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Frankreich - Italien: Ribéry sagt Toni einen heißen Kampf an | EM 2008

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Frankreich - Italien  

Ribéry sagt Toni einen heißen Kampf an

16.06.2008, 14:31 Uhr | dpa

Egal, wie das Spiel ausgeht: Ribéry und Toni bleiben dicke Freunde. (Foto: imago)Egal, wie das Spiel ausgeht: Ribéry und Toni bleiben dicke Freunde. (Foto: imago) Aus dem Bundesliga-Himmel in die EM-Hölle. Franck Ribéry leidet unter einem Zidane-Komplex, Luca Toni hat Ladehemmung und Holländer können sie beide nicht mehr sehen. Bayern Münchens Bundesliga-Heroen stehen in der Neuauflage des WM-Endspiels vor einem packenden Duell um ihre letzte EM-Chance. Mit aller Macht stemmen sich die beiden entzauberten Freunde gegen die EM-Blamage. In ihrem Züricher Showdown (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker) gibt es keine Gnade: "Das wird ein heißer und harter Kampf", kündigte Frankreichs Spielmacher Ribéry an.

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Nur ein Sieg zählt

Für Italiens Torjäger Toni ist die Konstellation vor dem alles entscheidenden letzten Spiel in der Gigantengruppe C ein Alptraum: "Alles, nur das nicht", hatte der Sturm-Hüne vor dem Turnier gefleht. "Gegen Franck will ich nicht mehr auf Punkte angewiesen sein", sagte der 31-Jährige. Beide müssen gewinnen und zudem auf Schützenhilfe der Niederlande gegen Rumänien hoffen. Sonst heißt es Koffer packen. Weltmeister und Vize-Weltmeister draußen - das wäre eine Götterdämmerung von Wagnerschen Ausmaßen und für die beiden Stars eine persönliche Demütigung.

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Toni glaubt fest ans Viertelfinale

Die Last auf ihren Schultern ist tonnenschwer. Beide Teams klammern sich an ihre Stars. Italiens Teammanager Gigi Riva versuchte den bislang trotz unzähliger Chancen noch erfolglosen Toni vor dem "Finale furioso" gegen den Angstgegner deshalb aufzubauen. "Luca ist der beste Mittelstürmer der EM", lobte der frühere Weltklassestürmer Italiens einzigen Stammspieler im Angriff. Auch Trainer Roberto Donadoni hält zu "Grande Toni". "Ich glaube fest an den Einzug ins Viertelfinale", sagt der Münchner. Aber es klingt so, als wolle er sich damit vor allem selbst Mut machen. In 46 Spielen hat er für die Bayern in der vergangenen Saison 39 Tore erzielt. Für die Squadra Azzurra traf er in 35 Spielen dagegen nur 15 Mal.

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Ribéry: "Zizou fehlt uns"

Nicht viel besser erging es bislang Ribéry. Beim 0:0 gegen Rumänien blieb er auf dem rechten Flügel blass. Beim 1:4 gegen die Niederlande durfte der Shootingstar bei der WM 2006 zwar wunschgemäß als Spielmacher agieren, konnte das Debakel als bester Franzose auf dem Platz aber auch nicht verhindern. "Den Schock haben wir überwunden", sagt Ribéry. Was ihn aber weiter wurmt, sind die ewigen Fragen nach Zinédine Zidane. "Er war ein großer Fußballer, aber er spielt nicht mehr", antwortete Ribéry vor dem Schicksalsspiel sichtlich gequält. "In solch schwierigen Momenten fängt man immer an, über die ehemaligen Spieler zu sprechen." Auch maße er sich nicht an, ein zweiter Zidane zu sein. "Zinédine ist einmalig. Und ich werde sicher nicht versuchen, ihn zu kopieren", sagte der 25-Jährige. Der Schatten des legendären Zizou ist übergroß. "Zizou fehlt uns", gibt Ribéry denn auch (ungern) zu - und fügt mit einem Lächeln an: "Vielleicht würde er sich den Ball schnappen und drei Tore schießen."

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"Wenn wir Toni stoppen, haben wir eine Chance"

Gegen Italien führt der Erfolg für den schnellen Franzosen mit den genialen Pässen nur über die Ausschaltung seines Freundes. "Wenn wir Toni stoppen, haben wir eine gute Chance", glaubt Ribéry. Sein Bayern-Kollege sei ein "ausgezeichneter Stürmer". "Und dass er bislang noch nicht bei der EM getroffen hat, macht ihn nur noch gefährlicher", fürchtet er. "Hoffentlich macht er nicht ausgerechnet gegen uns sein erstes Tor", fleht Ribéry, der Toni - zum Leidwesen der Italiener - besser kennt und bedient als Italiens Regisseur Andrea Pirlo.

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Freundschaft leidet nicht

Ribéry macht sich nichts vor. Auch wenn Frankreich seit 30 Jahren nicht mehr in regulärer Spielzeit gegen den Erzrivalen verloren hat, wird es diesmal verdammt schwer: "Wir müssen einfach daran glauben", sagt Ribéry. Ihre Freundschaft leide im übrigen unter dem für die beiden unangenehmen Duell im Letzigrundstadion nicht: "In den letzten Tagen haben wir uns regelmäßig SMS geschickt", verriet der Franzose.

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