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Michael Ballack erlöst das deutsche Team

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Österreich - Deutschland  

Michael Ballack erlöst das deutsche Team

16.06.2008, 22:13 Uhr | t-online.de

Aus Wien berichtet Patrick Brandenburg

Michael Ballack, Arne Friedrich und Christoph Metzelder (v.l.n.r.) jubeln. (Foto: ddp) Der Traum vom Titelgewinn bei der Europameisterschaft lebt weiter: Deutschland gewann das entscheidende Spiel der Gruppe B gegen Österreich 1:0 (0:0) und zieht als Zweiter hinter Kroatien ins Viertelfinale ein. Dort trifft die DFB-Elf am Donnerstag in Basel auf Portugal. Das erlösende Tor in Wien erzielte Kapitän Michael Ballack per Freistoß in der 49. Minute. "Es war klar, dass wir nicht locker und gelöst auftreten würden. Dafür stand zu viel auf dem Spiel. Aber wir haben einen großen Fight geliefert und verdient gewonnen", sagte Ballack.

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Gomez vergibt Riesenchance

Österreichs Trainer Josef Hickersberger setzte vor 51.428 Zuschauern im Ernst-Happel-Stadion auf Offensive, brachte mit Ümit Korkmaz, Erwin Hoffer und Martin Harnik drei Stürmer. Doch das Spiel machten die Deutschen - und hätten schon früh führen müssen: Nachdem Miroslav Klose drei Abwehrspieler vernascht hatte, legte er auf den freistehenden Mario Gomez. Der Stürmer brachte es fertig, den Ball aus drei Metern nicht im Tor unterzubringen (5.). Kurz darauf kam Klose nach einer schönen Hereingabe des für den verletzten Marcell Jansen in die Startelf gerückten Arne Friedrich einen Schritt zu spät (9.).

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Lehmann klärt gegen Hoffer

Die Österreicher waren zunächst beeindruckt. Nach einer Viertelstunde aber waren sie im Spiel und brachten die DFB-Elf in Verlegenheit. In der 19. Minute hob der in dieser Szene schläfrige Clemens Fritz das Abseits auf, weswegen Hoffer frei vor Jens Lehmann auftauchte. Er brachte den Ball jedoch nicht unter Kontrolle und Lehmann konnte klären. Zwei Minuten später lenkte der Torwart einen Schuss von René Aufhauser zur Ecke.

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Österreich auf Augenhöhe

Der 92. der Weltrangliste war in einem temporeichen Spiel mit Deutschland auf Augenhöhe und ließ zunächst nur noch einen Weitschuss von Lukas Podolski zu, bei dem Keeper Jürgen Macho grandios reagierte (24.). Bis zum Wechsel schafften es die Deutschen nicht mehr, das Tor des Gegners in Gefahr zu bringen.

Löw und Hickersberger auf die Tribüne

Der vierte Unparteiische schickt Joachim Löw (li.) und Josef Hickersberger auf die Tribüne. (Foto: dpa)Der vierte Unparteiische schickt Joachim Löw (li.) und Josef Hickersberger auf die Tribüne. (Foto: dpa) Wie viel auf dem Spiel stand, zeigte sich nicht nur auf dem Rasen. An der Seitenlinie diskutierten Bundestrainer Joachim Löw und Kollege Hickersberger, bis Schiedsrichter Manuel Mejuto Gonzalez aus Spanien zu einer ungewöhnlichen Maßnahme griff: Er schickte beide auf die Tribüne, wo Löw nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zwischen Teammanager Oliver Bierhoff und dem gesperrten Bastian Schweinsteiger Platz nahm. Löw zeigte sich nach dem Spiel überrascht über die Entscheidung des Schiedsrichters: "Ich habe dem vierten Offiziellen gesagt, dass Josef Hickersberger und ich in der Coaching-Zone unserem Job nachgehen wollen. Daraufhin sind wir des Feldes verwiesen worden."

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Ballack trifft per Freistoß

Als sich gerade alle auf eine Halbzeit des Zitterns einstellten, trat Philipp Lahm an. Seinen Sololauf stoppte Andreas Ivanschitz 25 Meter vor dem österreichischen Tor auf Kosten eines Freistoßes. Kapitän Ballack drosch den Ball aufs Tor, und die Kugel zischte an Macho vorbei zum 1:0 ins Netz. Österreich war geschockt. Das hätte Lukas Podolski fast genutzt, dessen Schuss knapp rechts am Tor vorbei ging (54.).

Deutschland nach der Führung sehr defensiv

Geschichte schreiben, fast auf den Tag 30 Jahre nach dem Spiel in Cordoba bei der WM 1978 - nicht weniger hatten sich die Österreicher vorgenommen. Doch nun lief ihnen die Zeit davon. Hickersberger versuchte alles, brachte drei neue Offensivspieler. Die Deutschen verlegten sich ein wenig zu sehr aufs Verteidigen. So erspielte sich Österreich ein Übergewicht. Gelegenheiten gab es jedoch kaum. Der eingewechselte Roman Kienast kam noch zu zwei Kopfballchancen (68./73.), zudem ging ein Drehschuss von Hoffer am Tor vorbei (83.).

Fast ein Eigentor

Das DFB-Team wartete auf Konter, spielte diese dann jedoch vor allem in der Schlussphase nicht zielstrebig genug aus. Für die endgültige Entscheidung hätte fast der Österreicher György Garics gesorgt, der nach einer deutschen Ecke seinen eigenen Torhüter prüfte (82.). Bundestrainer Löw konnte sich auf der Tribüne langsam entspannen, seine Mannschaft brachte das Spiel - wenn auch nicht immer souverän - über die Zeit und erreichte das Minimalziel Viertelfinale.

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