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Deutschland - EM 2008: Arne Friedrich stößt Ronaldo vom Thron

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Deutschland  

Der Königsmörder aus der zweiten Reihe

21.06.2008, 16:32 Uhr | t-online.de

Aus Basel berichtet Patrick Brandenburg

Arne Friedrich erschwert Cristiano Ronaldo das Leben. (Foto: imago)Arne Friedrich erschwert Cristiano Ronaldo das Leben. (Foto: imago) Es war eine der vielen denkwürdigen Szenen im Baseler St.-Jakob-Park: Weltstar Cristiano Ronaldo riss sich die Kapitänsbinde vom Arm und schlich lange vor seinen Teamkollegen vom Platz wie ein enttäuschtes Kind, dem gerade das Lieblingsspielzeug weggenommen wurde. Gleichzeitig feierte ein gewisser Arne Friedrich aus Bad Oeynhausen in Ostwestfalen ausgelassen den Einzug der deutschen Nationalmannschaft ins Halbfinale. Der Königsmörder aus der zweiten Reihe hatte großen Anteil daran, Manchester Uniteds Dribble-Regenten zu entmachten.

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Löw: "Arne ist in blendender Verfassung"

Erst im letzten Vorrunden-Spiel hatte sich der Kapitän von Hertha BSC in die Startelf von Bundestrainer Joachim Löw gespielt. Gegen Österreich deutete der 29-Jährige bereits an, dass er der wankenden Viererkette Stabilität verleihen kann. Im Duell mit dem zurzeit besten Fußballer der Welt bestätigte Friedrich nun den Eindruck, den der Bundestrainer schon eine Woche zuvor verbreitete: "Arne ist in blendender Verfassung. So stark habe ich ihn lange nicht gesehen.“

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Vereint im Kampf gegen Ronaldo

In seinem 59. und wohl besten Länderspiel kaufte Friedrich seinem prominenten Gegenüber früh den Schneid ab. In der 19. Minute grätschte er einen gefährlichen Schuss Ronaldos zur Ecke und verhinderte so den möglichen Rückstand. Auf Eins-zu-Eins-Duelle mit dem notorischen Trickser ließ er sich gar nicht erst ein. Stattdessen schloss Friedrich mit gutem Stellungsspiel und mit Hilfe der doppelnden Mittelfeldspieler Simon Rolfes und Thomas Hitzlsperger die Lücken. Eine einzige Großchance gestattete er dem Portugiesen, doch der Schlenzer in der 45. Minute ging knapp am Tor vorbei. Beim 1:2-Anschlusstreffer, der vom Mann aus Madeira ausging, war nicht Friedrich, sondern Per Mertesacker der entscheidende Fehler unterlaufen.

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Unbequemer Friedrich vertreibt Ronaldo in die Mitte

Ziemlich früh im Spiel war der Alleskönner aus Portugal über den Punktevorsprung seines Gegenspielers gefrustet. Der große Ronaldo wusste sich nicht anders zu helfen, als nach einer harmlosen Berührung durch Friedrich eine Jammer-Show zu bieten, als wäre ihm ein Bagger über die wertvollen Füße gefahren. Aber selbst von dieser unfairen Provokation ließ sich der Verteidiger nicht beirren. Konsequent und diszipliniert erfüllte Friedrich seine Spezialaufgabe und konnte als höchstes Lob verbuchen, dass der Superstar in der zweiten Hälfte genervt in die Mitte auswich.

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Die zweite Reihe muss sich gedulden

Mit seiner tadellosen Leistung über 90 Minuten taugte Friedrich zudem als Vorbild für Westermann, Kuranyi, Jansen und Co., die sich in den langen Tagen bis zum Halbfinale mit der vagen Aussicht auf einen Einsatz bei Laune halten müssen. „Die Spieler der zweiten Reihe sind bereit, wenn sie gebraucht werden“, lobte Bundestrainer Joachim Löw nach der Viertelfinal-Gala. Der Westfale jedenfalls hat geduldig auf seine Chance in der ersten Mannschaft gewartet - und sie genutzt.

Optimistisch vor dem Duell mit der Türkei

Auch gegen die Türkei wird Friedrich im Team sein. Die Chancen auf einen Erfolg sind in seinen Augen sehr groß: "Ich bin optimistisch, dass wir ins Finale kommen", sagt er. "Wir werden versuchen von Anfang an Feuer zu machen." Auch wenn Friedrich großen Respekt vor den Türken ("Sie geben sich nie auf") hat, sind sie ihm lieber als die Kroaten: "Ich glaube, die Türken liegen uns besser."

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