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Dressurreiten: Hiroshi Hoketsu mit 67 Jahren bei Olympia 2008

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Olympia 2008 - Reiten  

Der alte Mann und das Pferd: Mit 67 Jahren zu Olympia

05.08.2008, 13:21 Uhr | dpa, t-online.de

Hiroshi Hoketsu ist in Peking dabei - im Alter von 67 Jahren. (Foto: imago)Hiroshi Hoketsu ist in Peking dabei - im Alter von 67 Jahren. (Foto: imago) 1964 ist Hiroshi Hoketsu zum ersten Mal bei Olympischen Spielen gestartet. Dann hat er eine 44 Jahre lange Olympia-Pause eingelegt - und tritt nun in Peking an. Im Alter von 67 Jahren. Der japanische Dressurreiter ist der rüstige Rentner der Spiele, aber das ist ihm egal. "Ich fühle mich nicht so alt", sagt er.

Dabei stellt er sich fröhlich neben die Brasilianerin Luiza Almeida, mit 16 Jahren das Nesthäkchen der Reitwettbewerbe in Hongkong. Sogar 55 Jahre liegen zwischen dem Reit-Oldie und der jüngsten Olympia-Starterin. Schwimmerin Antoinetti Guedia Mouafo aus Kamerun ist nach Angaben des Olympia-Organisationskomitees erst zwölf.

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Trainer ist begeistert

"Beim Reiten ist es keine Frage des Alters", sagt Hoketsu, es komme ja mehr auf die Pferde an. Um optimal vorbereitet zu sein, ist er nach Deutschland gezogen und trainierte dort in Aachen bei Trainer Ton de Ridder. "Dieser Mann besitzt meine Bewunderung", sagt de Ridder. "Wie er konzentriert bei der Sache ist und nie aufsteckt, daran könnten sich viele jüngere Reiter ein Beispiel nehmen."

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In der Heimat gefeiert

Nach intensiver Vorbereitung war es im April so weit: Bei einem Turnier bei Osnabrück schaffte Hoketsu die Olympia-Qualifikation. In der Heimat wird er von der Presse euphorisch als "die Hoffnung der alten Männer" gefeiert.

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Vom Springen zur Dressur

1964 war er als Springreiter im Zeichen der fünf Ringe aktiv, jetzt in der Dressur. "Als ich so etwa 42 war, habe ich bemerkt, dass meine Sehkraft sich verändert hat, ich bekam Schwierigkeiten, Distanzen genau zu erkennen", sagt Hoketsu. Da die Dressur für ihn eine genauso große Rolle spielte wie das Springen, fiel die Entscheidung zu wechseln nicht schwer.

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Berufliche Karriere im Vordergrund

Umso erstaunlicher ist das Comeback vor dem Hintergrund, dass sich Hoketsu nach den Spielen 1964 ganz seinem Beruf widmete. Er machte als Manager in der Pharmabranche in den USA und in Japan Karriere und sitzt noch heute im Aufsichtsrat eines japanischen Unternehmens.

Ein 72-Jähriger gewann Silber

Reiten war für ihn nur noch ein Hobby, aber der Ehrgeiz war nie ganz weg: "Ich habe mich vor wenigen Jahren gefragt, was ich noch will und dann entschieden, wenn ich weiter reite, dann richtig." Ein klares Ziel hat er auch vor Augen: Besser abschneiden als 1964, damals wurde er 40. Für den Titel "ältester Olympia-Teilnehmer aller Zeiten" müsste Hoketsu übrigens noch bis 2016 weitermachen. Schütze Oscar Swahn aus Schweden war 1920 als 72-Jähriger dabei - und gewann Silber.

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