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EM 2008: Internationale Pressestimmen zum Halbfinale

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EM 2008 - Halbfinale  

Internationale Pressestimmen zum Türkei-Spiel

26.06.2008, 19:34 Uhr | dpa

Zeitungskiosk (Foto: imago)Zeitungskiosk (Foto: imago) Der 3:2-Erfolg der deutschen Nationalmannschaft im Halbfinale der EM 2008 gegen die Türkei wird kontrovers diskutiert. Nicht immer bekommt die Elf von Bundestrainer Joachim Löw so viel Lob wie von der dänischen Zeitung "Ekstra Bladet":

"Die Deutschen wissen besser als die anderen, wie man die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt tut. Das ist kein Glück, sondern Klasse." Die türkischen Medien feiern dagegen den couragierten Auftritt ihrer Nationalmannschaft.

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Türkische Presse
"Hürriyet": "Seid nicht traurig, wir haben gewonnen. (...) Unsere Löwen haben einen perfekten Fußball gespielt, aber in der letzten Minute mussten sie sich von der Europameisterschaft verabschieden."

"Milliyet": "Wir kehren erhobenen Hauptes aus der Schweiz zurück. Glorreicher Abschied. Uns fehlten neun Spieler und der Gegner war Deutschland."

"Fanatik": "90 Minuten lang haben wir die Deutschen zerquetscht. Aber in der letzten Minute haben wir uns von der EURO 2008 verabschiedet."

"Vatan": "Unglücklicherweise haben wir diesmal in der letzten Kriegsminute verloren. Das kann passieren. Unser Kopf ist erhoben. Danke Jungs. Danke Terim. Sie sind im Finale, wir sind die Champions."

"Sabah": "Champion der Herzen (...) Unsere Nationalmannschaft hat Farbe in die Europameisterschaft 2008 gebracht. Sie haben Deutschland zerquetscht, konnten aber nicht gewinnen."

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Spanische Presse:
"El País": "Der letzte Atemzug der Deutschen wirft die Türkei um. Das Team von Trainer Löw kaschiert seinen ärmlichen Fußball mit einem Glückstreffer in der letzten Minute."

"La Vanguardia": "Das Glück ist das Eigentum der Deutschen. Der Fußball hat sich in 25 Jahren nicht verändert. Er ist so grausam wie eh und je. Es gilt noch immer der Satz von Gary Lineker, wonach im Fußball elf gegen elf spielen und am Ende die Deutschen gewinnen."

"Marca": "Die Türkei bekam ihre eigene Medizin zu kosten. Die Deutschen machten mit der Türkei das, was diese während des gesamten Turniers mit anderen Mannschaften getan hatte. Sie gewannen das Spiel in der letzten Minute."

"As": "Nachdem die Deutschen gegen Österreich und Portugal geglänzt hatten, kehrten sie nun zu ihrer grauen Spielweise zurück. Das Team wirkte wie eine seelenlose Maschine. Und so wird es sicher auch im Finale auftreten."

"Sport": "Deutschland gewinnt, aber die Türkei spielt den besseren Fußball."

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Schweizer Presse:
"Basler Zeitung": "Deutscher Sieg in letzter Minute. Spektakulärer Schlusspunkt für die Euro-Stadt Basel: Deutschland ringt die Türkei 3:2 nieder. In einem dramatischen Halbfinalspiel gewann die deutsche Nationalmannschaft in Basel gegen die Türkei, ohne zu überzeugen."

"Tages-Anzeiger": "Den Deutschen gelangen nur drei Schüsse direkt aufs Tor. Dass alle drei erfolgreich waren, spricht für die Effizienz. Dass sie diese schlechte erste Halbzeit letztendlich ungestraft überstanden, spricht auch für ihre Kampf- und Willenskraft. Und genau darum sind diese Deutschen so gefürchtet bei großen Turnieren. Und am Sonntag in Wien."

"Neue Zürcher Zeitung": "Das Halbfinale zwischen Deutschland und der Türkei war vor allem in der Schlussphase an dramatischen Momenten und unerwarteten Wenden fast nicht zu überbieten. Weil das späte Glück diesmal nicht den tapferen Türken, sondern den über weite Strecken enttäuschenden Deutschen lachte, stehen Letztere im Finale."

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Russische Presse:
"Sowjetski Sport": "Deutschland stahl das türkische Wunder. Das Löw-Team wurde vom flinken Auftreten seines Gegners überrascht. Die Mannschaft machte nicht den Eindruck, besonders eingespielt zu sein."

"Football": "Auch Deutsche können Wunder vollbringen. Nun steht die Mannschaft im Finale. Wir gratulieren und hoffen, ihr dort Gesellschaft zu leisten."

Dänische Presse:
"Ekstra Bladet": "Die Deutschen wissen besser als die anderen, wie man die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt tut. Das ist kein Glück, sondern Klasse."

"B.T.": "Die Zeit der Wunder ist vorbei. Fast hätten die Türken noch eine Sensation geschafft. Sie spielten besser, waren aber vor dem Tor wirkungslos. Deutschland arbeitete hart und vor dem Tor höchst effektiv."

Schwedische Presse:
"Aftonbladet": "Altintop war souverän, der beste Spieler auf dem Platz. Hier konnte nur eine Mannschaft dribbeln, Pässe schlagen, dominieren und einen ganzen Kontinent bezaubern. Aber die andere gewann. Das 3:2 zeigte die Urkraft in den deutschen Nationaltrikots."

"Expressen": "Wenn Russland der Gegner im Finale wird, könnte es Zeit für die Begleichung einer Rechnung für die Deutschen sein. Aber Lahms Siegtor war eines der elegantesten bei dieser EM."

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