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Niederlande - Russland: Tiefer Frust beim gefühlten Europameister - EM 2008

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Niederlande - Russland  

Nichts ist so alt wie Vorrundensiege

22.06.2008, 12:23 Uhr | t-online.de, dpa

Die enttäuschten Niederländer Wesley Sneijder (li.) und Ruud van Nistelrooy (Foto: dpa)Die enttäuschten Niederländer Wesley Sneijder (li.) und Ruud van Nistelrooy (Foto: dpa) Sie waren bereits Europameister. Zumindest für die meisten Beobachter. Doch ausgerechnet ein Niederländer holte die bis dahin nur glänzenden Oranjes schon im Viertelfinale auf ebenso schmerzhafte wie eindrucksvolle Weise auf den Boden der Realität zurück: Russlands Trainer-Fuchs Guus Hiddink. Das 3:1 nach Verlängerung der "Sbornaja" beendete den Traum unseres kleinen Nachbarn, 20 Jahre nach München wieder den EM-Thron zu besteigen.

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Wiedergeburt

Der Außenseiter stellte nicht nur die Erwartungshaltung im Baseler St. Jakob-Park auf den Kopf und bestätigte somit den Trend der bisherigen K.-o.-Runden-Partien. Hiddinks erfrischend kombinierende und stürmende Elf von Jungspunden bestätigte vielmehr die fußballerische Wiedergeburt des Riesenreichs. Diese hatte sich gegen die Griechen angedeutet und war gegen die Schweden bereits deutlich zu Tage getreten. Von diesem Aufwärtstrend wurden die darauf weder mental noch körperlich vorbereiteten Niederländer kalt erwischt und hinfort gespült: 20 Jahre nach München und einem EM-Endspiel, das vor allem wegen Marco van Bastens 2:0 aus keiner Erinnerung verschwunden ist.

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Gefährliches Ruhekissen Frühform

Der damalige Stürmerstar und heutige Bondscoach schien nach den überzeugenden Vorrundenerfolgen über Weltmeister Italien, Vize-Weltmeister Frankreich und Geheimtipp Rumänien auf dem besten Wege, Geschichte zu schreiben und gleichsam zu wiederholen. Es bleibt aber vorläufig bei nur einem großen Titel für die Elftal, weil sie viel zu früh in viel zu guter Form war - und eben nicht, als es zählte. Deswegen scheiterten auch Portugal an Deutschland und Kroatien an der Türkei.

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Erste Krise nicht überstanden

Den Russen glückte die völlig verdiente Revanche für 1988 gegen den zum Ende hin moralisch und körperlich einbrechenden Kontrahenten, weil der "bislang keine Möglichkeit" gehabt hatte, "Krisen im Spiel zu bewältigen". So bilanzierte Dortmunds Cheftrainer Jürgen Klopp als Experte des ZDF. "Sie fanden einfach keine Waffen, das Spiel noch zu drehen." Was angesichts der Flut an besten Chancen des späteren Siegers auch völlig unverdient gewesen wäre. "Lockerheit und Flexibilität" seien laut Klopp den konsternierten Oranjes abgegangen.

Hiddinks nächster Coup

"Katerstimmung" bei "starren Niederländern" attestierte online das Fachmagazin "Voetbal international": "Die Niederländer waren in Basel nicht sie selbst." "AD" betonte den Faktor Hiddink und feierte den "Zar unter den Trainern". Der Weltenbummler hatte 1998 noch seine Heimat zu Platz vier bei der WM geführt und dieses Kunststück mit Gastgeber Südkorea 2002 wiederholt. 2006 dann scheiterten seine Australier nur durch einen unberechtigten Strafstoß am späteren Weltmeister Italien.

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Der Trainer als Vater des Erfolgs

"Ausgerechnet Guus Hiddink entzaubert Oranje", meinte auch die "Bild"-Zeitung, und "stern.de" lobte die hervorragende Einstellung der Russen auf den Favoriten. Dies betonten auch die russischen Spieler anschließend, indem sie erzählten, wie Hiddink ihnen immer wieder predigte, sie könnten jeden Gegner schlagen. Erst recht natürlich einen, den ihr Trainer aus dem Eff-eff kennt. Der Schweizer "Blick" schrieb von "überragenden Russen". Hiddink habe seine Landsleute "hops" genommen. Die englische "Sun" sah eine neue "Russische Revolution" und der "Daily Mail" schlachtete die "Schande über Holland" aus: Hiddink trage jetzt die "Fackel des Total Football" weiter.

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Der Frust muss raus

Dies - und die drei Gegentore, und überhaupt das Aus - war für manchen Oranje-Fan nur schwer zu ertragen. Geprügelt wurde in der Nacht von Basel, die in 30 Festnahmen mündete, quasi international: Holländer untereinander, Holländer und Schweizer, Holländer und Russen mit Schweizern, berichtete ein Sprecher. Die Polizei habe ständig überall Präsenz zeigen müssen. "Wir haben alles gebraucht, was vorhanden war."

Ganz Holland trauert

Insgesamt zogen die Schweizer Behörden jedoch - allein rund 120.000 Niederländer wurden in Basel gezählt - eine positive Bilanz. Zum allergrößten Teil sei alles in sehr geordneten, friedlichen Bahnen abgelaufen. In den Niederlanden selbst blieb es ebenfalls weitgehend ruhig. Nach dem Schlusspfiff herrschte, wie es hieß, fast überall "Grabesstille".

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