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Der Weg zum WM-Titel führt nur über Hamilton

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Formel 1 - Kolumne  

Der Weg zum WM-Titel führt nur über Hamilton

21.07.2008, 10:47 Uhr | t-online.de

Die Formel-1-Kolumne von Elmar Brümmer, Hockenheim
Lewis Hamilton triumphiert am Hockenheimring. (Foto: imago)Lewis Hamilton triumphiert am Hockenheimring. (Foto: imago) An das Leben im Superlativ kann man sich gewöhnen. Lewis Hamilton ist seit Sonntag wieder das, was er schon mal war, vor gut einem Jahr: Formel-1-Favorit Nummer eins.

Der Stern im Silberpfeil überstrahlte alle anderen, durchaus sehenswerten Comebacks beim Großen Preis von Deutschland: Nick Heidfelds Sprung von zwölf auf vier, Sebastian Vettels Punktgewinn, Nelsinho Piquets zweiten Platz.

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Vierter Saisonsieg für den Briten

Aber an Hamilton führt kein Weg vorbei. Zumindest keiner, der Richtung Titel weist. Vermutlich gilt das – trotz eines Rückstands von 16 Punkten auf Ferrari in der Konstrukteurs-WM – auch für das Team McLaren-Mercedes. Beim ersten Rennen der zweiten Saisonhalbzeit hat sich ein Wachwechsel angedeutet, aus den zarten Hoffnungen der letzten Wochen ist ein Trend geworden – der nächste U-Turn einer verrückten Saison. Vierter Saisonsieg von der dritten Pole-Position, zweiter Sieg in Folge, alleiniger Erster der WM-Wertung. Ein munteres Zahlenspielchen, ähnlich munter wie das Rennen in Hockenheim, das in der zweiten Hälfte – nach Timo Glocks gottlob glimpflich verlaufenem Horror-Crash – beste Unterhaltung bot.

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Hamilton jederzeit siegfähig

Hamilton, der gleiche Pilot, der vor vier Wochen noch im Nirgendwo war, überzeugte nicht nur rein rechnerisch, sondern vor allem durch die Art und Weise seiner Darbietung. Offenbar ist er unter allen Bedingungen, vor allem den schwierigen, siegfähig. „Lewis hat ein absolutes Zeichen gesetzt“, frohlockte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, „diesen Erfolg können wir uns einrahmen lassen.“ Selbst Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte sich im Überschwang der Siegerpfeil-Gefühle eines der schreiend orangefarbenen T-Shirts übergestreift, die nach jedem Erfolg in der Teamzentrale verteilt werden.

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Computer schickt Kovalainen zum Tanken

Hamilton fuhr nicht nur gegen Ferrari an, was angesichts der Launenhaftigkeit der roten Rennwagen noch zu den leichteren Übungen des Tages gehörte, er machte den ersten Mercedes-Heimsieg nach zehn Jahren (den zweiten überhaupt in der Stuttgarter Formel-1-Geschichte) auch gegen die Strategie-Entscheidung des britischen Supercomputers aus. Der hatte in der Neutralisierungsphase dem Teamkollegen Heikki Kovalainen zum schnellen Nachtanken beordert, während der Spitzenreiter draußen bleiben musste. Unter normalen Umständen, mit einem normalen Piloten am Steuer wäre damit der so sicher geglaubte Sieg hinfällig gewesen. In nur sieben Runden 23 Sekunden Vorsprung herauszufahren war der Wunsch der Strategen, aber eher ein Traum.

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Ron Dennis entschuldigt sich für die Strategie

Doch das Unnormale bestimmt derzeit die Normalität des Lewis Hamilton. Der Brite schaffte es und zur Belohnung griff umgehend die Stallorder: Kollege Kovalainen opferte gleich seinen vierten Platz für den Kollegen, der dann wie beim Halma-Spiel von Position zu Position nach vorn hüpfte. Auch Felipe Massa im Ferrari war – mangels Grip und Bremsstärke – kein Gegner für den entfesselten Hamilton. Was richtig Wut im Bauch ausmachen kann. Hamilton hatte über Funk seine Zweifel an der Entscheidung geordert, aber selbst dem Wunder-Zieh-Kind steht das bei McLaren nicht zu. „Ich denke, das Team wird daraus lernen“, urteilte er später süffisant. Da hatte sich Teamchef Ron Dennis schon per Boxenfunk entschuldigt. Hamiltons Berufsauffassung ist selbst im Zwist tadellos: „Das zu tun, dafür werde ich doch bezahlt.“ Eine kleine versteckte Drohung. Hamilton hat sich mit diesem Sieg auch innerhalb des Teams klar positioniert und von Kovalainen emanzipiert. Und wie zu Beginn der Erfolgsgeschichte von Michael Schumacher mag niemand an der Stallorder zu Gunsten des so viel Schnelleren groß etwas Anstößiges finden.

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Entscheidendes Überholmanöver vor der Mercedes-Tribüne

Was die eigene Leistung und die seines Dienstwagens anging, hatte der Sieger bessere Komplimente auf Lager: „Ich glaube, das war unser bestes Wochenende bis jetzt. Wir sind jetzt wirklich auf der Höhe unserer Leistungsfähigkeit. RTL-Kommentator Niki Lauda fällt dazu nur das Wörtchen „einzigartig“ ein. Wer sonst als Hamilton würde das entscheidende Überholmanöver gegen Felipe Massa auch genau vor der Mercedes-Tribüne austragen...?

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