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Deutschland - EM 2008: Gegenwind für den netten Herrn Löw

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Gruppe B - Deutschland  

Gegenwind für den netten Herrn Löw

14.06.2008, 14:00 Uhr | t-online.de

Aus Tenero berichten Norman Gosch und Patrick Brandenburg

Nicht oft erlebt man Joachim Löw derart nachdenklich. (Foto: dpa)Nicht oft erlebt man Joachim Löw derart nachdenklich. (Foto: dpa) Am Morgen danach war es soweit für den Bundestrainer: Das Medienzentrum der deutschen Nationalmannschaft in Tenero wandelte sich im Schatten der Kroatien-Pleite von der Showbühne eines gefeierten Mitfavoriten zur Verhörstube. Zum ersten Mal in seiner DFB-Karriere musste sich Joachim Löw die Frage gefallen lassen, die auf jeden Trainer irgendwann zukommt: "Werden Sie im Falle des frühen Scheiterns den Weg mit dem Team weitergehen?“ Zwei Jahre eitel Sonnenschein sind nach nur einer Pleite vorbei. Aus dem netten, unangreifbaren Herrn Löw ist ein ganz simpler Trainer unter Druck geworden.

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Zwanziger stellt sich vor den Trainer

"Jetzt geht es auch um seinen Job“, titelt schon der Boulevard und bringt Matthias Sammer als möglichen Nachfolger ins Gespräch, sollte Deutschland die Todesgruppe für Fußballzwerge mit Österreich, Kroatien und Polen nicht überstehen. Soweit ist es natürlich nicht und der Deutsche Fußball-Bund in Person von Theo Zwanziger ist klug genug, nach nur einem Misserfolg nicht alles in Frage zu stellen. Aber alleine die Tatsache, dass der DFB-Präsident ohne Not als Feuerwehrmann auftritt und dem Angestellten Löw das Vertrauen bis 2010 ausspricht, ist erstaunlich. So viel ist sicher: Die erst 3. Niederlage im 24. Spiel seiner Amtszeit war zugleich die schwerste des obersten deutschen Fußball-Tüftlers.

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Löw gesteht Fehler ein

"Jeder muss sich nach diesem Spiel hinterfragen, auch ich“, gibt der Bundestrainer freimütig eigene Fehler zu. "Personell ist die eine oder andere Entscheidung nicht aufgegangen.“ Dem Konstruktionsfehler, den wesentlich spielstärkeren Kroaten die gleiche Mannschaft wie gegen Polen entgegenzustellen, folgte der Missgriff bei den Ersatzspielern. Die Auswechslung des völlig überforderten Marcell Jansen kam viel zu spät, und in David Odonkor, der als Konterspezialist extrem von guten Anspielen abhängig ist, wählte der Coach die falsche Alternative. "Er konnte sich nicht wie erhofft in Szene setzen“, gestand Löw.

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Leise Kritik vom Capitano

"Man konnte schon in den ersten zehn Minuten spüren, dass wir nicht wie gewohnt unser Tempo aufnehmen“ - reagiert hat Deutschlands Trainerstab aber erst zur Pause. Auch Löws Festhalten an bewährten Kräften macht ihn nun in der Niederlage angreifbar. Dass er insbesondere bei Jens Lehmann und Christoph Metzelder trotz massiver Probleme weiter Verdienst vor Leistung stellt, wird auch teamintern inzwischen zum Problem. Kapitän Ballack kritisiert: "Natürlich wollen wir unser Spiel durchsetzen, aber man muss schon auf die aktuelle Form von Spielern schauen. Darüber darf man nicht hinweggehen."

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Stinkstiefel im Team?

Außerdem scheint dem Bundestrainer ein wenig das Gespür für die Stimmung abhanden gekommen zu sein. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Mannschaft überheblich oder arrogant ins Spiel gegangen wäre.“ Einige Führungsspieler haben hierzu eine andere Meinung. "Vielleicht hat der eine oder andere nach dem Auftaktsieg schon geglaubt, im Viertelfinale zu sein“, ließ Philipp Lahm verlauten. Während der Bundestrainer noch den Teamgeist lobt, berichten die bunten Blätter schon über Stinkstiefel im DFB-Kader.

Reifeprüfung Österreich

So wird schon das letzte Vorrundenspiel gegen Österreich auch für den Bundestrainer zur ganz persönlichen Reifeprüfung. Eine historische Niederlage, ein zweites Cordoba, würde zumindest einen langen Schatten auf eine bislang glänzende Amtszeit werfen.

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