Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Radsport - Olympia 2008: Deutsche Radfahrer enttäuschen auf ganzer Linie

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Olympia 2008 - Radsport  

Radfahrer enttäuschen auf ganzer Linie

13.08.2008, 14:34 Uhr | dpa

Stefan Schumacher bleibt in Peking ohne Medaille. (Foto: dpa)Stefan Schumacher bleibt in Peking ohne Medaille. (Foto: dpa) Nachdem der deutsche Radsport bei den Olympischen Spielen am Tiefpunkt angelangt war, liefen der gedemütigte Stefan Schumacher und seine Kollegen bei den abenteuerlichsten Erklärungsversuchen zur Höchstform auf. Zu heiß, zu bergig, zu deutsch, zu frühe Anreise - das Repertoire an Entschuldigungen war bei den Hinterherfahrern des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) schier grenzenlos.

Die ernüchternde Bilanz ließ sich freilich nicht wegdiskutieren. Ohne Medaille müssen die BDR-Akteure nach dem Debakel an der Chinesischen Mauer die Heimreise antreten.

Aktuell Der Medaillenspiegel
Zeitplan Olympia-Entscheidungen im Überblick

Cancellara überholt Schumacher

"Ich bin mit dem Klima nicht zurechtgekommen. Es war, als ob ich im Höhentrainingslager war. Das ist frustrierend. Olympia ist eine schöne Veranstaltung, nur die Radrennen waren nicht schön", klagte Schumacher, der im Zeitfahren nur Platz 13 belegte. Auf der 47,3 km langen Strecke hatte ihm zuvor Olympiasieger Fabian Cancellara noch in der ersten von zwei Runden überholt, obwohl er eineinhalb Minuten später gestartet war. Am Ende betrug der Rückstand über drei Minuten.

Fotos, Fotos Die schönsten Bilder vom Zeitfahren
Foto-Show Alle deutschen Medaillengewinner in Peking

Originelle Ausreden

Seine eigene Theorie für das Fiasko hatte Bert Grabsch, der fast zeitgleich mit Schumacher 14. wurde. 'Vielleicht liegt es am Typen. Wir als Deutsche sind solche Bedingungen nicht gewöhnt. Vielleicht hätten wir einen Monat eher herkommen müssen", rätselte Grabsch. Eines Besseren wurde er von Gustav Larsson belehrt. Der Mann aus der Wintersportnation Schweden fuhr hinter Cancellara auf den zweiten Platz, gefolgt vom Dritten Levi Leipheimer aus den USA.

Kupfernagel ohne Chance

Den Ausreden der Männer standen aber auch die deutschen Frauen in nichts nach. "Ich bin vielleicht zu früh angereist. Die ersten vier Tage ging es mir sehr gut, doch ich habe dann den Wetterumschwung nicht verkraftet", sagte Hanka Kupfernagel, und ergänzte: "Wir sind nun mal nicht in der Planwirtschaft. Das war nicht mein Tag." Wohl wahr: Für Kupfernagel, die allerdings in der Vorbereitung von einer starken Bronchitis geplagt war, stand am Ende Platz elf mit 1:43 Minuten Rückstand zu Buche. Für Judith Arndt sprang als bestes deutsches Ergebnis noch Rang sechs heraus. Den Sieg holte sich die US-Amerikanerin Kristin Armstrong vor Ex-Weltmeisterin Emma Pooley aus Großbritannien und der Schweizerin Karin Thürig.

Longo mit 49 Jahren auf Rang vier

Der Kurs sei sehr schwer gewesen, zwölf Kilometer rauf, zwölf Kilometer runter, haderte Arndt. Dann überraschte sie mit der Aussage: "Ich bin halt keine Zeitfahrerin." Zur Erinnerung: 2004 war sie Vize-Weltmeisterin im Kampf gegen die Uhr. Eine kleine Lehrstunde erteilte den Deutschen Jeannie Longo. Die Französin, die in zwei Monaten 50 Jahre alt wird, fuhr sensationell auf den vierten Platz und verpasste ihre fünfte Olympia-Medaille nur um Haaresbreite. "Als ich mit dem Radsport angefangen habe, gab es Longo. Und heute sitzt sie immer noch auf dem Rad. Das ist bewundernswert", zollte Kupfernagel der französischen Rekord-Olympionikin Respekt.

Erstmals seit 1996 ohne Medaille

Im deutschen Lager hat indes nach den vier Pleiten in fünf Tagen das große Rätselraten über die desaströsen Leistungen begonnen. "Mit der Mannschaft hätten wir mehr erreichen können", sagte Schumacher und ergänzte: "Es lief bei allen nicht gut. Irgendetwas haben wir falsch gemacht. Das müssen wir analysieren." Keiner besonderen Analyse bedarf indes der Fakt, dass der deutsche Straßenradsport erstmals seit 1996 wieder ohne Medaille dasteht. Damit ist die ursprüngliche Zielvorgabe des BDR-Sportdirektors Burckhard Bremer von fünf Medaillen im gesamten Radsport-Bereich quasi nach den Straßenrennen schon nicht mehr zu erreichen. Im Bahnbereich sind die Erwartungen ohnehin auf ein Minimum beschränkt, einzige echte Goldhoffnung bleibt Mountainbikerin Sabine Spitz.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Nur heute und nur für die 1.000 schnellsten Besteller

tolino page eBook-Reader zum Schnäppchenpreis von nur 49.- € statt 69.- € bei Weltbild.de. Shopping

Shopping
iPhone 7 32 GB im Tarif MagentaMobil L mit Handy

Nur 99,95 €¹. Nur online: 24 Monate 10 % sparen! bei der Telekom Shopping

Vernetzung
Christmas Shopping: Jetzt 15,- € Gutschein sichern!

Nur bis zum 14.12.16. Erfahren Sie mehr zur Aktion auf MADELEINE.de.

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal