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Frankreich - Italien  

Ribéry fällt wohl mehrere Monate aus

17.06.2008, 20:33 Uhr | t-online.de, dpa

Bitteres EM-Aus: Franck Ribery (Foto: ddp) Viva Italia - mon dieu, la France: Im Duell der Totgesagten hat die Squadra azzurra Wiederauferstehung gefeiert und dank niederländischer Mithilfe ein EM-Desaster verhindert. 709 Tage nach dem Weltmeisterschafts-Triumph gewannen die Italiener die Neuauflage des WM-Endspiels mit 2:0 (1:0). Vor 30.585 Zuschauern im ausverkauften Züricher Letzigrund-Stadion erzielten Andrea Pirlo (25./Foulelfmeter) nach einem Foul an Bayerns Luca Toni und Daniele de Rossi (62.) die Tore gegen Frankreich. Die Équipe tricolore konnte den frühen Ausfall von Bayerns Franck Ribéry, der mit einer schweren Knieverletzung nach nur zehn Minuten raus musste, nicht kompensieren. Eric Abidal sah nach seiner Attacke gegen Toni zudem die Rote Karte.

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Mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden gewälzt

Die Neuauflage des WM-Finals begann für Ribéry mit einem Schock: Mit schmerzverzerrtem Gesicht wälzte sich der 24-Jährige auf dem Boden, nachdem er sich bei einem eher harmlosen Zweikampf mit Gianluca Zambrotta verletzt hatte. Fast drei Minuten wurde der Ideengeber der Blauen behandelt - dann das Aus. Er wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Französische Medien sprechen von einer schweren Knieverletzung, im ZDF wurde von einem Unterschenkelbruch gesprochen. Eine genaue Diagnose ist noch nicht bekannt. Ribéry drohen aber mehrere Monate Pause. Damit dürfte er auch dem FC Bayern vorerst nicht zur Verfügung stehen.

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Sang- und klanglos ausgeschieden

Ohne Ribéry lief bei den Franzosen nichts mehr zusammen. Der ehemalige Welt- und Europameister schied schließlich sang- und klanglos sowie ohne einen Sieg aus. Doch auch das von den Fans im Stadion frühzeitig gefeierte Weiterkommen der Italiener von Trainer Roberto Donadoni und der erste Sieg in der regulären Spielzeit über Frankreich seit dem 2. Juni 1978 war von einem Wermutstropfen begleitet: Nach ihren zweiten Gelben Karten sind Torschütze Pirlo und Mittelfeldrackerer Gennaro Gattuso im Südeuropa-Schlager gegen Spanien zum Zuschauen verdammt.

Pirlo verwandelt eiskalt

Italienischer Jubel. (Foto: dpa)Italienischer Jubel. (Foto: dpa) Nach dem Ribéry-Aus traf die Franzosen der nächste Schock - und der gleich im Doppelpack: Nachdem Luca Toni nach 220 Sekunden etwas überhastet aus 20 Metern verzogen hatte, stand er in der 24. Minute erneut im Mittelpunkt. Der 1,94 Meter große Angreifer nahm einen langen Ball perfekt an, doch holte ihn Abidal von den Beinen. Elfmeter und Rot für den Franzosen. Der erfahrene Schiedsrichter Lubos Michel aus der Slowakei reagiert sofort und pfiff Strafstoß: Eiskalt verwandelte Italien-Regisseur Pirlo, der beim WM-Finale auch beim Elfmeterschießen erfolgreich gewesen war. Der Blick auf die Stadion-Leinwand verriet: Im Fernduell mit Rumänien (0:0 zu diesem Zeitpunkt gegen die Niederlande) hatte Italien bereits die Nase vorn und beide Beine im Viertelfinale.

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Toni bleibt weiter ohne Treffer

Toni hätte nach einer halben Stunde dann auch schon für die Vorentscheidung sorgen können. Wie schon gegen beim 1:1 gegen Rumänien, dass die Italiener überhaupt erst in schwere Verlegenheit gebracht hatte, klebte dem Italiener bei seinen beiden Topchancen (29./30.) das Pech an den Füßen. Kurz vor der Pause verpasste es dann Fabio Grosso, die Nerven der Tifosi etwas zu beruhigen. Den Freistoß lenkte Gregory Coupet mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten. Auf der Gegenseite hatte Henrydie beste Chance (34.).

Frankreich fehlen die Mittel

Ohne Ribéry fehlte die Finesse im Franzosenspiel, und mit einem Mann weniger vermochten sie die nun deutlich souveräner wirkenden Italien-Abwehr, die in den ersten beiden Gruppenspielen (0:3 gegen Niederlande und 1:1 gegen Rumänien) noch Defizite offenbart hatte.

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