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EM 2008 - Deutschland  

Frings könnte Opfer des Erfolgs werden

23.06.2008, 13:55 Uhr | t-online.de

Aus Tenero berichten Patrick Brandenburg und Norman Gosch

Torsten Frings weiß nicht, ob er im Halbfinale dabei ist. (Foto: imago)Torsten Frings weiß nicht, ob er im Halbfinale dabei ist. (Foto: imago) Was war das für ein Geschrei vor zwei Jahren, als Torsten Frings das WM-Halbfinale gegen Italien aufgrund einer Sperre verpasste. Bis heute halten sich Verschwörungstheorien und die Vermutung, Deutschland hätte mit seinem Mittelfeldmotor gegen die Squadra Azzurra gewonnen. Nach seiner Verletzung in der Vorrunde wird es nun auch bei der Europameisterschaft 2008 knapp mit einem Einsatz im Semifinale. Doch die Sorge um die "Rippe der Nation" hält sich in Fußball-Deutschland in Grenzen. "Die Möglichkeit seiner Rückkehr ins Team ist präsent - aber genauso das 'Never change a winning team'", erklärte Bundestrainer Joachim Löw zwei Tage vor dem Duell mit der Türkei bewusst vage und machte seine angeschlagene Stammkraft en passent zur taktischen Manövriermasse.

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Die Vertreter sind in guter Form

Grund ist weniger der schmerzhafte Rippenanbruch bei Frings als die Galavorstellung zweier Ersatzleute im Spiel gegen Portugal. Simon Rolfes und Thomas Hitzlsperger haben im grandiosen Viertelfinale ihren Wert für die deutsche Elf gezeigt und wie gut auch sie Bälle aus der Gefahrenzone "fringsen" können. Gegen Deco, Ronaldo und Co. zeigten die beiden eine Interpretation der Doppelsechs, die Maßstäbe setzt. "Sie hatten die Aufgabe, auch bei den Außen zu doppeln, ohne das Zentrum zu entblößen. Beide haben das hervorragend gelöst", lobte Löw. Der Leverkusener und der Stuttgarter sind topfit und haben sich nahe an eine erneute Nominierung herangespielt. Zumal der Alte-Verdienste-Bundestrainer quasi über Nacht zum Mutige-Entscheidungen-Joachim-Löw gereift ist.

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Meinungsstarker Führungsspieler

Im Auswahlverfahren zwei aus drei also möglicherweise schlechte Karten für Platzhirsch Frings, den seine erzwungene Pause bei der WM als Karriere-Tiefpunkt bis heute wurmt. Unbestritten ist er einer der Leader im deutschen Team. Unvergessen sind seine - im Sommermärchen-Film dokumentierten - Führungsqualitäten, als es darum ging, die Mannschaft auf die emotionale Abschiedsfeier auf der Fan-Meile in Berlin zu verpflichten. Auf dem Platz gibt der meinungsstarke Frings sowieso die Richtung an, auch wenn seine ordentlichen, aber keinesfalls überragenden Auftritte in der Gruppenphase noch nicht als spielerisches Vorbild taugten.

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Nur gesunde Spieler laufen auf

"Vorsprung durch Hierarchie", titelte noch am Samstag die "Süddeutsche Zeitung" bezüglich der umkämpften Planstellen im defensiven Mittelfeld, ob es nun eine oder zwei seien, ob im 4-4-2 oder im 4-5-1. Aber allzu sicher sollte sich der Bremer dieser Tage nicht sein, mit seinem Schutz um die lädierte Rippe auch den Sprung zurück in die Startelf zu schaffen. "Beim Halbfinale werden nur hundert Prozent fitte Spieler eingesetzt", drohte Nationalelf Manager Oliver Bierhoff.

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Löw "Gehe davon aus, dass Torsten einsatzfähig ist"

Beim Training zwei Tage vor dem Auftritt gegen die Türkei ließ sich Frings nichts anmerken im Kampf um "seinen" Stammplatz. Der 31-Jährige fasste sich jedenfalls öfters ins wallende Haar als an die Rippe. Ob die Armhaltung bei Kurzpass-Übungen des 75-maligen Nationalspielers mit Trainingspartner Clemens Fritz auf Schmerzen hindeutet? Alles Spekulation. "Ich gehe davon aus, dass Torsten einsatzfähig ist", sagt der Bundestrainer.

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Staatsgeheimnis um den Rippenschutz

Brust und Bauch des Mittelfeldwühlers werden durch einen Schutzverband stabilisiert, um den der Deutsche Fußball-Bund gerade ein Staatsgeheimnis macht. Karbon, Alu oder doch nur Stoff - im Trainingslager in Tenero wird gerade die gesamte Wertstoff-Kunde nach möglichen Bestandteilen des Protektors überprüft, der nach Auskunft von Mannschaftsarzt Josef Schmitt vor jeder Einheit auf den maladen Rippenbogen geklebt wird.

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