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Großer Preis von Ungarn: Glock meldet sich eindrucksvoll zurück

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Formel 1 - Kolumne  

Glock meldet sich eindrucksvoll zurück

04.08.2008, 09:22 Uhr | t-online.de

Die Formel-1-Kolumne von Elmar Brümmer, Budapest

Gibt sich gewohnt bescheiden: Timo Glock. (Foto: imago)Gibt sich gewohnt bescheiden: Timo Glock. (Foto: imago) Alles verdrängen zu können, ist die vornehmste Tugend eines Formel-1-Fahrers. Beinahe weltmeisterlich dürfte darin Timo Glock sein. Was für eine Achterbahnfahrt innerhalb der letzten zwei Wochen hat der Toyota-Pilot hinter sich gebracht: Erst der heftige Crash in die Boxenmauer von Hockenheim, jetzt Rang zwei beim Großen Preis von Ungarn.

In Budapest hatte er auf Erkundigungen, ob er den Unfall mit Tempo 180 auch wirklich verkraftet habe, leicht genervt reagiert. Bereits mit dem sensationellen fünften Startplatz begann sein Konter: "Na, Fragen beantwortet?"

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Der "Kampfdackel" kommt in Fahrt

Jawoll, und zwar mit einem Ausrufezeichen! Glock mit Doppel-Schock. Auch ohne den dramatischen Ausfall von Spitzenreiter Felipe Massa wäre es für den 26-Jährigen der erste Podestplatz seiner Karriere geworden. In den letzten zehn Runden ließ er sich weder vom gefährlich herannahenden Kimi Räikkönen noch von den nachlassenden eigenen Reifen nervös machen. Der Finne musste schließlich im Windschatten zurückstecken, aber vorm Duell mit dem Champion wäre Glock ohnehin nicht bange gewesen. Neben Hamilton und Heidfeld gilt der noch amtierende Meister der Nachwuchsliga GP2 als der kampfstärkste Fahrer im Feld, vielleicht sogar vor den beiden. Der Zweikampfstärke hat er den Spitznamen "Kampfdackel" zu verdanken. Deshalb hat sich der Odenwälder einen stilisierten Hund auf den Helm malen lassen, der zu Ehren des neuen Arbeitgebers ein Stirnband und japanische Schriftzeichen trägt. Übersetzt bedeutet das: "Sohn des Windes".

Überblick: Fahrerwertung 2008
Überblick: Teamwertung 2008

Glock nimmt Weltmeistertitel 2010 ins Visier

Mehr noch als die acht Punkte von Ungarn – einer mehr als in den zehn Rennen dieser Saison davor – bedeutet Glock die Emanzipation. Seine souveräne Leistung verleiht ihm im Team das nötige Standing gegen Fahrerkollege Jarno Trulli. Aber Glock und Manager Hans-Bernd Kamps haben ihre Strategie langfristig ausgerichtet, und nach dem Rennen in Budapest mag keiner mehr laut über das verkündete Ziel, 2010 um den Titel mitfahren zu wollen, lachen. Bis in zwei Jahren will er seine Leistungen so stabilisiert haben, dass er sein ganzes Potenzial ausschöpfen kann. Auch bei BMW, wo Glock im Vorjahr als Testpilot geschätzt wurde, freut man sich für den unauffälligen, aber auffällig netten Rennfahrer. Respekt von Mario Theissen über Mercedes-Sportchef Norbert Haug bis hin zum RTL-Grantler Niki Lauda, das ist selten. Berater Kamps frohlockte selbstredend mit: "Jetzt geht es nach vorne. Dass die Schritte manchmal ein bisschen schneller kommen als geplant, das ist ja schön!"

Ergebnis Rennen
Ergebnis Qualifying
Ergebnis Drittes freies Training
Ergebnis Zweites freies Training
Ergebnis Erstes freies Training

Fit machen bei Schumis ehemaligem Physiotherapeut

Perfekte Planung, das entspricht Glocks Zielstrebigkeit. Der gelernte Gerüstbauer kann auf einen Handwerkerbrief verweisen: "In beiden Jobs kommt es auf ein gutes Auge und Weitsicht an." Das Comeback - 2004 hatte er zwei WM-Pünktchen als Ersatzmann beim Jordan-Team eingefahren - war noch nicht richtig perfekt, da begab sich der Odenwälder schon in die Klinik. Für ein Vierteljahr in der Winterpause - um sich fit zu machen, bei Schumis ehemaligen Physiotherapeuten in Bad Nauheim.

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Glock: "Das ist fantastisch"

Selbst konnte Glock, den seit Tagen Magenschmerzen plagten, es nicht gleich verarbeiten, was da auf dem Hungaroring mit ihm passiert ist. Er stammelte immer wieder nur: "Das ist unglaublich!" Aber wahr. Bescheidenheit bleibt aber seine Zier, zu seiner Leistung fiel ihm nur ein: "So ein Ergebnis in seinem ersten richtigen Rennjahr zu schaffen, das ist fantastisch. Ich musste einfach sehen, keine Fehler mehr zu machen..." Rock around the Glock.

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