Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Olympia 2008: Der Fackellauf biegt auf die Zielgerade ein

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Olympia 2008 - Fackellauf  

Der Fackellauf biegt auf die Zielgerade ein

06.08.2008, 12:52 Uhr | dpa

Die Olympische Fackel ist in Peking angekommen (Foto: imago)Die Olympische Fackel ist in Peking angekommen (Foto: imago) Strenge Sicherheitsvorkehrungen und ein waghalsiger Protest von ausländischen Tibet-Aktivisten haben die letzte Etappe des olympischen Fackellaufes in Peking überschattet. Zwei Stunden nachdem vier britische und amerikanische Aktivisten an hohen Masten nahe des Olympia-Geländes zwei Spruchbänder mit der Forderung nach Freiheit für Tibet aufgehängt hatten, begann am Eingang zum Kaiserpalast im Zentrum Pekings der Schlussteil des olympischen Feuers durch die chinesische Hauptstadt. Der Platz des Himmlischen Friedens (Tian'anmen) war weiträumig abgeriegelt. Das Publikum dort bestand größtenteils aus vorher ausgewählten Bürgern.

Proteste Chinesen nehmen vier Briten fest
Übersicht Der ewige Olympia-Medaillenspiegel
Zeitplan Alle Olympia-Entscheidungen zum Durchklicken

Rätselraten um den Schlussläufer

Der Präsident des Pekinger Organisationskomitees, Liu Qi, übergab die Fackel am kaiserlich roten "Mittagstor" der "Verbotenen Stadt" zunächst an den ersten chinesischen Astronauten Yang Liwei. Unter den ersten Trägern war auch NBA-Basketballstar Yao Ming. Er ist damit wohl aus dem Rennen für die Wahl des letzten Fackelläufers, der am Freitag im Nationalstadion das olympische Feuer entfachen darf. Da der populäre chinesische Hürdenläufer Liu Xiang zum Auftakt des Fackellaufes auch bereits am Zuge war, rätselten Olympia-Fans nun, wer als letzter bei der Eröffnungsfeier das Feuer tragen darf.

Peking 2008 Die Olympia-Sportstätten im Überblick
Historie Die Geschichte der Olympischen Spiele

Nur wenige Zuschauer auf dem Tian'anmen

Zum Beginn des Fackellaufes stand auf dem Platz des Himmlischen Friedens nur eine schmale Reihe von jubelnden Zuschauern. Nicht jeder Pekinger durfte so nah an das olympische Feuer. "Unser Chef hat organisiert, dass wir hier sein können", sagte eine Lehrerin. Gemeinsam mit 20 Kollegen von ihrer Grundschule sei sie gekommen. "Das ist alles so aufregend", erklärte sie in dem Moment, als die Fackel wenige Meter von ihr entfernt vorbei getragen wurde. "Morgen werde ich meinen Schülern davon erzählen."

Olympia aktuell Alle Events und Sportstätten im Überblick
Olympia-Maskottchen Von Waldi bis Jingjing

Enttäuschung an den Sicherheitssperren

Viele Besucher hatten nicht so viel Glück. Ohne Anmeldung kamen sie an den zahlreichen Sicherheitssperren nicht vorbei. "Ich habe das Feuer nicht einmal aus der Ferne gesehen", sagte Lin Yuling. Die Putzfrau war bereits um drei Uhr morgens aufgebrochen, um die Fackel zu sehen. Die aus der Provinz Anhui stammende Wanderarbeiterin hatte den Tag freibekommen, musste aber resigniert und ohne Erfolg aufgeben. "An den Kontrollen komme ich nicht vorbei."

Olympia-ABC Peking 2008 von A bis Z
Zensur Pound kritisiert das IOC

VW-China-Chef Vahland läuft mit

Die olympische Flamme wird drei Tage lang durch die Hauptstadt getragen. Unter den 433 Fackelträgern war auch der China-Chef des deutschen Volkswagen-Konzerns, Winfried Vahland. Der größte europäische Autokonzern und Marktführer in China ist einer der Hauptsponsoren der Spiele. Auch der bekannte Filmregisseur und Direktor der Eröffnungszeremonie, Zhang Yimou, stand auf der Läuferliste für die 16,4 Kilometer lange Strecke am Mittwoch bis zum Himmelstempel. Bis Freitag nehmen in Peking 841 Läufer teil.

Chinesen befürchten Demonstrationen

Neben dem Fackellauf durch Tibet und die Nordwestregion Xinjiang, die zu Unruheregionen Chinas gehören, dürfte die letzte Etappe in Peking zu den heikelsten Abschnitten auf chinesischem Territorium gehören. Chinas Sicherheitskräfte befürchten, dass Demonstranten in der Hauptstadt versuchen könnten, die hohe Aufmerksamkeit der Welt für medienwirksame Aktionen zu nutzen. Für die Olympischen Spiele sind schon tausende ausländische Journalisten angereist. Die Fackel wurde auch in Peking ständig von einer Truppe speziell ausgebildeter Sicherheitskräfte begleitet, die mitunter Fotografen aus dem Weg schubsten, um den Weg für die Läufer freizumachen.

Spießrutenlauf durch London und Paris

Der Fackellauf war auf dem internationalen Teil in London und Paris wegen schwerer Proteste gegen die Pekinger Tibet- und Menschenrechtspolitik zu einem Spießrutenlauf mutiert. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) plant deshalb die Abschaffung des internationalen olympischen Fackellaufs.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal