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Holland trotz Trauer klarer Favorit gegen Russland | EM 2008

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Niederland - Russland  

Holland trotz Trauer klarer Favorit

21.06.2008, 12:39 Uhr | dpa

Khalid Boulahrouz trauert um seine Tochter. (Foto: Reuters)Khalid Boulahrouz trauert um seine Tochter. (Foto: Reuters) Die niederländischen Nationalspieler werden im EM-Viertelfinale in Basel gegen Russland mit einem Trauerflor (heute, ab 20.30 Uhr im t-online.de-Live-Ticker) am Arm auflaufen. Grund dafür ist der Tod der Tochter von Verteidiger Khalid Boulahrouz. Das zu früh geborene Baby war am Donnerstag gestorben. Boulahrouz will trotz des Schicksalsschlags gegen Russland auflaufen. "Er hat zu mir gesagt, dass ich voll auf ihn bauen kann", erklärte Bondscoach Marco van Basten: "Er versucht, dies alles hinter sich zu lassen."

Der Teamcheck Niederländer im Vergleich besser besetzt

Video Tragisch: Boulahrouz' Tochter verstorben
Finale Gruppe C
Fotos Bilder aus der Partie Holland gegen Frankreich

Van Basten: "Können mit dem Druck umgehen"

Dass van Bastens Team nach den imposanten Siegen gegen Weltmeister Italien (3:0), Vize-Weltmeister Frankreich (4:1) und Rumänien (2:0) als Turnierfavorit gilt, empfindet der Trainer nicht als zusätzliche Last: "Ich bin mir sicher, dass wir auch mit diesem Druck umgehen können." Durch die Familientragödie von Verteidiger Khalid Boulahrouz sei die Mannschaft noch näher zusammengerückt.

Boulahrouz Tragödie um totes Baby
Spielerinfos Khalid Boulahrouz im Porträt
Porträt Infos zum niederländischen Team

"Ganz spezielles Match" für Hiddink

Für Trainer Guus Hiddink ist es das erhoffte Traumduell, für die Fans der verheißungsvolle Gipfel des Hochgeschwindigkeits-Fußballs: "Das wird ein tolles Spektakel", sagte der russische Teamkapitän Sergej Semak vor der Neuauflage des EM-Finales von 1988 in Deutschland. Besonders groß ist die Vorfreude beim ehemaligen holländischen und derzeitigen russischen Nationalcoach Hiddink: "Ich empfinde diese Konstellation als Glück. Das wird ein ganz spezielles Match für mich."

Niederlande
Russland
Fotos, Fotos, Fotos Die schönsten Bilder der EM

Guus Hiddink trifft mit Russland auf sein ehemaliges Team. (Foto: imago)Guus Hiddink trifft mit Russland auf sein ehemaliges Team. (Foto: imago)

Hiddink will "ein richtiger Verräter" sein

Der 61 Jahre alte Fußball-Lehrer, der von 1995 bis 1998 Bondscoach war, sieht sein Team in der Partie gegen sein Heimatland in der Außenseiter-Rolle. Wohlweislich erinnerte er an das deutliche 1:4 der Sbornaja im Februar 2007 bei einem Test in Amsterdam. Doch der Schnellkurs in offensiver Spielkultur, mit dem Hiddink der zuvor biederen Mannschaft neues Leben einhauchte, zeigt Wirkung. Die nicht ganz ernst gemeinte Frage eines Journalisten, ob er einen Sieg über seine Landsleute nicht als Verrat empfinden würde, konterte er auf seine Art: "Wenn das so ist, dann möchte ich am Samstag gern ein Verräter sein. Vielleicht lassen sie mich dann nicht mehr in mein Land. Aber wenn schon, möchte ich ein richtiger Verräter sein."

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Holland ausgeruhter

Den Hiddink-Hype in den heimischen Medien hält Marco van Basten bei aller Wertschätzung für seinen Kollegen für übertrieben: "In erster Linie geht um es um Niederlande gegen Russland", antworte der Bondscoach auf die vielen Fragen nach seinem Landsmann. Anders als die Russen gehen die Holländer, die seit ihrem EM-Sieg 1988 bereits drei Mal wieder das Halbfinale erreichten, ausgeruht in die Partie im ausverkauften St. Jakob-Park. Immerhin neun Profis wurden im bedeutungslosen Gruppenfinale gegen Rumänien geschont. Dagegen blieben den Russen nicht einmal 72 Stunden, um sich von den Strapazen der sehenswerten 2:0 über Schweden zu erholen. "Das ist ein bisschen ein Problem für uns", bekannte Hiddink.

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Arschawins Spielwitz ist gefragt

Dennoch plant der Coach keine große Umstellungen: "Dazu fehlt uns einfach die Qualität im Kader. Wir haben leider nicht so ein Luxusproblem wie die Niederländer, die auf allen Positionen gleichwertigen Ersatz haben." Wie schon gegen Schweden setzt Hiddink vor allem auf die Geniestreiche von Andrej Arschawin. Der Spielmacher will sich für den Teamchef mächtig ins Zeug legen: "Ich würde mich freuen, wenn wir seinen größten Wunsch erfüllen können - einen Sieg über die Niederlande."

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