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CAS - Olympia 2008: Klubs müssen Rafinha und Diego nicht abstellen

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Olympia 2008 - Fussball  

Klubs verzichten auf Rückholaktion

06.08.2008, 13:59 Uhr | dpa, t-online.de, sid

Diego (li.) und Rafinha dürfen bei Olympia spielen. (Foto: imago)Diego (li.) und Rafinha dürfen bei Olympia spielen. (Foto: imago) Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die Rechte der Fußball-Vereine gestärkt, dennoch dürfen sich die Brasilianer Diego (Werder Bremen), Rafinha (Schalke 04) und auch Argentiniens Star Lionel Messi (FC Barcelona) ihren Olympia-Traum erfüllen.

Nicht unerwartet entschied der CAS in der Berufungsverhandlung gegen die Entscheidung des Fußball-Weltverbandes FIFA - und im Sinne der klagenden Bundesliga-Klubs: Spieler unter 23 Jahren müssen von den Vereinen nicht für eine Olympia-Teilnahme freigestellt werden, weil sich keine Abstellungspflicht aus den FIFA-Statuten ergebe und auch kein entsprechendes Gewohnheitsrecht existiere.

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Genugtuung ja, Jubel nein

Bei Werder und Schalke hat das Urteil Genugtuung ausgelöst. Beide Vereine sehen sich in ihrer Rechtsauffassung bestärkt. "Die FIFA ist mit dem Versuch gescheitert, bestehende Paragrafen auszuhebeln und neues Recht zu schaffen. Es war unsere Pflicht, uns gegen diese Willkür zur Wehr zu setzen", sagte Werders Geschäftsführer Klaus Allofs. In Jubel brach jedoch keiner der Betroffenen aus. "Wir fühlen uns nicht als der große Sieger. Denn es ist durch den Zeitverzug eine unmögliche Situation entstanden: Wir müssen nunmehr fünf Minuten vor Anpfiff des olympischen Fußballturniers entscheiden, ob wir den Spieler zurückrufen oder nicht", sagte Schalkes Manager Andreas Müller.

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Keine Rückholaktion

Der Berufung von Werder und Schalke gegen das von der FIFA vor einer Woche gesprochene Urteil wurde in vollem Umfang stattgegeben. Das Sportgericht folgte der Argumentation von Rechtsanwalt Theo Paeffgen, der die Vereine in dem wegweisenden Rechtsstreit vertrat. Werder und Schalke kündigten unisono an, trotz des Erfolges vor dem CAS auf eine nun nicht mehr sinnvolle Rückholaktion ihrer Leistungsträger zu verzichten, knüpften deren Verbleib aber an Bedingungen.

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Verbände solle Gehalt übernehmen

Wie der Manager von Hertha BSC, Dieter Hoeneß, sagte, haben sich die betroffenen Bundesliga-Klubs auf eine gemeinsame Strategie geeinigt. Demnach sollen sich die Verbände vor dem ersten Spiel bereit erklären, das Gehalt des Spielers für den Zeitraum der Abstellung zu übernehmen, eine Abstellungsgebühr zu zahlen und eine Versicherung abschließen. Hertha hatte den Serben Gojko Kacar und Solomon Okoronkwo aus Nigeria abgestellt.

Blatter: "Lasst eure Spieler teilnehmen"

Für die FIFA und insbesondere Präsident Joseph Blatter, der sich vehement für die Teilnahme der Profis eingesetzt hatte, ist das CAS-Urteil eine schallende Ohrfeige. "Die FIFA ist überrascht und enttäuscht über die Entscheidung, aber wir respektieren sie. Dennoch, ich appelliere an die Vereine: Lasst eure Spieler teilnehmen. Es wäre ein Akt der Solidarität in perfekter Übereinstimmung mit dem olympischen Geist. Zudem wäre es wunderbar für die Spieler, die Fans und für den Fußball insgesamt", sagte Blatter.

Batista: "Messi will das ganze olympische Turnier spielen"

Auch der FC Barcelona fühlte sich als Sieger, könnte Lionel Messi noch zurückfordern. Doch Argentiniens Trainer Sergio Batista ließ kurz nach dem Urteil verkünden, dass der Mittelfeldspieler in China bleiben werde: "Messi will das ganze olympische Turnier spielen. Er ist für die Startelf vorgesehen."

Ungewisse Zukunft des olympischen Fußball-Turniers

In letzter Konsequenz stellt die Entscheidung die Zukunft des olympischen Fußball-Turniers der Männer in der jetzigen Form infrage. Profis über 23 Jahre (z.B. Ronaldinho) unterlagen schon bisher keiner Abstellungspflicht, die Vereine konnten sie allerdings freiwillig zu den Olympischen Spielen ziehen lassen. Die Regelung mit den Spielern unter 23 war ein wachsweicher Kompromiss zwischen der FIFA und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), denn der mächtige Fußball-Verband wollte seinen eigenen Turnieren (Weltmeisterschaft/U 20-WM) mit einer völligen Öffnung keine Konkurrenz machen. Die beiden größten Sport-Organisationen der Welt sind nun aufgefordert, mit einer Reform des Reglements künftig für Klarheit und Rechtssicherheit zu sorgen.

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