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Großer Preis von Ungarn - Formel 1: Hamilton geht gelassen in die Hitzeschlacht

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McLaren-Mercedes  

Hamilton geht gelassen in die Hitzeschlacht

30.07.2008, 13:37 Uhr | dpa

So sehen Sieger aus: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton ist gut drauf. (Foto: imago)So sehen Sieger aus: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton ist gut drauf. (Foto: imago) WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton will sich mit einem Hattrick auf dem Hungaroring im Titelrennen der Formel 1 weiter von seinen Ferrari-Verfolgern absetzen (erstes freies Training ab 9.45 Uhr live im Ticker). Beflügelt von seinen zwei grandiosen Grand-Prix-Siegen in Silverstone und Hockenheim, kann der Brite im McLaren-Mercedes relativ cool in die zu erwartende Hitzeschlacht gehen.

Dennoch warnte der Vorjahressieger des Großen Preises von Ungarn vor Überheblichkeit: "Ich gehe nicht mit übertriebenem Optimismus in dieses Rennwochenende; auf so einer speziellen Strecke kann sich keiner sicher sein." Hamiltons rote Rivalen Kimi Räikkönen und Felipe Massa stehen in Budapest nach den jüngsten Ernüchterungen unter Druck: Noch eine Niederlage - und der WM-Zug ist, zumindest vorerst, ohne die beiden Ferrari-Piloten abgefahren.

Hintergrund Lewis Hamilton im Kurzporträt

Ferrari hat gleich mehrere Baustellen

"Wenn man zwei Rennen hintereinander gewonnen hat, muss man mit der Favoritenrolle leben, auch wenn einem das nicht so gefällt", räumte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor dem elften Saisonlauf zur Formel-1-Weltmeisterschaft am Sonntag (ab 13.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker) ein. Die Silberpfeile sind derzeit das Maß aller Dinge. Ferrari muss gleich mehrere Baustellen bearbeiten. Rätselhafte Probleme mit den Bremsen brachten Massa beim Großen Preis von Deutschland um die Siegchance. Zudem hapert es bei der Traktion, und die Reifen erreichen bei kühlem Wetter nicht schnell genug ihre optimale Betriebstemperatur.

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Der Scuderia fehlt Tempo

"Wir müssen unsere Probleme lösen", forderte der inzwischen sieben WM-Punkte hinter Hamilton (58) liegende Titelverteidiger Räikkönen (51) schnellstmögliche Besserung. Sein brasilianischer Teamkollege Massa, mit 54 Zählern WM-Zweiter, machte ebenfalls Druck: "Wir haben einen Rückschritt gemacht und müssen wieder aufholen." Selbst Teamchef Stefano Domenicali hatte nach der Demütigung von Hockenheim eingestanden, dass Ferrari "erstmals in dieser Saison nicht das Tempo hatte, das wir von uns erwarten. Wir müssen die Gründe dafür finden."

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Haug schätzt Ferrari "enorm stark ein"

Ob die Scuderia schon in Ungarn wieder voll konkurrenzfähig ist, wird sich weisen. Rekord-Champion Michael Schumacher macht seinen Nachfolgern in seiner Funktion als Ferrari-Berater Mut: "Jede Rennstrecke hat ihren eigenen Charakter. In Budapest kann es schon wieder ganz anders aussehen." Haug hat die Italiener jedenfalls voll auf der Rechnung: "Ich schätze Ferrari enorm stark ein. Vielleicht hat auch BMW auf dem engen, winkligen Kurs Chancen." Auf dem 4,381 Kilometer langen, holprigen und nur wenig Überholmöglichkeiten bietenden Berg-und-Tal-Kurs kommt es vor allem auf einen guten Startplatz und eine optimale Strategie an. Hamilton bezeichnete das Qualifying am Samstag wegen der spezifischen Streckenverhältnisse sogar als "vorentscheidend".

Heidfeld "liegt diese Strecke"

Vom deutschen Quintett darf sich Nick Heidfeld die größten Hoffnungen machen. Der BMW-Sauber-Pilot aus Mönchengladbach fuhr in Ungarn in den beiden zurückliegenden Jahren jeweils als Drittplatzierter aufs Podest und scheint nach einem Zwischentief wieder zu alter Stärke gefunden zu haben. "Ich bin auf dem Hungaroring immer sehr gut zurechtgekommen, mir liegt diese Strecke", sagte Heidfeld. "2008 in Budapest zum dritten Mal in Folge auf das Podium zu fahren, ist das Ziel. Pflicht ist, mit beiden Autos im Qualifying solide unter die schnellsten Zehn zu fahren und im Rennen wieder ordentlich WM-Punkte zu sammeln", gab BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen als Marschroute aus.

Glock nach seinem Unfall wieder fit

Nico Rosberg will am Sonntag seine schwarze Serie stoppen und nach fünf Nullrunden endlich wieder punkten. Im Vorjahr holte der Williams-Toyota-Vertreter hier zwei WM-Zähler. Timo Glock ist nach seinem schweren Unfall beim Heimrennen wieder fit und voller Heißhunger. "Ich bin definitiv bereit und gehe zuversichtlich in das Wochenende", teilte der Toyota-Pilot mit. Bei optimalem Verlauf ist auch Sebastian Vettel im Toro Rosso ein Kandidat für Punkte. Für Adrian Sutil geht es im Force-India primär darum, ins Ziel zu kommen.

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