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Süper Lig: Nach dem Schächten suchte Enke das Weite

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Türkei  

Nach dem Schächten suchte Enke das Weite

24.06.2008, 12:11 Uhr | t-online.de

Nach einem Spiel für Fenerbahce floh Enke aus der Türkei (Foto: imago)Nach einem Spiel für Fenerbahce floh Enke aus der Türkei (Foto: imago) EM-Halbfinale Deutschland gegen die Türkei. Das ist auch der Wettstreit gänzlich unterschiedlicher Fußball-Kulturen. "Wie keine andere Liga in Europa bietet die Süper Lig eine Mischung aus Chaos und Unterhaltung, das an Geschichten aus 1001 Nacht erinnert“, schreibt "Welt Online“ und berichtet über absurde Geschichten, die deutsche Trainer und Spieler am Bosporus erlebten.

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Mit dem Colt bedroht

Jörg Berger kann eine ganz besondere Story erzählen. Nach einer 2:5-Niederlage mit Busaspor im Jahr 2000 wurde der Trainer von der Klubführung in ein Restaurant zitiert. Die Verantwortlichen legten ihm den Abschied nahe. Als Berger sich allerdings rechtfertigen wollte, kürzte ein Anwesender die Debatte ab. Er zog einen Revolver aus dem Sakko und legte ihn auf den Tisch. Berger wusste sofort, dass jegliche weitere Diskussion seine Situation nicht wirklich verbessern würde. Er war entlassen.

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Mit Schafsblut eingerieben

Dagegen ist die Geschichte von Robert Enke noch eher zu verkraften. Der deutsche Nationalkeeper gab ein zweiwöchiges Gastspiel bei Fenerbahce. Enke: "Ich war drei Tage da, es war die Saisoneröffnung eines Zweitligaklubs mit einem Spiel gegen Fenerbahce Istanbul. Und vorher wurde ein Schaf geschächtet. Es ist angeblich in vielen kleinen Städten so, dass sich die Spieler vor dem Spiel mit Schafsblut zeichnen.“ Enke blieb nicht lange in der Türkei. Nach zwei Wochen und einem Spiel löste er seinen Vertrag wieder auf.

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Ohne Grund zum Rapport

Zuletzt erwischte es Karl-Heinz Feldkamp. Der Trainer-Oldie arbeitete bis vor kurzem als Trainer von Galatasaray Istanbul. Kurz vor Saisonende – Feldkamp war mit seinem Team Tabellenführer und stand im Halbfinale des Pokals – musste er beim Klubpräsidenten Adnan Polat antreten. Den Coach beschlich bereits ein merkwürdiges Gefühl.

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Präsident ohne Argumente

Feldkamp: "Auf einmal stellte das Präsidium Ansprüche, die nie zuvor zur Sprache gekommen waren. Alles wurde von einen auf den anderen Moment über den Haufen geworfen. Da habe ich zum Präsidenten gesagt: 'Da oben liegt mein Trainingsanzug, du kannst ja alles.'“ Anschließend warf Feldkamp entnervt die Brocken hin. Sein Nachfolger wird übrigens in der kommenden Saison der Ex-Leverkusener Michael Skibbe.

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Fanatismus-Problem

In kaum einem anderen Land der Welt schlagen Freude und Trauer beim Fußball so hohe Wellen wie in der Türkei. Während Siege fanatisch gefeiert werden, lösen Niederlagen gleich den Weltuntergang aus. Das Abdriften zum Fanatismus ist schnell gegeben. "Die Fan-Betreuung ist das größte Problem in der Türkei“, sagt daher auch Feldkamp. "Da wird Hass mit guter Stimmung verwechselt.“

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