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IOC setzt sich gegen Zensur zur Wehr

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Olympia 2008 - Zensur  

IOC setzt sich gegen Zensur zur Wehr

29.07.2008, 10:49 Uhr | dpa

Das IOC kämpft gegen die Zensur des Chinesischen Internets. (Foto: imago)Das IOC kämpft gegen die Zensur des Chinesischen Internets. (Foto: imago) Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat gegen die chinesische Zensur des Internets im Hauptpressezentrum interveniert. Laut Kevin Gosper, Vorsitzender der IOC-Pressekommission, gab es bereits ein Treffen zwischen IOC-Olympiadirektor Gilbert Fello und der Pekinger Organisatoren. "Er hat die Themen mit den Gastgebern angesprochen", so Gosper.

Die bereits im Reich der Mitte angekommenen Journalisten beklagten sich zudem über die geringe Geschwindigkeit der Internetverbindungen.

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Deutsche Welle wird zensiert

Der Australier Gosper nahm damit Stellung zu den Klagen der Journalisten, dass die chinesische Olympia-Organisation entgegen früherer Zusagen auch im Pressezentrum keinen freien Zugang zum Internet gewährt. Wie generell in China werden auch dort die Seiten von internationalen Menschenrechtsorganisationen, Chinakritikern oder auch des chinesischen Programms der Deutschen Welle oder des amerikanischen Senders Radio Free Asia gesperrt.

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Peking weist Vorwürfe zurück

Im April diesen Jahres war Gosper in Peking zugesagt worden, dass das Internet für die mehr als 20.000 ausländischen Journalisten nicht zensiert werde. Fraglich war damals nur, ob der freie Zugang auch im Hotel oder in anderen Unterkünften der Journalisten gewährt wird. Sun Weijia, Medienchef des Pekinger Organisationskomitees, kann die Aufregung nicht nachvollziehen. "Ich glaube nicht, dass es generelle Probleme gibt, sich mit Medienwebsites zu verbinden."

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Tageszeitungen werden unzensiert verkauft

Bei den ausländischen Printmedien verhält sich China dagegen weniger rigoros: So wird in den drei Pressezentren und im Olympischen Dorf ein relativ freies Angebot von bis zu 100 Auslandsmagazinen und Tageszeitungen angeboten. Die "New York Times" kann somit erstmals beim Olympia-Gastgeber gekauft werden. Die neue Vielfalt hat allerdings auch ihren Preis: Die Auslandspresse kommt trotz Luftpost erst drei Tage später an - bei mehr als drei Mal teureren Preisen als regulär.

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