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Ironman  

McCormack in einer anderen Liga

06.07.2008, 17:19 Uhr | dpa

Ironman-Gewinner Chris McCormack (Foto: imago)Ironman-Gewinner Chris McCormack (Foto: imago) Der Australier Chris McCormack hat den Ironman Europe in Frankfurt/Main gewonnen und seinen deutschen Dauer-Rivalen eine Lehrstunde erteilt. Der Hawaii-Sieger des vergangenen Jahres kam auf dem Römerberg nach 7:59:55 Stunden ins Ziel und verbesserte damit den Streckenrekord um 9:20 Minuten.

Die vollmundig angekündigte Weltbestzeit, die nach wie vor der Belgier Luc van Lierde mit 7:50:14 Stunden hält, konnte der 35-Jährige zwar nicht knacken. Dennoch schwamm, radelte und lief der Modellathlet in einer anderen Liga. Gleiches galt für die Engländerin Chrissie Wellington. Die Weltmeisterin hatte im Ziel nach 8:51:25 Stunden unglaubliche 26 Minuten Vorsprung auf Nicole Leder und verpasste den Weltrekord der achtfachen Hawaii-Siegerin Paula Newby-Fraser (USA) nur um 32 Sekunden.

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Deutsche Triathleten haben das Nachsehen

"Das ist unglaublich. Dieses Weltklassefeld zu besiegen und dann auch noch eine Zeit von unter acht Stunden zu schaffen ist einfach fantastisch", sagte McCormack nach dem Rennen. Die deutschen Triathleten konnten dem Tempo ihres Erzrivalen zu keiner Zeit folgen. Nach der krankheitsbedingten Absage von Normann Stadler ("Ich sterbe beim Zuschauen 1000 Tode") hatten auch Hawaii-Sieger Faris Al-Sultan, der Vorjahresgewinner Timo Bracht und der letztjährige Zweite Michael Göhner mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun.

Bracht schafft Sprung auf Rang drei

Al-Sultan stieg nach 25 Kilometern beim abschließenden Marathon entkräftet aus, Bracht schaffte mit einer tollen Laufleistung immerhin noch den Sprung auf Rang drei und sicherte sich damit EM-Silber. "Ich hatte nach dem Radfahren Wut im Bauch und habe beim Laufen einfach alles rausgehauen. Das war mein bestes Rennen in Frankfurt und ich bin zum dritten Mal in Serie bester Deutscher. Ich bin sehr glücklich", sagte Bracht im Ziel.

Böcherer sörgt für kurze Überraschung

Den deutschen Stars wurde die Show zunächst vom unbekannten Andreas Böcherer gestohlen. Der 25 Jahre alte Freiburger kam nach 43:55 Minuten als Erster aus dem 23,3 Grad warmen Wasser des Langener Waldsees. Nach den 3,8 Kilometern Schwimmen übernahm auf der 180 Kilometer langen Radstrecke erst einmal Al-Sultan das Kommando. Doch trotz eines zwischenzeitlichen Vorsprungs von 2:28 Minuten konnte sich der Hawaii-Gewinner von 2005 nicht entscheidend absetzen. Bei Kilometer 130 hatte McCormack wieder aufgeschlossen und zog auf und davon.

Al-Sultan mit Rückstand auf der Marathonstrecke

Beim Wechsel auf die abschließende Marathonstrecke betrug der Rückstand von Al-Sultan bereits 2:32 Minuten. Bracht, der im Vorjahr noch die Frankfurter Bestzeit aufgestellt hatte, kam sogar mit 7:22 Minuten Rückstand in die Wechselzone. Das Rennen war für den 32-Jährigen damit bereits vor dem Marathon gelaufen. Dennoch zeigte der Eberbacher eine tolle Moral und blieb am Ende auch unter seiner Zeit aus dem Vorjahr.

Spannender Zweikampf an der Spitze

An der Spitze lieferten sich McCormack und Llanos einen packenden Zweikampf. Etwa zur Hälfte des Marathons startete der Australier eine erste Attacke, doch Llanos ließ nicht locker. Kurzfristig sah es sogar so aus, als könnte der 31-Jährige den großen Favoriten besiegen. Doch "Macca" zeigte einmal mehr seine Extraklasse, steckte eine kurze Schwächephase weg und sicherte sich im Ziel die 100.000 Dollar Antrittsgage. Veranstalter Kurt Denk hatte die Ausschüttung des Geldes an die Bedingung geknüpft, dass sein Zugpferd bis zum Ende durchhält. McCormack enttäuschte den Organisator nicht und ließ seinen vollmundigen Worten im Vorfeld im Rennen Taten folgen.

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