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Kroatien - Türkei: Hardrocker Bilic gegen Imperator Terim

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Kroatien - Türkei  

Hardrocker Bilic gegen Imperator Terim

19.06.2008, 16:20 Uhr | dpa

Kroatiens Trainer Slaven Bilic (li.) und der türkische Coach Fatih Terim (Fotos: imago, Montage: t-online.de)Kroatiens Trainer Slaven Bilic (li.) und der türkische Coach Fatih Terim (Fotos: imago, Montage: t-online.de) Der Rock'n'roller gegen den Imperator - im Kampf um den Einzug ins EM-Halbfinale zwischen Kroatien und der Türkei (Freitag ab 20.30 Uhr im Live-Ticker) treffen zwei Trainer-Welten aufeinander. Der smarte Hardrocker Slaven Bilic träumt vor dem Viertelfinale vom erneuten Duell gegen Deutschland, Fatih Terim befiehlt seiner Mannschaft das Finale.

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Terim: "Kämpfen wie die Löwen"

"Wir sind entschlossen, ins Endspiel zu kommen, und werden kämpfen wie die Löwen", kündigte der türkische Trainer vollmundig an - und vertraut weiterhin seinem autoritären Führungsstil und der Leidenschaft seiner türkischen Comeback-Könige.

Bilic schlägt leisere Töne an

Der 39 Jahre alte Bilic verzichtet vor dem wichtigsten Spiel seiner jungen Trainerkarriere darauf, die Angriffslust seines Teams wie gegen Österreich mit den Hass-Gesängen des kroatischen Skandalsängers Marko Perkovic zusätzlich zu schüren. Auch der für die EM komponierte Song "Vatreno ludilo" (feuriger Wahnsinn), den der Hobby-Gitarrist mit seiner Rock-Band Rawbau aufgenommen hat, wird nicht gespielt. Bilic bevorzugt diesmal die leisen Töne. Mit himmlischem Beistand will er den größten Erfolg der Kroaten nach dem dritten Platz bei der WM 1998 in Frankreich feiern. Im Halbfinale in Basel wäre dann Deutschland der liebste Gegner und die Möglichkeit zur echten Revanche für das 1:2 beim EM-Viertelfinale 1996 gegeben.

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Petric: "Wir schlagen die Türken"

"Ich bete zu Gott, dass wir gegen die Türkei gewinnen", sagte Bilic im Team-Camp in Bad Tatzmannsdorf. Der Glaube hat schon ein bisschen geholfen. Die zuletzt angeschlagenen Ivan Rakitic aus Schalke und Darijo Srna meldeten sich gesund und einsatzbereit. Mit der bestmöglichen Mannschaft will Kroatien einen ähnlichen Erfolg wie beim 1:0-Vorrundensieg gegen die Türken bei der EM 1996 landen. "Wir sind die bessere Mannschaft", behauptet Bilic. "Bei uns herrscht eine Riesen-Euphorie, die wollen wir mit ins Spiel nehmen. Wir schlagen die Türken und denken dann ans Finale", sagte Mladen Petric.

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Erfolgsgeheimnis Zusammenhalt

Die gute Mischung aus jungen Wilden und erfahrenen Spielern sowie der Zusammenhalt des Teams ist für Petric Kroatiens Erfolgs-Geheimnis und das Ergebnis von Bilic' Arbeit. Mit natürlicher Autorität, ohne Kumpanei und auf erfrischend ehrliche Art hat er seine Truppe im Griff. "Ich muss nicht lauthals betonen, dass ich der Boss bin. Ich muss nicht der Freund der Spieler sein, aber ich will ihnen nahe sein", hat der promovierte Jurist, der in einem Akademiker-Haushalt aufwuchs, einmal gesagt.

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Prügelei mit Istanbuls Polizeichef?

Sein Gegenspieler aus der Türkei ist von einem ganz anderen Kaliber. Terim gilt als harter Hund, was in seiner Kindheit begründet liegen mag. Aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen musste sich der 54-Jährige an der Seite seines Bein amputierten Vaters schon als Junge um das tägliche Brot seiner Familie kümmern. Als Fußballprofi schlug er sich gelegentlich mit handfesten Argumenten durchs Leben - Terim soll sogar den Polizeichef von Istanbul verprügelt haben.

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Terim: "Wir geben niemals auf"

In Wien steht Terim am Scheideweg. Ein Sieg gegen die Kroatien macht ihn zum Helden, nach einer Niederlage wird man ihn zum Teufel jagen. Terim wird es egal sein. Nach der EM hört er ohnehin als Nationaltrainer auf und wird eines von zahlreichen Angeboten europäischer Spitzenklubs unterzeichnen. Doch nach den eindrucksvollen und erfolgreichen Aufholjagden gegen die Schweiz und Polen will er Fußball-Geschichte schreiben. Dass er wegen Sperren und Verletzungen womöglich ein halbes Dutzend Spieler ersetzen muss, sei kein Problem: "Wir haben einen großen Vorteil - wir geben niemals auf."

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