Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

FIFA-Chef Blatter stänkert gegen Bundesliga-Klubs - Olympia 2008

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Olympia 2008 - Fussball  

Blatter stänkert gegen Bundesliga-Klubs

04.08.2008, 14:13 Uhr | dpa, t-online.de, sid

Fifa-Boss Josef Blatter geht auf Konfrontationskurs zu den Klubs. (Foto: imago)Fifa-Boss Josef Blatter geht auf Konfrontationskurs zu den Klubs. (Foto: imago) Der Streit um die Abstellung von Fußballprofis für die Olympischen Spiele schwelt weiter. FIFA-Präsident Joseph Blatter hat die Fußball-Bundesligisten Schalke 04 und Werder Bremen erneut scharf angegriffen.

"Es ist eine Frage der Solidarität und des Respekts vor dem Geist der Olympischen Spiele, die Spieler freizugeben", sagte der Chef des Weltfußballverbands.

Video Rafinha droht Geldstrafe
Olympia-Streit FIFA zwingt Vereine zur Spieler-Abstellung
Hoffenheim Obasi darf nach Peking reisen
Olympia-Streit Bundesliga-Manager kritisieren die FIFA

Blatter redet sich in Rage

Blatter könne es nicht akzeptieren, dass die beiden Vereine sich weigerten, ihre brasilianischen Profis Rafinha und Diego für das olympische Turnier in Peking abzustellen und deshalb den Internationalen Sportgerichtshof CAS angerufen hätten, echauffierte er sich weiter. Schon seit den Spielen 1992 in Barcelona sei es nach einem Beschluss der FIFA von 1988 üblich, Spieler, die jünger als 23 Jahre alt sind, an den Sommerspielen teilnehmen zu lassen.

Diego Doch noch zu Olympia?
Video Clemens Fritz: "Wir brauchen Diego"
Genervt Allofs kritisiert die FIFA

Präzedenzfall für die FIFA

Dennoch widersetzten sich die beiden deutschen Vereine ebenso wie der spanische Topklub FC Barcelona. "Wir dachten der Standpunkt der FIFA von 1988 würde weiter akzeptiert. Aber sie können es nicht verstehen, oder sie wollen es nicht verstehen", kritisierte Blatter. Der Chef des Fußball-Weltverbandes zeigte sich über den außergewöhnlichen Fall sichtlich erregt: "Nie zuvor hat jemand die Abstellungspflicht bestritten, es gab nie Probleme, niemals! Aber nun ist das nicht mehr der Fall."

Rafinha halten oder verkaufen? Zum Bundesliga-Manager
Doch Freigabe? IOC droht mit Sperre

Olympia als Karriere-Highlight

Blatters Verständnis für die Haltung der Vereine tendiert offenbar gegen Null. "Das sind doch keine armen Klubs. Die leiden sicher nicht darunter, wenn die Spieler fehlen. Man sollte ihnen ermöglichen, sich ihren Traum zu erfüllen", sagte der Schweizer. Als Kronzeugen in eigener Sache berief er Bayern Münchens Trainer Jürgen Klinsmann, der den Gewinn der Bronzemedaille bei den Sommerspielen 1988 in Seoul einmal als den "emotionalsten Moment meiner Karriere" bezeichnet hatte.

Weltfußball-Boss kontert Kritik

Das Argument der Vereine, eine Abstellungspflicht bestehe nicht, weil das olympische Turnier nicht im FIFA-Kalender steht, wies Blatter zurück. "Der internationale Kalender beinhaltet nur die Spiele von A-Mannschaften, nicht aber solche von U-Mannschaften. Das ist der Grund, aus dem die Olympischen Spiele im Kalender fehlen." Einer möglichen weiteren Klage nach den Spielen sieht er gelassen entgegen. "Die FIFA ist 104 Jahre alt, sie wird auch einen Angriff der Klubs nach Olympia verkraften."

Zum Durchklicken So bereiten sich die Klubs auf die Saison vor
Zum Durchklicken Die Bundesliga-Wechselbörse zur Saison 08/09
Bundesliga-Forum Ihre Meinung zählt!

CAS fällt Urteil

Nun wird sich der internationale Sportgerichtshof der Thematik annehmen. "Wir werden uns der Entscheidung fügen", sagte Blatter. Selbst für den Fall, dass das Gericht gegen die FIFA urteilt, hoffe er aber, "dass die Klubs die Spieler spielen lassen". Ein Urteil des CAS wird frühestens am späten Dienstagabend, spätestens im Laufe des Mittwochs erwartet.

Umdenken bei Werder und Schalke

Bei den Bundesligisten gibt es mittlerweile Überlegungen, sowohl Diego als auch Rafinha unabhängig vom Ausgang des CAS-Urteils für Brasiliens Auswahl spielen zu lassen. Wie Werder wird wohl auch Schalke auf eine Rückholaktion des eigenmächtig nach Peking gereisten Rafinhas verzichten. "Er verpasste einen entscheidenden Teil der Vorbereitung. Würden wir ihn bei den Brasilianern noch rausschmeißen, hätte er zudem den Kopf nicht frei für uns", sagte Schalke-Manager Andreas Müller der "Bild"-Zeitung. Zuvor hatten bereits die Bremer signalisiert, dass Diego in China bleiben darf. Außerdem hatte Werder einen Tag nachdem die FIFA per Einzelrichter-Urteil die Abstellungspflicht für unter 23-Jährige bestätigt und mit dem Gewohnheitsrecht begründet hatte, den Serben Dusko Tosic zur serbischen Nationalelf ziehen lassen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Dumme Idee 
Sprung auf Hai zeugt nicht gerade von Intelligenz

Diese Aktion hätte auch gerne in die Hose gehen können. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Auf flachen Sohlen - Schuhe für die kühle Jahreszeit

Angesagte Stiefel, trendige Schnürer, klassische Stiefeletten u.v.m. jetzt entdecken bei BAUR.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal