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Großer Preis von Ungarn: Glock und Kovalainen erstmals auf dem Podest

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GP von Ungarn - Rennen  

Premiere für Glock und Kovalainen

03.08.2008, 17:57 Uhr | dpa, t-online.de

Timo Glock wird Zweiter in Ungarn. (Foto: dpa)Timo Glock wird Zweiter in Ungarn. (Foto: dpa) Timo Glock ist zum ersten Mal in seiner Karriere bei einem Formel-1-Rennen aufs Podium gefahren. Der Toyota-Fahrer belegte beim Großen Preis von Ungarn hinter dem Finnen Heikki Kovalainen den zweiten Platz. Auch für den Sieger war es eine Premiere.

Der McLaren-Mercedes-Pilot feierte in Budapest seinen ersten Grand-Prix-Erfolg. Großer Pechvogel war der Brasilianer Felipe Massa, dessen Ferrari drei Runden vor dem Ende in Führung liegend von technischen Problemen gestoppt wurde.

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Hamilton verteidigt WM-Führung

Platz drei belegte Titelverteidiger Kimi Räikkönen im Ferrari. Fernando Alonso im Renault wurde Vierter. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton wurde durch einen Reifenschaden an seinem McLaren-Mercedes an zweiter Position liegend zurückgeworfen, belegte am Ende Rang fünf und verteidigte damit zumindest seine WM-Führung mit nun fünf Punkten Vorsprung auf Räikkönen. "Sorry für Felipe und Ferrari, Lewis hatte Pech. Sensationell der erste Sieg von Heikki", bilanzierte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach dem Erfolg des weitgehend fehlerfrei fahrenden Kovalainen.

Überblick: Fahrerwertung 2008
Überblick: Teamwertung 2008

Massa entscheidet Start für sich

Nach einem sensationellen Start von Massa hatte zunächst alles auf den vierten Saisonsieg des Brasilianers hingedeutet. Von Rang drei zog er schon nach wenigen Metern mühelos an dem als Zweiter ins Rennen gegangenen Kovalainen davon und rauschte dann mit qualmenden Reifen in der ersten Kurve auch an Hamilton vorbei. Im Schatten des Schnellstarters Massa rutschte auch Glock nach vorn, als er sich vor den Polen Robert Kubica im BMW-Sauber auf Platz vier verbesserte. Der nach seinem Desaster in der Qualifikation nur als 15. gestartete Nick Heidfeld machte gleich drei Plätze gut.

Ergebnis Rennen
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Hamilton platzt der Vorderreifen

Ganz vorn aber war Massa zunächst nicht zu stoppen. Er baute auf dem 4,381 Kilometer langen, welligen und winkligen Berg-und-Tal-Kurs einen kleinen Vorsprung auf die silbernen Verfolger auf und blieb auch nach der ersten Runde der Boxenstopps an der Spitze. Zwar kam der Brasilianer nach 18 Runden als Erster zum Tanken, doch Hamilton folgte nur einen Umlauf später und konnte daher keinen Boden gutmachen. In der 41. Runde war die Aufholjagd des Briten endgültig beendet: Beim Anbremsen in einer Kurve platzte sein linker Vorderreifen.

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Massas WM-Führung geht in Rauch auf

Felipe Massas Siegtraum geht im Rauch auf. (Foto: Reuters)Felipe Massas Siegtraum geht im Rauch auf. (Foto: Reuters) Mühsam schleppte sich der 23-Jährige zurück an die Box und kam als Neunter zurück auf die Strecke. Immerhin konnte Hamilton, der nach seinen furiosen Erfolgen in Silverstone und Hockenheim in Ungarn den Hattrick schaffen wollte, am Ende noch Schadensbegrenzung betreiben. Als Fünfter rettete er vier WM-Zähler und hat nun 64 Punkte auf dem Konto. Massas Traum vom WM-Thron indes platzte in der 68. Runde, als er mit rauchendem Motor ausrollte.

Räikkönen geht kein Risiko ein

Damit war auch die Aufholjagd von Titelverteidiger Räikkönen beendet. Der Champion hatte nach langem Kampf Renault-Pilot Fernando Alonso hinter sich gelassen und näherte sich auch dem verzweifelt kämpfenden Glock bedrohlich. Doch nach Massas Aus bremste die Ferrari-Teamleitung auch Räikkönen ein und mahnte den Finnen in den finalen Umläufen zur schonenden Fahrweise. Von den Angriffen des Ferrari-Mannes befreit steuerte Glock seinen Toyota mit elf Sekunden Rückstand auf Kovalainen ins Ziel.

Vettel und Sutil scheiden aus

Für die anderen Deutschen verlief das Rennen hingegen enttäuschend. Nick Heidfeld wurde lediglich Zehnter und liegt als WM-Fünfter mit weiterhin 41 Punkten nun 23 Zähler hinter Hamilton. Zum sechsten Mal nicht ins Ziel kam Sebastian Vettel. Er schied in der 24. Runde mit einem technischen Defekt aus und war danach ratlos: "Heute ist alles etwas in die Hose gegangen." Auch Nico Rosberg war im Williams-Toyota einmal mehr chancenlos und blieb als 14. zum sechsten Mal hintereinander ohne WM-Punkte. Adrian Sutil fiel mit seinem Force India in der 66. Runde aus.

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