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IOC mit Rekordeinnahmen bei Olympia 2008

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Olympia 2008  

Finanzrekorde bei den Pekinger Milliardenspielen

05.08.2008, 16:15 Uhr | dpa

Auch der Verkauf der Olympiamaskottchen spült Millionen in die Kassen. (Foto: imago)Auch der Verkauf der Olympiamaskottchen spült Millionen in die Kassen. (Foto: imago) Der Wahlspruch "Schneller-Höher-Stärker" hat für das Milliarden-Unternehmen Olympia bereits vor Eröffnung der 29. Sommerspiele eine Erfüllung gefunden. Die Gesamteinnahmen aus der Vermarktung der Peking-Spiele zusammen mit den Winterspielen 2006 in Turin betragen über fünf Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro).

"Es wird eine Steigerung von 25 bis 30 Prozent geben", sagte IOC-Marketingchef Gerhard Heiberg. In der vorangegangenen olympischen Periode 2002 bis 2005 betrugen die Einnahmen aus den Spielen in Salt Lake City (2002) und Athen (2004) 4,187 Milliarden Dollar.

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Spitze des Eisberges

Die mehr als fünf Milliarden Dollar sind jedoch nur ein kleiner Teilbereich jener riesigen Summen, die Olympia in Bewegung setzt. Gastgeber China investiert bis zu 40 Milliarden Dollar in seine Staatsspiele, an denen Siemens als größter deutscher Profiteur einen Auftragsanteil von 1,1 Milliarden Dollar hat. Die reinen Ausrichterkosten gibt das Organisationskomitee BOCOG mit 2,1 Milliarden Dollar an.

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Ausrichter übertrumpft das IOC

Eine Kosten-Nutzen-Rechnung ist kaum möglich. Das gilt auch für die Sponsoren, die sich in das olympische Geschäft eingekauft haben. Zwölf Weltunternehmen erhielten vom IOC für insgesamt 866 Millionen Dollar das Recht, in ihren Produktgruppen zwischen 2005 bis 2008 global mit den Olympischen Ringen werben zu können. Zu den olympischen Rekorden zählt, dass in Peking ein Olympia-Ausrichter die Sponsoren-Einkünfte des IOC übertrumpft hat. Das BOCOG generiert von 36 Unternehmen, darunter Volkswagen, Adidas und in der kleinsten Kategorie die Bundesbahn-Tochter Schenker, 1,2 Milliarden Dollar. Experten geben als Faustregel an, dass ein Sponsor das Dreifache seiner Einstandszahlung anwenden muss, um seinen Einsatz durch begleitende PR-Kampagnen lohnend zu machen.

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VW dick im Geschäft

Um den Preis für den Transportausrüster der Spiele in die Höhe zu treiben, vergaben die Chinesen erstmals die Lizenz durch Versteigerung. Volkswagen ließ sich den Sieg im Dreikampf mit General Motors und Toyota um den Titel des olympischen Transporteurs (mit 6000 Autos) 120 Millionen Dollar kosten. Das sind 105 Millionen Dollar mehr, als Hyunday 2004 an Athen bezahlen musste.

Adidas rüstet aus

Der Einstandspreis von Adidas liegt unter dem von Volkswagen. Mit dem "größten Engagement unseres Unternehmens aller Zeiten beim größten Sportereignis der Welt" rüstet der Sportartikelhersteller mehr als 100.000 Helfer und Offizielle mit mehr als 2,5 Millionen Kleidungsstücken und Schuhen aus, kleidet unter anderem das chinesische Team ein und ist mit seinen Produkten in 27 der 28 Sportarten präsent. Und das, obwohl der große amerikanische Konkurrent Nike durch Protest beim IOC durchsetzte, dass die Dreistreifen-Firma in Peking ihre Werbesignale auf Bekleidung verkleinern musste.

Werbeverbot für bessere TV-Vermarktung

Denn das Geschäft des IOC läuft so: Werbeverbot in den Arenen sorgt für saubere Wettkampfbilder. Das wiederum ist gut für den Verkauf der Fernsehrechte. Besonders die rein kommerziellen TV-Unternehmen haben dadurch die Chance, ihre eigenen Werbebotschaften umso wirksamer unter das Volk zu bringen. Beispiel NBC: Der US-Gigant lässt sich die Peking-Rechte 894 Millionen Dollar kosten, sein Einnahmeziel liegt jenseits von 1,1 Milliarden Dollar.

Höchste Einnahmen beim Kerngeschäft Fernsehen

Mit seinem Kerngeschäft Fernsehen generiert das IOC durch die Peking-Spiele 1,737 Milliarden Dollar, nach 1,494 Milliarden Dollar 2004 in Athen und schon jetzt vertraglich gesicherten mehr als zwei Milliarden Dollar in London 2012. Größter Profiteur ist jeweils der Olympia-Organisator mit einem Anteil von jeweils knapp 50 Prozent. Vom olympischen Bruttosozialprodukt aus den Spielen in Peking und Turin von mindestens fünf Milliarden Dollar behält das IOC rund acht Prozent für seinen eigenen Vierjahreshaushalt, was ungefähr 415 Millionen Dollar entspricht. Für diese Summe hat das IOC eine Ausfallversicherung abgeschlossen, nachdem sich die Athen-Spiele drei Jahre nach dem Terroranschlag in New York als unversicherbar erwiesen hatten.

Streit um Verteilung der Mittel

Eigentlich müsste in der olympischen Familie ob der Hochkonjunktur eitel Sonnenschein herrschen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Aufteilung des Kuchens zwischen IOC, den 205 Nationalen Olympischen Komitees (NOK) und den 35 olympischen Sportverbänden zu drei gleichen Teilen steht nur auf dem Papier. Verbände und NOKs sind empört, dass aus altem, längst überholtem Recht das US-Komitee USOC fast so viel verdient wie sie jeweils zusammen - durch 12,75 Prozent Anteile an den Einnahmen der zwölf Top-Sponsoren des IOC und durch 20 Prozent an den Zahlungen des US-Fernsehens. Der Kaufkraftverlust des Dollars von fast 30 Prozent in den vergangenen vier Jahren gegenüber dem Euro schmerzt jene IOC-Partner besonders, die Ausgaben in Euro haben.

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