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Ronaldo führt Portugal ins Viertelfinale

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Tschechien - Portugal  

Ronaldo führt Portugal ins Viertelfinale

11.06.2008, 18:51 Uhr | dpa

Cristiano Ronaldo macht gegen Tschechien sein erstes Tor der EM. (Foto: Reuters)Cristiano Ronaldo macht gegen Tschechien sein erstes Tor der EM. (Foto: Reuters) Die Superstars Deco und Cristiano Ronaldo haben Portugals Zauber-Fußballer als erstes Team ins EM-Viertelfinale geführt. Mit ihren Treffern in der 8. und 63. Minute ebneten die Offensiv-Asse im Spitzenspiel der Gruppe A in Genf den Weg zum 3:1 (1:1)-Erfolg über Tschechien. Joker Ricardo Quaresma (90.+1) machte alles klar. Während die Iberer (sechs Punkte) nach der gelungenen Revanche für das Viertelfinal-Aus bei der EURO 1996 und dank der Schützenhilfe durch die Türkei (drei Zähler - 2:1 gegen die Schweiz) gegen die damit ausgeschiedenen Eidgenossen die nächste Runde sicher haben, müssen die Tschechen (drei Punkte) noch um den Sprung unter die besten Acht bangen. Libor Sionkos Tor (17.) war zu wenig, um die erste Länderspiel-Niederlage gegen die Portugiesen seit dem 14. Oktober 1984 zu verhindern.

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Meira: "Wollen unbedingt Gruppensieger werden"

"Portugal kann weiter vom EM-Titel träumen", schwärmte die portugiesische Fußball-Legende Eusebio nach dem Sieg. Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari stellte erfreut fest: "Wir sind jetzt um einiges relaxter, wir sind unter den besten Acht von Europa, aber natürlich wollen wir mehr." Für Ronaldo ist seine Mannschaft zwar noch kein EM-Favorit, "aber wir haben eine Truppe mit einem tollen Teamgeist. Und wir können auch mit den guten Teams mithalten." Und der Stuttgarter Bundesliga-Profi Fernando Meira betonte: "Jetzt wollen wir unbedingt Gruppensieger werden." Tschechiens Abwehrchef Tomas Ujfalusi erwartet, dass sein Team trotz des Rückschlags am Sonntag gegen die Türkei das angepeilte Viertelfinale erreichen wird. "Wir haben die Kraft und wissen, dass wir es im letzten Spiel schaffen können."

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Koller und Jarolim nur auf der Bank

Vor dem Aufeinandertreffen der beiden Sieger der Auftaktpartien hatte Tschechen-Coach Karel Brückner zwei Überraschungen parat: Die Bundesliga-Profis Jan Koller und David Jarolim fanden sich zum Anpfiff bei den Reservisten wieder. Während für den HSV-Profi Jarolim diesmal Marek Matejovsky zum Zuge kam, verdrängte der EM-Toptorjäger von 2004, Milan Baros, den beim 1:0 gegen die Schweiz blass geblieben Koller. Dagegen sah Brückners Kollege Scolari nach dem glanzvollen 2:0 über die Türkei keinen Anlass für Umstellungen.

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Auftakt nach Maß für Portugal

Und dieses Vertrauen schien seine Sieger-Elf gleich rechtfertigen zu wollen. Denn schon die erste gelungene Kombination führte zur frühen Führung, wobei Torschütze Deco auch Glück hatte, dass Torhüter Petr Cech ihm den Ball beim Rettungsversuch unfreiwillig mit dem Fuß vorlegte. Die Tschechen zeigten sich vom zweitschnellsten Treffer dieser EURO aber wenig beeindruckt und suchten nun ihrerseits die Offensive. Dies wurde rasch belohnt, als der sträflich freistehende Sionko nach Jaroslav Plasils Ecke nur noch den Kopf hinhalten musste.

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Zauberfußball kommt nicht zur Entfaltung

Damit war der portugiesische Glanz vorerst verflogen. Das Niveau der Partie verflachte, weil die Tschechen nach ihrem Tor einen Gang herunterschalteten und sich wieder auf die von Brückner ausgegebene Taktik des aggressiven Zerstörens konzentrierten. Das schmeckte den gegnerischen Ballkünstlern gar nicht: Allein Ronaldo (25./42./45.+1) hatte gute Szenen, scheiterte aber mit Distanzschüssen an Cech.

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Ronaldo ist zur Stelle

Nach Wiederanpfiff verstärkten die Portugiesen ihre Offensiv-Bemühungen. Und sofort stellten sich gute Einschussmöglichkeiten ein. Nuno Gomes (52./55.) und Simao (58.) trafen aber ebensowenig wie auf der Gegenseite in seinem 70. Länderspiel Ujfalusi (62.), der für die bei Standardsituationen gefährlichen Osteuropäer nach einem Freistoß knapp vorbeiköpfte (62.). Im Gegenzug war es Ronaldo vorbehalten, die Zeichen auf Sieg zu stellen. Der Jungstar, bei dem diesmal Licht und Schatten wechselten, traf mit einem strammen Flachschuss. Und nachdem Sionko (87.) die Topchance zum 2:2 vergeben hatte, bereitete Ronaldo auch noch die Entscheidung durch Quaresma gekonnt vor.

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