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EM 2008: Casillas erlöst Spanien von Italien-Trauma

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Spanien  

Casillas erlöst Spanien von Italien-Trauma

23.06.2008, 14:35 Uhr | dpa

Spaniens Matchwinner Iker Casillas (Foto: dpa)Spaniens Matchwinner Iker Casillas (Foto: dpa) Teufelskerl Iker Casillas schrie nach seinen Glanztaten die Freude über das überwundene Viertelfinal-Trauma in den lauen Wiener Nachthimmel und dankte Gott.

"Endlich haben wir diesen Fluch besiegt", sagte Spaniens Torhüter, der beim 4:2 (0:0) im Elfmeterschießen gegen Weltmeister Italien die Schüsse von Daniele De Rossi und Antoni Di Natale pariert hatte. "Elfmeterschießen ist immer auch ein bisschen Lotteriespiel und ich hatte da in der Nationalmannschaft schlechte Erinnerungen." Luis Aragonés versicherte nach dem 20. Spiel in Folge ohne Niederlage indes abgeklärt: "Ich war mir total sicher, dass Casillas die Elfer hält." Trotz größtem Respekt vor Halbfinal-Kontrahent Russland träumt der Trainer nun schon von einem EM-Endspiel gegen Deutschland.

Viertelfinalsieg gegen Italien Spanien behält Nerven im Elfmeterschießen

Der 22. Juni ist ein neuer Feiertag

Angefeuert von König Juan Carlos, dessen Gattin Sofia und Tausenden von rot-gelb gekleideten und geschminkten Fans setzte die "Selección" ihre rauschende Fußball-Fiesta mit dem ersten Einzug in ein Halbfinale seit 24 Jahren fort. Zugleich konnte sie mit dem verdienten Erfolg im Nachsitzen zwei weitere, die Nation bedrückende schwarze Serien beenden: Erstmals seit 88 Jahren glückte den Spaniern gegen ihren Angstgegner ein Sieg in einem Pflichtspiel - die Italo-Phobie ist gebannt. Der 22. Juni, an dem sie zuvor drei Viertelfinal-Pleiten erlitten hatten, ist nun der neue Glückstag.

EM-Gipfel Video Sportkolleg zu Spanien

König gratuliert in der Kabine

Selbst Juan Carlos fielen nach diesem Befreiungsschlag für das ganze Land Zentnerlasten von den Schultern. Der Monarch eilte nach dem erlösenden vierten Treffer durch Cesc Fabregas in die Kabine zu den schweißgebadeten, freudetrunkenen spanischen Fußball-Königen, gratulierte herzlichst und bedankte sich: "Der Fluch ist gebrochen. Es wurde auch Zeit." Wien versank im rot-gelben Freudentaumel, und auch zu Hause kam erstmals richtige EM-Stimmung auf. Die Medien feierten ihre Helden. "El País" strich speziell den Schlussmann heraus: "Iker Casillas vertreibt die Geister der Vergangenheit. Seit 1984 war die Selección in keinem großen Wettbewerb über das Viertelfinale hinausgekommen. Aber Casillas ändert den Verlauf der Geschichte." Und "El Mundo" titelte: "Der Fluch ist gebrochen."

Der Kader der Spanier Von Casillas bis Villa

Aragonés kündigt Wallfahrt bei Titelgewinn an

Rein sportlich betrachtet waren die Leistungen der beiden europäischen Fußball-Großmächte im nicht ganz ausverkauften Ernst- Happel-Stadion allerdings nicht geschichtswürdig. "Es war kein großes Spiel", räumte Aragonés selbstkritisch ein. Allerdings interessierte dies nur noch am Rande. Nachdem die dunkle Vergangenheit überwunden ist, glaubt Spanien an eine glänzende Zukunft. "Wenn Gott will, erreichen wir viel mehr", sagte Aragonés, der vor Turnierbeginn für den Fall des ersten EM-Titels seit 1964 eine Wallfahrt nach Santiago de Compostella angekündigt hatte. So langsam muss der 69-Jährige an den Kauf geeigneter Wanderstiefel denken.

Spaniens Coach träumt von Finalgegner Deutschland

"Meine Aufgabe ist es, zu gewinnen. Dies habe ich erfüllt", bestritt Aragonés trotz des historischen Ereignisses besondere Emotionen. "Dieser Erfolg ist für mein Land und für meine Spieler wichtig - und natürlich auch für mich." Im Halbfinale wartet in Wien mit Russland ein ganz starker Widersacher. "Das ist eine Mannschaft, die große Kondition bewiesen hat und sehr schnell spielt", wies er darauf hin, dass das souveräne 4:1 aus dem ersten Gruppenspiel kein Maßstab für den zweiten Vergleich sei. "Aber wir sind überzeugt, dass wir ins Finale kommen." Dies traut der Trainer-Fuchs auch Joachim Löws Team gegen die Türkei zu: "Es gibt keinen Zweifel, dass Deutschland gute Chancen auf den Finaleinzug hat".

Fabregas erzielt wichtigstes Tor seines Lebens

Seine Schützlinge freuten sich erst einmal ausgelassen über ihren Elfer-Coup, absolvierten nach der Rückkehr ins beschauliche Neustift im Stubaital das übliche lockere Regenerationstraining und erhielten dann als Lohn frei. "Wunderbar. Ich finde keine Worte, um meine Emotionen auszudrücken. Wir sind einfach nur glücklich", sprudelte es aus Fabregas, der mit seinem sicher verwandelten Elfmeter zum 4:2 das Märchen perfekt gemacht hatte, "das war das wichtigstes Tor meines Lebens. Schließlich hat der Fußball Gerechtigkeit walten lassen."

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