterhin unter Beobachtung.

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Fanforscher: "System hat hervorragend funktioniert"

"Die Polizei hat gezeigt: 'Leute, seid euch darüber im Klaren: Wir haben euch im Blick'", sagte Spahn. Auch der renommierte Fanforscher Gunter A. Pilz wertete die Polizeiarbeit in Klagenfurt als Erfolg. "Das System hat hervorragend funktioniert, das Sicherheitskonzept greift", sagte der Sportsoziologe der Universität Hannover, der auch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Sicherheitsfragen berät. Ereignisse wie die in Klagenfurt seien nicht zu verhindern, sagte Pilz, nach dem Wochenende könne man aber optimistisch sein: "Wenn das zweite Spiel der deutschen Mannschaft in Klagenfurt gegen Kroatien, das ich wegen der Nähe Kroatiens zum Spielort als noch brisanter einschätze, über die Bühne gebracht ist, kann man sich etwas entspannen."

Gute Zusammenarbeit mit deutschen und polnischen Beamten

Konrad Kogler, Sprecher des österreichischen Innenministeriums, wehrte sich gegen den Vorwurf, die Krawallmacher hätten erst gar nicht ins Land einreisen dürfen. "Allein das Wissen, dass jemand gewaltbereit ist, reicht nicht für eine Zurückweisung an der Grenze aus." Dass die Situation deeskaliert werden konnte, verdankte die Polizei auch der guten Zusammenarbeit mit szenekundigen Beamten aus Deutschland und Polen, sagte Kogler.

Gewaltbereite Randalierer zurückgewiesen

Abgesehen von den Vorfällen in Klagenfurt feierten nach Polizeischätzungen 270.000 Fans auf den großen Public-Viewing-Veranstaltungen überwiegend friedlich den EM-Auftakt in Österreich. Allein in Wien zog es 150.000 Anhänger zu den Großbild-Leinwänden. Insgesamt gab es landesweit nur 206 Festnahmen. Unterdessen sind 30 Hooligans am Wochenende von Schweizer Grenzpolizisten an der deutschen Grenze zurückgewiesen worden. Die als gewaltbereit bekannten Randalierer wollten mit einem Bus beim Grenzübergang bei Basel in das Mit-Gastgeberland der EM einreisen.

Deutsche Polizei muss in Frankfurt/Oder eingreifen

Auch in Deutschland verliefen die Fan-Feiern zumeist friedlich. Zwischenfälle wurden aus Frankfurt/Oder, Hamburg und Hagen gemeldet. In Frankfurt/Oder näherte sich nach dem Schlusspfiff eine Gruppe von rund 300 polnischen Rowdys der Grenzbrücke. Als die Horde von polnischen Sicherheitskräften nicht gestoppt werden konnte, griff die deutsche Polizei ein und verhinderte deren Einreise nach Deutschland. Eine zeitgleiche Ansammlung deutscher Hooligans auf der anderen Seite wurde aufgelöst.

Äußerst aggressive Gruppen in Hagen

In Hamburg feierten knapp 40.000 Fans auf dem Heiligengeistfeld eine friedliche Fanparty, nach Spielende kam es aber an der Reeperbahn zu Auseinandersetzungen. 13 Personen wurden fest-, 17 in Gewahrsam genommen. Im nordrhein-westfälischen Hagen standen sich nach Polizeiangaben äußerst aggressive Gruppen von 150 polnischen und 300 deutschen Hooligans gegenüber. Mit Unterstützung Dortmunder Beamten wurden beide Gruppen getrennt.

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