Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Olympia 2008 - Deutsche Radfahrer im Straßenrennen ohne Chance

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Olympia 2008 - Radsport  

BDR-Fahrer bei "Ausscheidungsrennen" ohne Chance

09.08.2008, 17:11 Uhr | t-online.de

Aus Peking berichtet Arne Henkes

Spaniens Olympiasieger Samuel Sanchez (Foto: AFP)Spaniens Olympiasieger Samuel Sanchez (Foto: AFP) An Chinas Großer Mauer verdampften die Ambitionen der deutschen Straßenfahrer. Bei Temperaturen über 30 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent blieb die fünfköpfige Equipe weit hinter den eigenen Erwartungen zurück.

"Das war mörderisch", sagte der deutsche Zeitfahrmeister Bert Grabsch, der genauso wie Hoffnungsträger Stefan Schumacher, Jens Voigt und Gerald Ciolek das Rennen vorzeitig beendete. Lediglich Fabian Wegmann erreichte als 21. das Ziel, konnte aber die letzte Attacke von Olympiasieger Samuel Sanchez nicht mehr mitgehen. "Das war am Schluss keine Taktik mehr, das war ein reines Ausscheidungsrennen", sagte der amtierende deutsche Straßenmeister über das knallharte Finale, in dem der Baske Sanchez die Oberhand behielt.

Olympia 2008 Alle deutschen Olympiastarter

Quälerei

"Das war eine Quälerei von Anfang an, dabei hat mir die Strecke eigentlich gelegen", sagte der enttäuschte Schumacher, auf den die BDR-Taktik ausgerichtet war. Zwei Runden vor Schluss warf der Schwabe das Handtuch. Dem zweifachen Tour-Etappensieger bleibt noch die Hoffnung auf ein gutes Resultat beim Einzelzeitfahren am 13. August.

Das Einzelzeitfahren wird vergleichsweise eine Erholung

"Ich habe gute Beine gehabt, aber es ging einfach nicht mehr. Das ist wie auf 3000 Meter Höhe, man kriegt keine Luft. Jetzt versuche ich mich bis Mittwoch zu erholen. Immerhin ist es dann ja nur eine Stunde und nicht sieben", sagte der 27-Jährige, der im Ziel über Kopfschmerzen klagte. Hans-Michael Holczer, erkannte in den klimatischen Bedingungen ebenfalls den Bremsklotz, der eine erneute Überraschung seines Gerolsteiner-Schützlings verhinderte. "Ich hatte es befürchtet, Schumi war die ganze Woche mit der Hitze nicht zurechtgekommen".

Zum Durchklicken Die deutschen Gold-Hoffnungen bei Olympia

Weniger wäre deutlich mehr gewesen

Auch Grabsch, der zweite deutsche Starter im Kampf gegen die Uhr, empfand die Streckenlänge von 245 Kilometern bei solchen Bedingungen als "fast schon pervers". "Zwei, drei Runden weniger hätten es auch getan, sagte der Columbia-Profi, der aus Rücksicht auf das Zeitfahren ebenfalls auf die beiden Schlussrunden verzichtete. Eine Runde später war es auch um Jens Voigt geschehen. Der Routinier war zusammen mit Grabsch lange in einer Ausreißergruppe unterwegs, musste aber "früh in den Roten Bereich geben". "Wir waren heute alle richtig schlecht", urteilte der CSC-Fahrer, dem bereits der Giro d'Italia und die Tour de France in den Knochen stecken.

Olympia aktuell Der Medaillenspiegel

Ciolek eine Fehlbesetzung

Für U23-Weltmeister Ciolek war der bergige Schlussparcours zu Füßen der chinesischen Mauer viel zu anspruchsvoll. Der Columbia-Profi musste als erster deutscher Fahrer die Segel streichen. Vielleicht wäre es eine bessere Wahl gewesen, anstatt des kräftigen Sprinters einen Fahrer mit Stärken am Berg mitzunehmen.

Es drohen neuerlich Kopfschmerzen

Vier Tage nach dem "Scheißrennen" bleibt Schumacher im Einzelzeitfahren noch eine Chance, seine guten Leistungen aus der Frankreich-Rundfahrt zu bestätigen. Der Wetterbericht verheißt allerdings nichts Gutes: Die prognostizierten 32 Grad bei 90 Prozent Luftfeuchtigkeit dürften dem BDR-Ass erneut Kopfschmerzen bereiten.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Historischer Panzer fährt nach 70 Jahren wieder

Mit großer Not startet der 520-PS-starke Motor zu neuem Leben. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal