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Leichtathletik - Olympia 2008: Gedopter Jamaikaner schürt Generalverdacht

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Olympia 2008 - Leichtathletik  

Gedopter Jamaikaner schürt Generalverdacht

29.07.2008, 10:57 Uhr | t-online.de

Ein Sprinter aus Jamaikas Olympiateam ist des Dopings überführt worden. (Foto: imago)Ein Sprinter aus Jamaikas Olympiateam ist des Dopings überführt worden. (Foto: imago) Der Verdacht bestand schon länger bei Jamaikas Sprintern, jetzt ist es offiziell. Ein Leichtathlet aus dem Olympia-Team ist bei einer Dopingkontrolle positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden.

Dies teilte der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Jamaikas, Mike Fennell, in Kingston mit. Den Namen des Sportlers wollte der NOK-Chef aber nicht nennen.

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Bolt und Powell nicht betroffen

Es handele sich aber nicht um ein prominentes Mitglied der Olympia-Mannschaft. Weltrekordler Usain Bolt und sein ärgster Konkurrent, Asafa Powell, seien von dem Vorfall nicht betroffen. "Ich habe angewiesen, dass der betreffende Athlet aus dem Team zurückgezogen wird. Er wird nicht an den Olympischen Spielen teilnehmen", sagte Fennell. "Wir sind wirklich sehr enttäuscht." Der positive Test wurde bei den jamaikanischen Meisterschaften Ende Juni genommen - zugleich Qualifikation für die Olympischen Spiele in Peking. Das Ergebnis der B-Probe steht noch aus.

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Name nicht bestätigt

Allerdings wurde der Name des Sprinters Julien Dunkley von der Liste der 53 für Olympia gemeldeten jamaikanischen Leichtathleten gestrichen, die auf der Website der Jamaica Olympic Association veröffentlicht ist. Das berichtet der "Jamaica Observer". Dunkley, Sechster über 100 Meter bei den nationalen Meisterschaften und mit persönlicher Bestzeit von 10,02 Sekunden, wurde jedoch von der JOA nicht namentlich als der gedopte Sportler benannt.

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Verdacht besteht schon länger

Dopingverdacht bei Jamaikas Sprintern. (Foto: imago)Dopingverdacht bei Jamaikas Sprintern. (Foto: imago) Tage zuvor schon hatte der Gründer des Doping-Labors BALCO, Victor Conte, die Sprinter von der Karibik-Insel unter Doping-Verdacht gestellt. Gegenüber der "Los Angeles Times" hatte Conte gesagt: "Die schnellsten Männer der Welt kommen von einer Insel. Das ist hochverdächtig. Ich glaube, in der Karibik gibt einen übermäßigen Gebrauch leistungsfördernder Mittel." Eine Nationale Anti-Doping-Agentur gibt es in Jamaika nicht.

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Unregelmäßige Tests

Entsprechend kritisch äußerte sich auch der Chef der regionalen karibischen Anti-Doping-Agentur RADO auf der BBC-Website über die Tests in Jamaika. Jamaika sei weder Mitglied der RADO, noch gebe es dort ein Testprogramm, in dem unangekündigte Testkontrollen durchgeführt würden, wird Adrian Lorde zitiert. Und zur "New York Times" sagte er: "Ich würde gerne denken, dass dort getestet wird, aber ich weiß es wirklich nicht." Bestimmte Athleten verdächtige er nicht, so Lorde, "aber wenn man nicht testet, weiß man es auch nicht."

Auch Merlene Ottey im Verdacht

Das NOK Jamaikas wies diese Vorwürfe weit von sich. "Alle unsere Athleten, die regelmäßig im Ausland starten, werden dort immer getestet", sagte NOK-Chef Fenell. Es ist jedoch nicht das erste Mal, das jamaikanische Sprinter unter Doping-Verdacht stehen. Im Jahre 1999 geriet die Grande Dame des jamaikanischen Sprintes, Merlene Ottey, in den Verdacht, mit Nandrolon ihre Leistungsfähigkeit gesteigert zu haben. Ihrem Einspruch gegen eine drohende Sperre wurde damals allerdings stattgegeben - wegen mutmaßlicher Mängel bei der Arbeit des Labors.

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