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Fußball-Bundesliga: Mehr Geld gleich mehr sportlicher Erfolg

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Fussball-Bundesliga  

Geld schießt doch Tore

12.08.2008, 15:35 Uhr | sid

Karlheinz Rummenigge hat schon oft die finanzielle  Diskrepanz zu ausländischen Spitzenklubs angemahnt. (Foto: imago) Karlheinz Rummenigge hat schon oft die finanzielle Diskrepanz zu ausländischen Spitzenklubs angemahnt. (Foto: imago) Die Fußball-Bundesliga ist zwar wirtschaftlich gesund, besitzt aber in den internationalen Vereinswettbewerben nur Außenseiterchancen. Das ist das Fazit der Studie "Bälle, Tore und Finanzen" der großen deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

Insbesondere die englische Premier League ist der deutschen ersten Liga weit voraus.

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Deutsche Klubs gesund

Aus der Umfrage, an der sich 30 der 36 deutschen Profiklubs beteiligten, geht hervor, dass 97 Prozent der Vereine ihre wirtschaftliche Lage als gut oder eher gut bezeichnen. Trotz dieser positiven Stimmung müssen die deutschen Fans nach Ansicht der Wirtschaftsprüfer noch lange auf einen Erfolg eines Bundesligisten in der Königsklasse warten, da die internationale Konkurrenz wesentlich bessere finanzielle Voraussetzungen hat

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Sportlich nur noch zweitklassig

"Natürlich schießt Geld Tore", sagte Autor Arnd Hovemann und untermauerte seine Thesen mit Zahlen. Danach lagen die deutschen Teilnehmer in der vergangenen Saison der Champions League im sportlichen Vergleich mit den anderen europäischen Ligen nur noch auf dem sechsten Platz. Im Jahr 2001 stand die Bundesliga noch an der Spitze. "Derzeit ist kein deutscher Klub auf Top-Niveau", meinte Hovemann.

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Dezentrale Vermarktung als Nachteil

Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind die Finanzen. Vor allem die englische Premiere League läuft der Bundesliga davon. Während die deutschen Klubs in der kommenden Saison mit einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro rechnen dürfen, werden auf der Insel 2,5 Milliarden Euro umgesetzt. Zwar liegt die Bundesliga in diesem Feld mit der spanischen Primera Division und der italienischen Serie A gleichauf, doch die Klubs können dort ihre TV-Rechte im Gegensatz zu Deutschland dezentral vermarkten. Damit erlösen Spitzenvereine wie Real Madrid, FC Barcelona, Inter Mailand oder der AC Mailand ein vielfaches der Einnahmen deutscher Teams.

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Hohe Steuerlast für Bundesliga

Hinzu kommen günstigere Steuersätze im Ausland. "Um einem Rafael van der Vaart zwei Millionen Euro netto zu bezahlen, muss der Hamburger SV 3,6 Millionen Euro aufbringen - Real Madrid nur 2,6 Millionen", erklärte Hovemann.

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Attraktivitätsschwund durch Dominanz

Die derzeitige Situation im europäischen Klub-Fußball birgt nach Ansicht der Wirtschaftsprüfer große Gefahren. Da sich der Kreis der möglichen Europapokalsieger immer mehr einengt, könnte die Attraktivtät verloren gehen - ein Zuschauerrückgang wäre die Folge. Eine solche Tendenz hat Hovemann in England bereits ausgemacht, da die Dominanz weniger Teams den nationalen Wettbewerb zerstöre.

Experten mahnen Reformen an

Die Experten raten deshalb zu Reformen bei der Verteilung der Vermarktungs-Einnahmen in der Champions League. Hovemann: "Ein Klub aus einem großen Fußball-Land, der früh ausscheidet, verdient derzeit immer noch mehr als ein möglicher Sieger aus Bulgarien." Außerdem seien eine zentrale TV-Vermarktung und eine strenge Einhaltung der Lizenzierungsverfahren wünschenswert. Laut den Wirtschaftsprüfern sind die Wettbewerbsbedingungen für deutsche Klubs derzeit aber nach wie vor schwierig. Die jüngste Entscheidung des Kartellamts zur zentralen TV-Vermarktung und das Werbeverbot für Wettanbieter begrenze die Steigerung der Einnahmen. Wollten die Bundesligisten finanziell mithalten, müsste vor allem der Fan leiden, denn dann müssten die im europäischen Vergleich sehr niedrigen Preise für Tickets und Pay-TV drastisch erhöht werden.

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