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GP von Magny-Cours: Kein Deutscher fährt in die Top Ten

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GP von Frankreich  

Kein Deutscher fährt in die Top Ten

23.06.2008, 10:48 Uhr | t-online.de

Aus Magny-Cours berichtet Elmar Brümmer

War in Magny-Cours Elfter und damit bester Deutscher: Timo Glock (Foto: imago)War in Magny-Cours Elfter und damit bester Deutscher: Timo Glock (Foto: imago) Von weltmeisterlicher Stimmung, wie sie noch nach dem BMW-Doppelerfolg in Kanada herrschte, ist beim Formel-1-Gastspiel in der Tristesse von Magny-Cours nichts mehr übrig geblieben. Die Leistungen der fünf deutschen Piloten waren eher schwarz-rot-grau – nicht ein einziges Pünktchen blieb ihnen beim achten Grand Prix übrig, geschweige denn, dass einer unter die Top Ten gekommen wäre. Aus gegebenem Anlass scheint es an der Zeit, kurz vor Saisonhalbzeit die Leistungen der Herren Formel-1-Fahrer unter fußballerischen Gesichtspunkten zu betrachten... Verbunden mit der Hoffnung, dass der Ball am Mittwoch besser ins Rollen kommt als die Rennwagen.

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TIMO GLOCK (Toyota, elfter Platz in Frankreich), Typ: Der stille Arbeiter

Es gibt wenig größere Kämpfer als den Mann aus dem Odenwald, und seine gesunde Rennaggressivität mag gar nicht passen zu der sonst an den Tag gelegten Bescheidenheit. Dafür, dass er seine erste komplette Formel-1-Saison absolviert, hat er sich schon etabliert. Das liegt an seinem unermüdlichen Eifer, der aber nicht unangenehm wirkt. Mit seinem Teamkollegen Jarno Trulli, der diesmal einen beinahe sensationellen dritten Platz belegt, hat er einen der schwierigsten Gegenspieler im eigenen Team. In Magny-Cours, wo er bis zum ersten Stopp auf Rang sechs lag, waren sein Feind aber die Reifen – die sich langsam auflösten. Typisch Glock, will er die schwierigen Bedingungen nicht als Ausrede verstanden wissen: "Ich muss besser werden.“ So wie er es in seinem EM-Tipp auch formuliert hatte: "Die Deutschen müssen zulegen...“

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SEBASTIAN VETTEL (Toro Rosso, zwölfter Platz), Typ: Das Talent

Den meisten Wirbel an diesem Wochenende gab es um die angeblich anstehende Beförderung Vettels vom Junior-Team des Brauseherstellers in die richtige Red-Bull-Welt, wo er 2009 David Coulthard ersetzen soll. Auffällig wurde er sonst nur, als Lewis Hamilton ihn überholte und anschließend für das Abkürzen einer Schikane bestraft wurde. Aber Vettel fährt auch erst zum zweiten Mal mit dem zu spät ausgelieferten Neuwagen Toro Rossos – und er kommt immer besser damit klar. Als Zwölfter zu starten und als Zwölfter anzukommen, das ist für seine Verhältnisse ein Erfolg. In Worten heißt das: Der Jüngste im Feld hat mal wieder keinen Fehler gemacht und pflegt damit die Seelenverwandtschaft zu den DFB-Kickern: "Unsere Jungs haben gezeigt, dass sie was können.“

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NICK HEIDFELD (BMW-Sauber, Platz 13), Typ: Der Terrier

Nicht nur, weil es in Mönchengladbach schon mal einen großen Kämpfer gegeben hat, und weil er auch von der Größe her in der Vogts-Kategorie anzusiedeln ist, bietet sich der Vergleich mit der derzeitigen Nummer zwei von BMW an. Viele andere Rennfahrer hätten schon resigniert, wenn sie mit 0:8 im direkten Qualifikationsduell mit dem Teamkameraden zurück liegen würden, aber Heidfeld absolviert ein Sondertraining. Und er stellt einen Aufwärtstrend fest, obwohl er nicht unter die besten Zehn kam. Wer Heidfeld kennt, mag das nicht belächeln. Dem Mann ist es ernst, er fährt nicht nur um Punkte, sondern auch um seine Karriere. An eine vorzeitige Auswechslung, das bestätigt BMW-Teamchef Mario Theissen, ist nicht zu denken: „Das Ergebnis haben wir mehr dem Auto als den Fahrern zuzuschreiben.“ Heidfeld kann sich am Ruck der deutschen Fußballer gegen Portugal orientieren: „Vor dem Spiel dachte ich, wenn sie so weiterspielen, dann wird das nichts. Doch dann kam alles komplett anders."

Ergebnis Qualifying in Magny-Cours
Ergebnis Drittes Training in Magny-Cours

NICO ROSBERG (Williams, Platz 16), Typ: Mittelfeldmotor

Hat sich der Weltmeistersohn vertan, als er im letzten Winter ein Angebot von McLaren-Mercedes ausschlug, um sich lieber als Führungsspieler bei der Williams-Mannschaft zu profilieren? Jetzt muss er sich mit den Widrigkeiten und Formschwankungen im britischen Privatwagen herumschlagen, und musste wegen seines Auffahrunfalls in Montreal auch noch zehn Startplätze zurück. Kein Wunder, dass er in Frankreich die Welt nicht mehr verstand: "Zuletzt habe ich mit den BMW-Piloten um den Sieg gekämpft, und diesmal muss ich mich mit Force India am Ende des Feldes streiten. Das hat keinen Spaß gemacht...“ Der ungeduldige Angreifer Rosberg ist aber keiner, der die Kapitänsbinde deshalb gleich hinwirft. Seine Vorbilder heißen: "Schweinsteiger, Podolski und Ballack – im Spiel gegen Portugal.“

Ergebnis Zweites Training in Magny-Cours
Ergebnis Erstes Training in Magny-Cours

ADRIAN SUTIL (Force India, Platz 19), Typ: Letzter Mann

Das hat weniger mit der Eleganz zu tun, die der Gräfelfinger vor allem neben dem Cockpit abgibt, und mehr mit der Stammposition, die sein Auto belegt.
Könnte der Force India nur ein Bruchteil des Selbstbewussteins, dass der Pilot hat, in PS-Stärke umwandeln, wären Punkte kein Problem. Sutil kann künftig nur auf mehr Regen hoffen, als das Nieseln in der Provinz, also echtes Wankdorf-Wetter. "Wir brauchen mehr Glück“, sagt er nach dem französischen Grand Prix, "leider sind wenige andere Fahrzeuge ausgefallen.“ Er selbst orientiert sich gern an der Löw-Taktik: "Wenn es darauf ankommt, muss man die Leistung abrufen.“

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