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EM 2008: Rund die Hälfte der Nationaltrainer geht

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EM 2008  

Fatih Terim liebäugelt mit Job in Europa

26.06.2008, 10:56 Uhr | dpa

Fatih Terim will zurück zum Vereinsfußball in Europa. (Foto: imago)Fatih Terim will zurück zum Vereinsfußball in Europa. (Foto: imago) Und nun auch Fatih Terim: Nach der Halbfinal-Niederlage gegen Deutschland hat der Trainer der türkischen Nationalmannschaft seinen Rücktritt angekündigt. Es sei "sehr wahrscheinlich", dass er wieder als Trainer zu einem Verein nach Europa gehe, sagte Terim in Basel. Vor einer endgültigen Entscheidung wolle er jedoch noch mit seinen Spielern sowie mit der Spitze des türkischen Fußballverbandes reden, berichtete die österreichische Agentur APA.

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Rund die Hälfte der EM-Trainer geht

Und wie sieht es bei den anderen EURO-Teilnehmern aus? Raymond Domenech ist angezählt, Roberto Donadoni so gut wie k.o., Luis Aragonés will mit dem Titel aus dem Ring steigen, fünf andere EM-Trainer haben bereits das Handtuch geworfen: Die Hälfte der 16 EM-Teilnehmer wird mit neuen Trainern ihr Glück in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika versuchen. Deutschland zählt nicht dazu: Bundestrainer Joachim Löw steht nach dem Final-Einzug nicht zur Diskussion.

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Roberto Donadoin (li.) hat bei den Italienern wohl ausgedient. Nachfolger wird ein alter Bekannter: Marcello Lippi. (Fotos: imago)Roberto Donadoin (li.) hat bei den Italienern wohl ausgedient. Nachfolger wird ein alter Bekannter: Marcello Lippi. (Fotos: imago)

Zeitungen berichten von der Ablösung Donadonis

Für Gesprächsstoff sorgen andere Kollegen. Allen voran die Trainer von Weltmeister Italien und Vizeweltmeister Frankreich. Durch eine Klausel im Vertrag soll es dem italienischen Verband ein Leichtes sein, Donadoni loszuwerden. Das Flehen der Tifosi wurde laut italienischen Zeitungen bereits erhört: Schon am Montag soll Weltmeister-Coach Marcello Lippi als Nachfolger seines Nachfolgers vorgestellt werden. Dabei hatte Donadoni sich nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien dickköpfig gezeigt: "Ich habe nie an Rücktritt gedacht und habe mir nichts vorzuwerfen."

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Einige Franzosen wollen Didier Deschamps als Trainer

So denkt offenbar auch Kollege Domenech, dem der aktuelle Bayern-Profi Franck Ribéry den Rücken stärkte. Der ehemalige Münchner und einstige Nationalspieler Bixente Lizarazu schlug sich indes auf die Seite der zahlreichen Domenech-Kritiker. "Das Team hat die Erwartungen nicht erfüllt, also sollte der Trainer zurücktreten", sagte Lizarazu und sprach sich wie einige andere für seinen ehemaligen Auswahlkollegen Didier Deschamps als Nachfolger aus.

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Zwei Trainerwechsel waren vorher geplant

Andere Trainer hatten bereits vor dem EM-Turnier ihren Rückzug angekündigt. Während bei den Niederlanden nach dem überraschenden Viertelfinal-Aus gegen Russland Ex-Dortmund-Coach Bert van Marwijk den zu Ajax Amsterdam wechselnden Marco van Basten ersetzt und Bayern Münchens ehemaliger Erfolgstrainer Ottmar Hitzfeld das Zepter von Jakob Kuhn beim Co-Gastgeber Schweiz übernimmt, befinden sich Österreich, Tschechien und Portugal in der Trainerfindungs-Phase.

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Aragonés hört auf - auch mit EM-Titel

Auf Spanien kommt dies noch zu: Aragonés, mit 69 Jahren der älteste Trainer der EM, nimmt seinen Hut nach den Titelkämpfen. Selbst im Falle des ersten EM-Gewinns der Iberer nach 44 Jahren: "Wie immer die EM ausgehen wird, für mich läuft die Zeit als Nationaltrainer ab. Es ist aus und vorbei. Punktum." In den Ruhestand will sich Aragonés aber noch nicht verabschieden, er wird mit Fenerbahce Istanbul in Verbindung gebracht.

Scolari geht zum FC Chelsea

Bereits geregelt ist dagegen die sportliche Zukunft von Felipe Scolari. Der 59-jährige Brasilianer, im Viertelfinale mit Portugal an Deutschland gescheitert, coacht in der neuen Saison den FC Chelsea mit dem deutschen Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack. Offen ist indes, wer dem 68-jährigen Karel Brückner bei Tschechien nachfolgt. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer sagte bereits ab, nun wird in Klaus Toppmöller der nächste Deutsche gehandelt.

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Rehhagel und Beenhakker bleiben im Amt

Trotz des schwachen Abschneidens ihrer Mannschaften stehen Otto Rehhagel und Leo Beenhakker nicht zur Disposition. Rehhagel soll den sang- und klanglos gescheiterten EM-Titelverteidiger Griechenland ebenso zur WM 2010 führen wie der Niederländer Beenhakker den deutschen Vorrunden-Gegner Polen.

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